Fachkräftemangel

Fachkraftemangel, fachkräfteengpass, bundesregierung, zahlen, studie, region, hoffnung, fachkräfteengpässen, zeit.de, campus, video, wandel,

Der Fachkräftemangel hat große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Wenn es nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt, um den Bedarf zu decken, kann dies zu Problemen für Unternehmen und Industrien führen.

Um am Puls der Zeit zu bleiben, brauchen Unternehmen qualifizierte Experten, die auch mit Begeisterung bei der Sache sind. Leider ist es immer schwieriger geworden, solche Mitarbeiter für offene Stellen zu finden. Hauptursache dafür ist ein zunehmender Fachkräftemangel, der in einzelnen Branchen und Regionen bereits zu spüren ist.

Es ist wichtig, die Ursache dieses Fachkräftemangels zu identifizieren und anzugehen. Arbeitgeber müssen bei der Einstellung und Ausbildung neuer Arbeitnehmer systematischer vorgehen. Sie sollten sich darauf konzentrieren, hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen, die bereits Erfahrung in ihrem Bereich haben, und solche, die von einer zusätzlichen Ausbildung profitieren werden.

In diesem Artikel werden die wichtigsten Faktoren diskutiert, die zum Fachkräftemangel führen, und wie Unternehmen diesem Problem begegnen können.

Definition: Fachkräftemangel

Ein Fachkräftemangel beschreibt eine Situation, in der es mehr offene Stellen gibt, als qualifizierte Personen für deren Besetzung zur Verfügung stehen. Dies unterscheidet sich vom allgemeinen Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten in einer Volkswirtschaft, der insbesondere Berufe betrifft, die spezielle Fähigkeiten und Kenntnisse erfordern.

Der Fachkräftemangel ist ein globales Problem, und viele Länder leiden unter Engpässen in verschiedenen Bereichen. Besonders akut ist das Problem in der Technologie-, Gesundheits- und Fertigungsindustrie. In diesen Branchen übersteigt die Nachfrage nach Fachkräften das Angebot.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Fachkräftemangel nicht dasselbe ist wie ein Problem der Arbeitslosigkeit. Genauer gesagt handelt es sich um ein Problem nicht übereinstimmender Qualifikationen oder eines Mangels an Arbeitskräften mit der richtigen Ausbildung und Erfahrung in bestimmten Bereichen.

Wie lässt sich Fachkräftemangel messen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie sich ein Mangel an Fachkräften messen lässt. Eine Möglichkeit besteht darin, die Zahl der offenen Stellen im Verhältnis zur Zahl der Arbeitslosen zu betrachten. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Durchschnittslöhne zu betrachten, die tendenziell steigen werden, wenn Unternehmen um knappe Arbeitskräfte konkurrieren.

Die Vakanzzeit ist ein wesentlicher Faktor dafür, ob tatsächlich ein Fachkräftemangel vorliegt. Die Bundesagentur für Arbeit bewertet damit die Fachkräftesituation in Deutschland. Konkret bezeichnet der Vakanzzeitraum den Zeitraum zwischen der Ausschreibung einer Stelle und deren Besetzung – dies kann durch Vertretung, Vermittlung oder Aufhebung der Vakanz geschehen.

Eine ungewöhnlich lange Vakanzzeit kann bedeuten, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben, Mitarbeiter mit den erforderlichen Qualifikationen zu finden.

Welche Arbeitnehmer gelten als Facharbeiter?

Als Fachkraft gilt in Deutschland, wer eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder einen anerkannten akademischen Abschluss absolviert hat. Als Facharbeiter würde beispielsweise eine Elektrofachkraft mit abgeschlossener Berufsausbildung gelten, ebenso wie ein Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Fachkräfte sind für eine funktionierende Wirtschaft unverzichtbar. Ohne sie wären viele Branchen nicht in der Lage, die Güter und Dienstleistungen zu produzieren, die die Gesellschaft benötigt.

