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Stundenzettel: Vorlage, Pflichtangaben & Tipps

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 13 Mai 2026
Vorgesetzter prüft Stundenzettel eines Mitarbeiters im Restaurant – Arbeitszeiterfassung im Gastgewerbe

Inhaltsverzeichnis

Ein Stundenzettel ist ein Dokument zur lückenlosen Erfassung und Dokumentation der Arbeitszeit eines Beschäftigten. Er hält Arbeitsbeginn, Arbeitsende, Pausenzeiten und Überstunden fest und erfüllt damit die gesetzliche Pflicht zur Arbeitszeitdokumentation nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Sowohl analoge Formulare als auch digitale Vorlagen und Software gelten als zulässige Formate.

  • Ein Stundenzettel dokumentiert Arbeitszeiten rechtssicher. Er muss Name, Datum, Arbeitsbeginn und -ende, Pausen und Überstunden enthalten. In Deutschland gilt eine Aufbewahrungsfrist von mindestens 2 Jahren. Digitale Lösungen ersetzen Papierformulare vollständig und sparen Zeit. 

Was ist ein Stundenzettel?

Ein Stundenzettel, auch Arbeitszeiterfassungsbogen oder Stundennachweis genannt, ist das zentrale Instrument zur Arbeitszeitdokumentation. Du trägst darin ein, wann du gearbeitet hast, wie lange du Pause gemacht hast und ob Überstunden angefallen sind.

Das Europäische Gericht hat 2019 geurteilt, dass alle EU-Arbeitgeber verpflichtet sind, die tägliche Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. In Deutschland konkretisiert das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) diese Pflicht. Seit dem BAG-Urteil vom September 2022 gilt die Zeiterfassungspflicht auch formal für alle Betriebe in Deutschland.

Stundenzettel vs. Arbeitszeitnachweis: Was ist der Unterschied?

Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Genau genommen ist der Arbeitszeitnachweis der umfassendere Begriff. Er kann Reisezeiten, Bereitschaftszeiten oder projektbezogene Stundenaufzeichnungen einschließen. Der Stundenzettel ist die einfachste, tagesbezogene Form des Arbeitszeitnachweises.

Pflichtangaben: Was muss ein Stundenzettel enthalten?

Damit dein Stundenzettel rechtssicher ist, muss er folgende Angaben enthalten:

  1. Vollständiger Name des Arbeitnehmers (ggf. Personalnummer)
  2. Datum für jeden einzelnen Arbeitstag
  3. Arbeitsbeginn und Arbeitsende in Uhrzeit
  4. Pausenzeiten (Dauer und Uhrzeiten)
  5. Geleistete Überstunden, gesondert ausgewiesen
  6. Art der Tätigkeit (bei projektbezogener Erfassung)
  7. Unterschrift des Arbeitnehmers
  8. Gegenzeichnung des Vorgesetzten

Optional kannst du Urlaubstage, Krankheitstage oder besondere Abwesenheiten ergänzen, wenn diese für deine Abrechnung relevant sind.

Stundenzettel ausfüllen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Schritt 1: Persönliche Daten eintragen: Trage deinen vollständigen Namen und, falls vorhanden, deine Mitarbeiternummer ein. So ist der Zettel eindeutig zugeordnet.

  • Schritt 2: Datum notieren: Bei täglichen Stundenzetteln trägst du das heutige Datum ein. Bei wöchentlichen oder monatlichen Bögen führst du jeden Arbeitstag einzeln auf.

  • Schritt 3: Arbeitsbeginn und -ende eintragen: Trage die exakte Uhrzeit des Arbeitsbeginns und -endes ein. Inklusive Betreten und Verlassen des Geländes, sofern das für dein Unternehmen relevant ist.

  • Schritt 4: Pausenzeiten angeben: Trage die genauen Pausenzeiten ein. Pausen zählen nicht zur Arbeitszeit und werden von der Gesamtarbeitszeit abgezogen.

  • Schritt 5: Überstunden kennzeichnen: Weise Überstunden gesondert aus. Gib die Anzahl der Überstunden für diesen Arbeitstag explizit an.

  • Schritt 6: Tätigkeiten beschreiben (optional): Bei projektbezogener Arbeit beschreibst du kurz, welche Aufgaben du ausgeführt hast. Das erleichtert die spätere Projektabrechnung.

  • Schritt 7: Unterschrift setzen: Bestätige mit deiner Unterschrift die Richtigkeit und Vollständigkeit deiner Angaben.

  • Schritt 8: Beim Vorgesetzten einreichen: Reiche den Stundenzettel fristgerecht bei deinem Vorgesetzten oder der HR-Abteilung ein. Dieser prüft und gegenzeichnet das Dokument.

Wer muss einen Stundenzettel ausfüllen?

Grundsätzlich sind Arbeitnehmer für das Ausfüllen verantwortlich. Sie dokumentieren ihre tägliche Arbeitszeit, Pausen und Überstunden.

Arbeitgeber sind verpflichtet, die entsprechenden Vorlagen bereitzustellen, ausgefüllte Stundenzettel zu prüfen, zu bestätigen und für die gesetzlich vorgeschriebene Dauer aufzubewahren. In Betrieben mit automatischen Zeiterfassungssystemen obliegt es den Arbeitnehmern, die automatisch erfassten Zeiten zu überprüfen und bei Bedarf zu korrigieren.

Aufbewahrungsfristen: Wie lange muss ein Stundenzettel aufbewahrt werden?

In Deutschland beträgt die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für Stundenzettel mindestens 2 Jahre nach Ende des Kalenderjahres, in dem die Arbeitsleistung erbracht wurde (§ 17 MiLoG).

