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Die Fehlzeitenquote: Bedeutung, Analyse und Optimierungsmöglichkeiten

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 3 Februar 2026
In ChatGPT zusammenfassen
Krankenstand: Arbeitnehmer analysiert Daten zur Fehlzeitenquote am Computer.

Inhaltsverzeichnis

In personalintensiven Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel oder Pflege führen ungeplante Abwesenheiten schnell zu Überstunden, Mehrkosten und instabilen Dienstplänen. Die Fehlzeitenquote hilft Arbeitgebern dabei, Abwesenheiten systematisch zu analysieren, Trends frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. In Kombination mit Kennzahlen wie Krankenstand, Fluktuation oder Überstundenquote wird sie zu einem zentralen Steuerungsinstrument für Planung, Führung und Kostenkontrolle.

    • Die Fehlzeitenquote ist eine zentrale HR-Kennzahl zur Messung aller Abwesenheiten.
    • Sie zeigt den Anteil ausgefallener Arbeitstage im Verhältnis zur geplanten Soll-Arbeitszeit.
    • Besonders relevant für Gastronomie, Einzelhandel, Pflege, Produktion und Schichtbetriebe.
    • Eine dauerhaft hohe Fehlzeitenquote führt zu Mehrkosten, Planungsrisiken und Teamüberlastung.
    • Digitale Workforce-Management-Systeme wie Shiftbase ermöglichen transparente Erfassung und Analyse.

Was ist die Fehlzeitenquote?

Die Fehlzeitenquote beschreibt den prozentualen Anteil der ausgefallenen Arbeitstage eines Unternehmens im Verhältnis zur geplanten Gesamtarbeitszeit in einem definierten Zeitraum.

Als HR-Kennzahl beantwortet sie unter anderem folgende Fragen:

  • Wie häufig fallen Mitarbeitende ungeplant aus?
  • Wie stark wird der operative Betrieb beeinträchtigt?
  • Gibt es strukturelle Probleme in Arbeitsorganisation, Belastung oder Führung?

Im Gegensatz zum reinen Krankenstand berücksichtigt die Fehlzeitenquote alle Arten von Abwesenheiten – unabhängig von der Ursache.

Welche Abwesenheiten fließen in die Fehlzeitenquote ein?

  • krankheitsbedingte Ausfälle
  • kurzfristige private Abwesenheiten
  • unentschuldigtes Fehlen
  • sonstige ungeplante Ausfälle

Je nach Unternehmensdefinition können geplante Abwesenheiten wie Urlaub oder Fortbildungen ausgeschlossen werden. Wichtig ist eine konsistente Abgrenzung über alle Zeiträume hinweg.

Wie wird die Fehlzeitenquote berechnet?


Praxisbeispiel

Ein Unternehmen hat:

  • 20 Mitarbeitende
  • 20 Arbeitstage pro Monat → 400 Soll-Arbeitstage
  • 16 dokumentierte Fehltage

Berechnung: (16 ÷ 400) × 100 = 4 % Fehlzeitenquote

Das bedeutet: Vier Prozent der geplanten Arbeitszeit konnten nicht erbracht werden.

Hinweis zu Teilzeit und Schichtarbeit

In Betrieben mit Teilzeit, Minijobs oder wechselnden Schichten sollte die Berechnung auf Basis von geplanten Stunden oder FTE-Werten erfolgen. Dadurch wird die Fehlzeitenquote vergleichbar und aussagekräftig.

Fehlzeitenquote vs. Krankenstand

Der Krankenstand erfasst ausschließlich krankheitsbedingte Abwesenheiten. Die Fehlzeitenquote bildet alle Abwesenheiten ab.

  • Krankenstand = Teilmenge der Fehlzeiten
  • Fehlzeitenquote = ganzheitlicher Überblick

Für fundierte HR-Entscheidungen sollten beide Kennzahlen gemeinsam analysiert werden.

🤒 Krankheitsquote berechnen

Vereinfachte HR-Berechnung zur Orientierung. Grundlage sind Arbeits-Ausfalltage (nicht Kalendertage).

1) Eingaben

Monatlich meist 20–23 Arbeitstage (Mo–Fr, je nach Feiertagen).
Durchschnitt verwenden, falls Zu- oder Abgänge.
Beispiel: 1 Person fehlt 5 Arbeitstage = 5 Krankheitstage.
Status
Bereit

2) Ergebnis

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Wie lässt sich die Fehlzeitenquote interpretieren?

Richtwerte zur Einordnung

Fehlzeitenquote Einordnung
unter 2 % sehr niedrig
2–4 % normal
4–6 % erhöht
über 6 % kritisch

Entscheidend ist weniger der Branchenvergleich als die Entwicklung im Zeitverlauf innerhalb des eigenen Unternehmens.

Typische Ursachen für hohe Fehlzeiten

Kurzfristige Ursachen

  • akute Erkrankungen
  • private Verpflichtungen
  • kurzfristige Überlastung

Langfristige Ursachen

  • chronische Erkrankungen
  • psychische Belastung
  • ineffiziente Arbeitsorganisation
  • mangelnde Führung oder Kommunikation

Branchenspezifische Faktoren

In Schichtbetrieben sind Fehlzeiten häufig höher, da körperliche Belastung, unregelmäßige Arbeitszeiten und enge Mindestbesetzungen das Risiko für Ausfälle erhöhen.

Wie können Unternehmen die Fehlzeitenquote senken?

Eine nachhaltige Reduktion entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch bessere Planung, Transparenz und Prävention.

Bewährte Maßnahmen

  • realistische und stabile Dienstpläne
  • faire Schichtverteilung
  • frühe Erkennung von Überlastung
  • klare und einfache Abwesenheitsprozesse

Rolle digitaler HR-Software

Digitale Workforce-Management-Lösungen wie Shiftbase unterstützen Unternehmen durch:

So lassen sich Fehlzeiten nicht nur erfassen, sondern aktiv steuern.

Wie oft sollte die Fehlzeitenquote ausgewertet werden?

  • monatlich für operative Planung
  • quartalsweise für strategische HR-Analysen
  • jährlich für Trend- und Ursachenanalysen

Welche Daten werden benötigt?

  • geplante Arbeitszeiten oder Soll-Stunden
  • dokumentierte Fehlzeiten nach Ursache
  • einheitliche Zeiterfassung

Eine zentrale Datengrundlage reduziert Fehler und erhöht die Aussagekraft der Kennzahl.

Fazit

Die Fehlzeitenquote ist eine strategische HR-Kennzahl mit hoher Aussagekraft. Unternehmen, die ihre Fehlzeiten sauber definieren, regelmäßig auswerten und mit digitalen Lösungen wie Shiftbase arbeiten, schaffen Transparenz, senken Kosten und verbessern langfristig Stabilität, Planungssicherheit und Mitarbeiterzufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen 

  • In vielen Branchen liegt eine gesunde Fehlzeitenquote zwischen 2 % und 4 %.

  • Ja. Schichtarbeit und körperlich belastende Tätigkeiten weisen meist höhere Werte auf als Büroarbeit.

  • Sie hilft, Kosten, Personalengpässe und organisatorische Schwächen frühzeitig zu erkennen.

  • Digitale HR- und Workforce-Management-Systeme wie Shiftbase bündeln Zeit-, Schicht- und Abwesenheitsdaten zentral.

Human Resource

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

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