Wichtigste zum Fachkräftemangel in Deutschland

Der Fachkräftemangel in Deutschland entwickelt sich zu einem drängenden Thema. Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ist es für Unternehmen schon jetzt schwierig, zwei von drei Stellen zu besetzen. Die hier angesprochenen Positionen setzen eine fachliche oder akademische Qualifikation voraus. Laut dem Basler Forschungsinstitut Prognos werden in Deutschland bis 2030 drei Millionen Arbeitskräfte mit den erforderlichen Qualifikationen fehlen, wenn nicht bald vorgebeugt

wird Wissenschaftsakteure müssen zusammenarbeiten. Der Fokus muss darauf liegen, sicherzustellen, dass die richtigen Fähigkeiten verfügbar sind und bestehende Mitarbeiter Zugang zu Schulungen haben.

Gibt es bereits Fachkräftemangel?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geht davon aus, dass die „Sicherung des Fachkräftebedarfs“ ein zentrales Anliegen der nächsten Jahrzehnte sein wird. Dieses Unterfangen kann nur im Teamwork mit allen relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bewältigt werden. Obwohl derzeit kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland besteht, fordert das Bundesministerium die Unternehmen auf, regional und branchenspezifisch aktiv zu werden, da sich in einigen Bereichen bereits ein Fachkräftemangel abzeichnet.

Insgesamt ist der Fachkräftemangel ein Problem, das lokal und global angegangen werden muss. Unternehmen müssen die Initiative ergreifen, um Schulungsmöglichkeiten für bestehende Mitarbeiter bereitzustellen und talentierte Personen mit den richtigen Qualifikationen anzuziehen.

Die Regierungen müssen ebenfalls aktiv werden, indem sie steuerliche Anreize für Unternehmen einführen, die in Ausbildung investieren, und Programme anbieten, um junge Menschen dazu anzuregen, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Mit einer gemeinsamen Anstrengung kann der Fachkräftemangel angegangen werden und unsere Wirtschaft gedeihen.

Welche Branchen sind vom Fachkräftemangel betroffen?

Am deutlichsten zeigt sich der Fachkräftemangel in folgenden Bereichen und Berufen:

1) MINT-Berufe: 

Besonders ausgeprägt ist der Fachkräftemangel in mathematisch-informatischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen (MINT). Das Deutsche MINT-Forum schätzt, dass in Deutschland in den nächsten zehn Jahren 80.000 MINT-Fachkräfte fehlen werden.

2) Bausektor:

Auch die Baubranche leidet unter einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Laut Branchenverband der Bauwirtschaft (HDB) fehlen der Branche 120.000 Fachkräfte.

3) Pflege- und Dienstleistungsbranche:

Auch die Pflege- und Dienstleistungsbranche ist vom Fachkräftemangel betroffen. Das Deutsche Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass in diesem Bereich bis 2025 1,7 Millionen Arbeitskräfte fehlen werden.

4) Automobilindustrie:

Die Automobilindustrie braucht Fachkräfte, insbesondere im Bereich Elektronik und Softwaretechnik. Laut einer Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) beklagen 85 % der Unternehmen einen Mangel an qualifiziertem Personal.

5) Pflege:

Der Bedarf an qualifiziertem medizinischem Personal steigt und der Pflegeberuf ist besonders betroffen. Laut einer Erhebung der Bundesagentur für Arbeit gibt es in Deutschland derzeit 45.000 unbesetzte Pflegestellen.

6) Technische Berufe:

Auch technische Berufe wie Elektriker, Installateure und IT-Techniker sind von Fachkräftemangel betroffen. Nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) werden diese Fachkräfte in vielen Branchen zunehmend nachgefragt.

Wo gibt es regionale Fachkräfteengpässe?  

Die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern sind mit einem extremen Fachkräftemangel konfrontiert, wobei Baden-Württemberg laut KOFA-Landesprofilen am stärksten betroffen ist. 2019 wurden hier die meisten Stellen für Fachkräfte in Engpassberufen ausgeschrieben. Im analysierten Zeitraum belegte Bayern mit 85,4 Prozent den zweiten Platz.

Neben Baden-Württemberg und Bayern gibt es regionale Fachkräfteengpässe in Thüringen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Hier wird mehr als jede achte Stelle in Fachkräftemangelberufen ausgeschrieben.

Bemerkenswert ist auch, dass in Städten und Regionen im Osten Deutschlands ein akuterer Fachkräftemangel herrscht als in den westdeutschen Bundesländern. Berlin beispielsweise weist überdurchschnittlich viele Stellen für Fachkräfte in Engpassberufen auf, jede dritte Stelle wird dort ausgeschrieben.

