Lohnsteuerbescheinigung

Lohnsteuerbescheinigung: Alles, was Sie wissen müssen

Die Lohnsteuerbescheinigung zeigt, wie viel Einkommens- und Kirchensteuer von Ihrem Bruttogehalt abgezogen wurde. Sie wird von der Regierung ausgestellt und kann zur Beantragung von Darlehen, Hypotheken und anderen Finanzprodukten verwendet werden.

Jedes Jahr erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber ein Dokument mit Ihrer jährlichen elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Auf einen Blick sehen Sie alle Informationen über Ihre Steuerabzüge und Sozialversicherungsbeiträge, den Bruttolohn und andere Beträge, die Ihr Arbeitgeber bereits auf der monatlichen Lohnabrechnung abgeführt hat.

Lohnsteuerbescheinigung Definition

Eine Lohnsteuerbescheinigung ist eine Bescheinigung, aus der hervorgeht, wie viel vom Bruttolohn für Lohn- und Kirchensteuer abgezogen wurde. Der Arbeitgeber kann den Fehler durch die Veranlagung zur Lohnsteuer ausgleichen, wenn er nicht den richtigen Betrag abgezogen hat. Damit wird der Arbeitnehmer vor finanziellen Härten geschützt.

Der Einkommensteuerbescheid kann von der Lohnsteuerbescheinigung abweichen, wenn in der Lohnsteuerbescheinigung falsche Beträge aufgeführt sind. Sie dient nur als Gegenbeweis bei der Veranlagung.

Was ist die Lohnsteuerbescheinigung?

Die Lohnsteuerbescheinigung ist ein vom Arbeitgeber ausgestelltes Dokument, in dem die Einkünfte, Abzüge und Gutschriften einer natürlichen oder juristischen Person für ein bestimmtes Steuerjahr aufgeführt sind. Diese Bescheinigung dient als Nachweis für die Einreichung und Zahlung aller geltenden Steuern. Es ist wichtig, dieses Dokument aufzubewahren, falls Sie Ihre Einkommenssteuerinformationen überprüfen müssen.

Die Einkommensteuerbescheinigung kann auch als Nachweis für die Steuerpflicht bei der Beantragung eines Darlehens oder einer anderen finanziellen Unterstützung verwendet werden.

Die Einkommensteuerbescheinigung kann auch wichtige Einblicke in Ihre Finanzen geben, z. B. wie viel Geld Sie jedes Jahr schulden und welche Abzüge möglich sind. Schließlich kann sie dazu beitragen, dass alle anfallenden Steuern pünktlich und korrekt gezahlt werden.

Wie ist eine Einkommensteuerbescheinigung aufgebaut?

Wie jedes amtliche Dokument muss auch eine Steuerbescheinigung die persönlichen Daten des Arbeitnehmers enthalten, wie Name, Geburtsdatum und Anschrift. Eine zweite Voraussetzung ist das Vorhandensein aller ELStA-Merkmale. Dazu gehören die folgenden:

  • Steuerklasse
  • die Anzahl der Freibeträge für Kinder
  • Jährliche Freibeträge oder Hinzurechnungen
  • Angaben zur Kirchensteuer
  • transfer identifikationsnummer

Wann erhalten Sie die Lohnsteuerbescheinigung?

Eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung wird den steuerpflichtigen Arbeitnehmern von ihren Arbeitgebern im Dezember, spätestens jedoch im Februar des Folgejahres, zugesandt. Wenn Sie bis dahin noch ein Dokument benötigen, kann Ihnen Ihr Arbeitgeber helfen.

Die Lohnsteuerbescheinigung wird von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber oft früher verschickt, wenn Sie das Unternehmen während des Jahres verlassen. Das ist aber nicht der Fall. Das Arbeitsamt stellt eine Lohnsteuerbescheinigung aus, wenn Sie im vergangenen Jahr Arbeitslosengeld bezogen haben (unabhängig davon, ob Sie es für 1 Monat oder 12 Monate bezogen haben). Sie kommt normalerweise Ende Februar.