Dokument Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage
Stundenzettel (Minijobber, § 17 MiLoG-Branchen) 2 Jahre § 17 Abs. 1 MiLoG
Lohnabrechnungen und Lohnkonten 5 Jahre § 257 HGB
Buchhalterische Belege inkl. Arbeitszeitnachweise 10 Jahre § 147 AO


Datenschutz und DSGVO-konforme Archivierung

Stundenzettel enthalten personenbezogene Daten. Du bist verpflichtet, diese sicher zu speichern und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist müssen die Dokumente datenschutzkonform vernichtet werden. Digitale Systeme bieten dabei strukturierte Zugriffsrechte und automatisierte Löschfristen, ein klarer Vorteil gegenüber Papierarchiven.

Stundenzettel Vorlage
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Wann lohnt sich eine digitale Lösung?

Papiervorlagen eignen sich für kleine Teams und kurzfristige Projekte. Sobald du mehr als 5 Mitarbeitende hast oder Schichtarbeit planst, werden manuelle Stundenzettel fehleranfällig und zeitaufwendig. Digitale Zeiterfassungssoftware wie Shiftbase erfasst Arbeitszeiten automatisch, berechnet Überstunden in Echtzeit und speichert alle Daten DSGVO-konform.

Anwendungsbereiche: Wer nutzt Stundenzettel?

Stundenzettel sind in nahezu jeder Branche relevant:

  • Handwerk und Bauwesen: Projektzuordnung von Arbeitsstunden für Nachkalkulation und Rechnungsstellung.
  • Gastronomie und Hotel: Dokumentation von Schichtzeiten, Überstunden und Bereitschaftsdiensten.
  • Einzelhandel: Erfassung wechselnder Öffnungszeiten und Teilzeitkräfte.
  • IT und Beratung: Projektbezogene Stundenerfassung für Kundenabrechnung und Budgetkontrolle.
  • Freiberufler und Selbstständige: Nachweis geleisteter Arbeit gegenüber Auftraggebern.
  • Öffentlicher Dienst: Einhaltung beamtenrechtlicher Arbeitszeitregelungen.
  • Minijobber: Pflicht zur Arbeitszeitdokumentation nach § 17 MiLoG.

Arbeitszeiterfassung digital: Von der Vorlage zur Software

Manuelle Stundenzettel stoßen schnell an Grenzen: unleserliche Handschrift, Übertragungsfehler, fehlende Unterschriften. Im Streitfall können sie rechtlich nicht standhalten. Mit Shiftbase erfassen deine Mitarbeitenden ihre Arbeitszeiten per App, Stempeluhr oder Browser. Du siehst alle Stunden in Echtzeit, kannst Überstunden automatisch berechnen und exportierst auf Knopfdruck rechtssichere Berichte.

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Häufig gestellte Fragen

  • Ein Stundenzettel ist ein Dokument, in dem die Arbeitszeiten eines Beschäftigten täglich festgehalten werden, Arbeitsbeginn, Arbeitsende, Pausen und Überstunden. Er dient der korrekten Lohnabrechnung, der Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und als rechtssicherer Nachweis im Streitfall zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. 

  •  Verpflichtend sind: Name des Arbeitnehmers, Datum, Arbeitsbeginn und -ende, Pausenzeiten, Überstunden sowie die Unterschriften beider Parteien. Bei projektbezogener Arbeit kommt häufig noch eine Tätigkeitsbeschreibung hinzu. 

  •  In Deutschland gilt eine Mindestaufbewahrungsfrist von 2 Jahren nach Ende des Kalenderjahres (§ 17 MiLoG). Lohnbuchhalterische Unterlagen müssen hingegen 10 Jahre aufbewahrt werden. Empfehlenswert ist ein sicheres, DSGVO-konformes Archivsystem, digital oder physisch. 

  •  Grundsätzlich ja. Nach dem BAG-Urteil von 2022 sind alle deutschen Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten zu erfassen. Besonders für Minijobber und Beschäftigte in den im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannten Branchen ist die Dokumentationspflicht gesetzlich klar geregelt. 

  •  Beide Begriffe werden oft synonym verwendet. Der Stundenzettel ist die einfachste Form der Arbeitszeitdokumentation, in der Regel tagesbezogen. Der Arbeitszeitnachweis ist der Oberbegriff und kann darüber hinaus auch Reisezeiten, Bereitschaftszeiten und projektbezogene Stunden umfassen. 

  •  Ja, digitale Stundenzettel sind vollständig rechtssicher, sofern sie die Pflichtangaben enthalten und die Daten unveränderlich gespeichert werden. Moderne Zeiterfassungssoftware wie Shiftbase ersetzt Papierformulare und bietet automatische Berechnungen, Exportfunktionen und DSGVO-konforme Speicherung. 

Zeiterfassung

Verfasst von:

Diana Tran

Diana Tran ist Senior Content Strategist bei Shiftbase und verantwortet den deutschen Markt in der DACH-Region. Seit über drei Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Workforce Management, Personalplanung und den Herausforderungen moderner HR-Prozesse. Sie spezialisiert sich auf Themen wie Dienstplanung, Zeiterfassung, Abwesenheitsmanagement sowie arbeitsrechtliche Anforderungen im deutschsprachigen Raum. Ihre Inhalte richten sich an Unternehmen, die ihre Personalprozesse strukturieren, optimieren und rechtssicher gestalten möchten. Durch ihren praxisorientierten Ansatz übersetzt sie komplexe HR-Themen in verständliche und umsetzbare Lösungen für den Arbeitsalltag.

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