Was sind die Ursachen des Fachkräftemangels?

Zum weltweiten Fachkräftemangel tragen mehrere Faktoren bei, von denen viele von einzelnen deutschen Unternehmen nicht beeinflussbar sind. Besonders hervorzuheben sind:

1) Demografische Entwicklung

Der deutschen Bevölkerung sinkt die Zahl der Fachkräfte. Die Statistik ist unerbittlich: 2030 wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter auf 45,9 Millionen schrumpfen. 2060 könnte Deutschland konservativen Schätzungen zufolge nur noch 35,7 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter haben.

Die sinkenden Geburtenraten tragen dazu bei, dass immer weniger Arbeitskräfte und besonders gefragte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Eine alternde Gesellschaft kann in Zukunft die ohnehin schon schlechte Situation von Fachkräften unter anderem in der Pflege und Altenpflege verschärfen.

2) Die Digitalisierung des Fachkräftemarktes

Die Digitalisierung des Arbeitsmarktes hat sich auch auf die Fachkräfte ausgewirkt. Hochqualifiziertes Personal wird zunehmend gesucht und die digitale Revolution führt in vielen Branchen zu rasanten Strukturveränderungen. Dadurch werden traditionelle Jobs obsolet und es werden neue Fähigkeiten benötigt, die nicht alle Mitarbeiter besitzen oder leicht erwerben können.

3) Zuwanderung

Die Zuwanderung ist ein wichtiger Faktor zur Behebung des Fachkräftemangels. In Deutschland ist die Zuwanderung von außerhalb der EU jedoch streng reglementiert und kontingentiert, was es deutschen Unternehmen erschwert, ihre Personallücken mit ausländischen Fachkräften zu füllen.

4) Globalisierung der Arbeitswelt

Die globale Vernetzung der Wirtschaft hat die Arbeitswelt sichtbar verändert. Gut ausgebildete Fachkräfte haben oft die Möglichkeit, sich ihren Beruf auszusuchen. Außerdem können Sie sowohl in Deutschland als auch im Ausland arbeiten und entscheiden sich zunehmend dafür, Ihr Heimatland zu verlassen.

5) Implementierung neuer Technologien

Berufliche Veränderungen gehen mit der fortschreitenden Digitalisierung und der rasanten Entwicklung neuer Technologien einher. Laut Statistik stehen bis 2030 mehr als 35 Prozent aller Berufe vor weitreichenden Veränderungen. Auch ist mit dem Aufkommen neuer, bisher unbekannter Berufsbilder zu rechnen, die spezifisches Know-how erfordern, das vielen Arbeitnehmern heute fehlt.

6) Mangelnde Attraktivität der Ausbildung

Viele Ausbildungsberufe, darunter Handwerk und Pflege, sind für Schüler wenig attraktiv. Dies liegt vor allem am negativen Image dieser Berufe und dem Wunsch vieler junger Menschen nach einem akademischen Abschluss. Infolgedessen besteht ein zunehmender Mangel an Fachkräften mit praxisnahen und qualitativ hochwertigen Berufsqualifikationen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung weist darauf hin, dass die Nachfrage nach dualer Ausbildung im Jahr 2020 einen neuen Tiefpunkt erreicht hat. Lediglich 439.300 Doppelausbildungsplätze wurden im Analysezeitraum von Jugendlichen ausgewählt. Als entscheidender Erfolgsfaktor für die deutsche Wirtschaft muss die duale Ausbildung deutlich populärer als bisher gemacht werden.

7) Niedrige Löhne

Schließlich darf nicht vergessen werden, dass auch niedrige Löhne für den Fachkräftemangel mitverantwortlich sind. Die Löhne sind oft zu niedrig, um junge Menschen anzuziehen und erfahrene Fachkräfte zu halten. In vielen Berufen in Deutschland reichen die Löhne nicht aus, um Kosten wie Miete oder Kinderbetreuung zu decken, und können nicht mit besser bezahlten Ländern wie der Schweiz oder Österreich konkurrieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland ein vielschichtiges Problem ist, bei dem mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sind verschiedene Initiativen erforderlich, wie z. B. die Bereitstellung attraktiver und wettbewerbsfähiger Löhne und die Verbesserung des Images bestimmter Berufe bei jungen Menschen.

Außerdem sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Zuwanderung aus Ländern außerhalb der EU zu erleichtern und den Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, ihre Qualifikationen nach Deutschland zu übertragen.

Welche Folgen hat der Fachkräftemangel der Unternehmen?

Fachkräftemangel schadet der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens und langfristig seiner Wettbewerbsposition. Fehlen Fachkräfte mit spezifischem Know-how, können viele wertvolle Aufträge nicht mehr angenommen werden. Dies führt einerseits zu Umsatzeinbußen und andererseits zu einem möglichen Rückgang der Innovationskraft.

Gleichzeitig kann sich ein Fachkräftemangel negativ auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auswirken. Kleine und mittelständische Unternehmen werden in den globalen Talentkriegen verprügelt, insbesondere in Branchen und geografischen Gebieten, die am stärksten betroffen sind. wird es für sie immer schwieriger, begehrte Fachkräfte zu einem höheren Preis zu gewinnen und langfristig zu binden.

Was können Unternehmen tun, um sicherzustellen, dass sie genügend Fachkräfte haben?

Die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit eines deutschen Unternehmens kann ohne Kenntnis des Fachkräftemangels stark beeinträchtigt werden. Daher ist es entscheidend, dieses Problem zu beseitigen, bevor es langfristige Schäden verursacht. Folgende Lösungen sind möglich:

Lösung 1: Frauen stark in die Familienphase einbeziehen Frauen

Sind gerne berufstätig, wenn sie Familie und Beruf vereinbaren können. Statistiken zeigen, dass fast 42 Prozent der Frauen zwischen 25 und 49 Jahren ihre Arbeit aufgeben, um sich um Kinder und andere Familienmitglieder zu kümmern. Die meisten von ihnen haben auch eine gute Ausbildung. Eine familienfreundliche Beschäftigungspolitik eines Unternehmens ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration qualifizierter Frauen in die Belegschaft. Mögliche Maßnahmen sind betriebliche Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und mobile Arbeitsmöglichkeiten.

Lösung 2: Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke

Unternehmen sollten in ihre Arbeitgebermarke investieren, um sie für potenzielle Mitarbeiter attraktiv zu machen. Es ist wichtig, Arbeitssuchende über die Vorteile einer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen zu informieren, wie z. B. ein gutes Gehalt oder spannende Aufstiegsmöglichkeiten. Das Unternehmen muss sich als attraktive Alternative zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften präsentieren.

Lösung 3: In Ausbildung und Qualifizierung

Investieren Unternehmen sollten Zeit und Geld in das vorhandene Personal investieren, um einem Fachkräftemangel vorzubeugen. Um die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu fördern und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern, lohnt sich interne oder externe Weiterbildung. Dabei sind die individuellen Stärken der Mitarbeiter wichtig, um sie in ihrem beruflichen Umfeld einzusetzen und die Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Lösung 4: Ältere Fachkräfte zur Rückkehr

Animieren Ältere Fachkräfte zeichnen sich durch fundiertes Fachwissen auf ihrem Gebiet und langjährige Berufserfahrung aus. Dies ist ein guter Grund, um älteren Arbeitnehmern Anreize zu bieten, nach der Pensionierung weiterzuarbeiten. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit ist die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in den letzten Jahren gestiegen. Bietet ein Unternehmen altersgerechte Arbeit, ein gutes Gesundheitsmanagement, eine ausgewogene Work-Life-Balance und attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten, unterstützt dies den Trend zum Verbleib älterer Arbeitnehmer im Erwerbsleben.

Lösung 5: Fachkräfteeinwanderung organisieren

Experten schätzen, dass es 2060 ein Drittel weniger Arbeitskräfte geben könnte, wenn Deutschland kein Einwanderungsland wäre. Daher haben gut ausgebildete Fachkräfte mit Migrationshintergrund ein hohes Potenzial im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, bedarf es einerseits der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene und andererseits einer unternehmensweiten Integrationsstrategie. Unterstützung bei der Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit, Sprachtraining und vielfältige kulturelle Aktivitäten sind gute Beispiele für Maßnahmen zur Gewinnung von Spitzenkräften aus dem Ausland.

Lösung 6: Teilzeitkräfte

Optimal aufstocken Um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es optimal, die Arbeitszeit zu erhöhen. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland fast 4 Millionen weibliche Teilzeitbeschäftigte. Für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist es daher entscheidend, dass Arbeitgeber attraktive und anpassungsfähige Arbeitszeitmodelle anbieten. Grundlage für die Arbeitszeiterhöhung ist § 9 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG).

Lösung 7: Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt ist eine Win-Win-Situation: Unternehmen können einen ungenutzten Pool potenzieller Mitarbeiter erschließen und gleichzeitig ihre Corporate Social Responsibility (CSR) vorantreiben. Menschen mit Behinderung sind oft sehr gut qualifiziert und hochmotiviert.

Durch barrierefreie Arbeitsplätze können Unternehmen Menschen mit Behinderungen neue Chancen eröffnen. Dies kann durch spezielle Schulungen, angepasste Tools und technische Hilfsmittel erreicht werden. Darüber hinaus sollten sich auch Unternehmen der Notwendigkeit einer barrierefreien Kommunikation bewusst sein und diese in ihren Teams fördern.

Diese Lösungen begegnen dem Fachkräftemangel aus verschiedenen Blickwinkeln und sind wichtige Schritte, um den Zugang von Unternehmen zu Fachkräften auch in Zukunft zu sichern. Unternehmen müssen eine ganzheitliche HR-Strategie entwickeln, die die vielfältigen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter berücksichtigt und sich auf Talentmanagement, Rekrutierung und Qualifizierung konzentriert. Durch die Kombination verschiedener Lösungen können Unternehmen langfristig den Zugriff auf das benötigte Personal sicherstellen.

Schließlich ist ein attraktives Arbeitsumfeld ein Schlüssel, um Fachkräfte gewinnen und halten zu können. Durch diese Maßnahmen wird eine Belegschaft geschaffen, die gut ausgebildet, vielfältig und in der Lage ist, sich zukünftigen Herausforderungen zu stellen.

Employer Branding kann Ihnen helfen, den Fachkräftemangel zu überwinden.

Kommt es in einem Unternehmen zu einem dauerhaften Fachkräftemangel, muss der Arbeitgeber interne Vorgänge aufklären. Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, Probleme zu erkennen und schnell bessere Entscheidungen zu treffen:

  1. Was macht eine erfolgreiche Unternehmenskultur aus?
  2. Was können Sie tun, um ein attraktives Arbeitsumfeld für Ihre Mitarbeiter zu schaffen?
  3. Wie können Sie das Employer Branding effektiv fördern und neue Fachkräfte gewinnen?
  4. Wie können Sie die Mitarbeiterzufriedenheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz steigern?
  5. Welche Strategie habe ich, um Top-Talente zu gewinnen und im Unternehmen zu halten?

Unternehmen können Strategien entwickeln, die sich auf die Mitarbeiterbindung und -gewinnung konzentrieren, indem sie sich auf diese Fragen konzentrieren. Die Investition in die richtigen Tools und Technologien kann auch bei der Förderung des Employer Branding von Vorteil sein. Dazu gehören attraktive Gehaltspakete, Sozialleistungen und flexible Arbeitszeiten. Unternehmen können auch Initiativen in Betracht ziehen, um Mitarbeitern die entsprechenden Schulungsprogramme und Qualifikationen anzubieten.

Fazit

Der Fachkräftemangel stellt für viele Unternehmen eine zunehmende Herausforderung dar. Um diesem Problem zu begegnen, müssen Arbeitgeber eine ausgewogene Personalstrategie entwickeln, die sich auf Talentmanagement und Rekrutierung, Qualifikation und Mitarbeiterzufriedenheit konzentriert. Auch Employer Branding kann ein wirksames Instrument sein, um die richtigen Talente für das Unternehmen zu gewinnen. Durch einen ganzheitlichen Ansatz zur Bekämpfung des Fachkräftemangels können Unternehmen sicherstellen, dass sie auch in Zukunft über die erforderlichen Mitarbeiter verfügen.

Arbeitgeber müssen die oben genannten Lösungen bei der Entwicklung der Personalstrategie ihres Unternehmens im Auge behalten. Indem sie den Fachkräftemangel direkt angehen, können Unternehmen eine gut ausgebildete Belegschaft schaffen, die für künftige Herausforderungen gerüstet ist.

Produktivität Mitarbeiter