Im Jahr 2022 wird die Lohnsteuerbescheinigung so aussehen:

Im Jahr 2022 wird die Lohnsteuerbescheinigung so aussehen

 

Informationen über den Arbeitnehmer in der Lohnsteuerbescheinigung

Die Lohnsteuerbescheinigung enthält noch viele weitere Informationen. Dazu gehören neben der Dauer des aktuellen Arbeitsverhältnisses auch die folgenden Angaben:

- Arbeitnehmer, die in unterbrochenen Zeiträumen keinen Lohn erhalten haben

- Frühere Tätigkeiten des Arbeitnehmers, wenn er während des Kalenderjahres den Arbeitsplatz gewechselt hat

- Bescheinigung für Mahlzeiten bis zu 60 Euro, die ein Arbeitnehmer erhält

- Eine steuerfreie kollektive Transportmöglichkeit kann die Wohnung und den Arbeitsplatz eines Arbeitnehmers erreichen

- Grenzgängerbescheinigungen, d. h. für Personen, die in Frankreich wohnen und in Deutschland arbeiten

Natürlich sollten Sie auch die Gehälter Ihrer Mitarbeiter offenlegen. Darüber hinaus gibt es folgende Punkte:

Das Bruttogehalt umfasst alle Sachleistungen.

- Alle Steuerabzüge

- Rentner zahlung

- Steuerfreie Lohnzahlungen

- Zeile 15: Steuerfreie Leistungen werden bei der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt, darunter Kurzarbeitergeld, Saison-Kurzarbeitergeld, Mutterschaftsgeld und Lohnausfallgeld.

- Neben den Aufstockungsbeträgen nach dem Altersteilzeitgesetz gelten vergleichbare Zuschläge für Beamte, Richter oder Angestellte mit vergleichbarem Status sowie Zuschläge während des Wochenbetreuungsverbots oder des Erziehungsurlaubs für Angestellte des öffentlichen Dienstes.

- Zeile 16: Freigegebene Lohnzahlungen für ausländische Arbeitnehmer aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen (Zeile 16a) oder Auslandsarbeitserlässen (Zeile 16b).

- Zeilen 17 und 18: Steuerfreie oder pauschalierte Reiseleistungen des Arbeitgebers werden als Entfernungspauschale vom Einkommen abgezogen.

- Zeilen 20 und 21: Steuerfreie Verpflegungszuschüsse für Berufstätige im Ausland, wenn sie im Lohnkonto erfasst sind, und steuerfreie Zuschläge für doppelte Haushaltsführung.

- Zeile 22: Arbeitnehmerbeiträge zur berufsständischen Versorgungseinrichtung, zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur Kranken- und Pflegeversicherung und zur Arbeitslosenversicherung sind steuerfreie Zukunftssicherungsleistungen.

- Zeile 33: Von Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes an Arbeitnehmer als Familienkasse gezahlte Beiträge.

Angaben über den Arbeitgeber in der Lohnsteuerbescheinigung

Die Arbeitgeber müssen außerdem die folgenden Angaben machen:

  • Die Adresse des Arbeitgebers,
  • Wenn der Dritte die lohnsteuerlichen Pflichten des Arbeitgebers für diesen übernommen hat, die Steuernummer des lohnsteuerlichen Sitzes des Dritten,
  • Identifikationsangaben und der Name des Finanzamtes, das die Lohnsteuer abgeführt hat.

Lohnersatzleistungen auf der Lohnsteuerbescheinigung

Im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes werden Kurzarbeitergeld, Saison-Kurzarbeitergeld, Verdienstausfallentschädigung und Lohnersatzleistungen in einer Summe unter Nummer 15 bescheinigt. Bescheinigt werden müssen zum Beispiel Zuschüsse zum Mutterschaftsurlaub, Erstattungen bei Arbeitsverboten während der Schwangerschaft, Aufstockungsbeträge und Altersteilzeitzuschläge. Eine Bescheinigung weist den Progressionsvorbehalt in der obligatorischen Steuererklärung nach.

In diesem Fall sind nur die Beträge zu bescheinigen, die durch das Kurzarbeitergeld gemindert werden. Mit dem Minuszeichen müssen Sie einen negativen Betrag bescheinigen, wenn gezahlte und zurückgeforderte Beträge verrechnet werden. Das vom Arbeitgeber gezahlte Krankengeld muss nicht angegeben werden, wenn es den gleichen Betrag wie das Kurzarbeitergeld ausmacht.

Wann müssen Sie Ihre Lohnsteuerbescheinigung noch erhalten?

Es gibt einige Fälle, in denen Sie keine Lohnsteuerbescheinigung erhalten werden. Das gilt vor allem, weil bei Minijobs keine Lohnsteuer und Sozialversicherung abgeführt wird. Das Einkommensteuergesetz sieht in bestimmten Fällen auch pauschale Lohnsteuern vor (§§ 40 bis 40b Einkommensteuergesetz). Auch in diesem Fall benötigt der Arbeitgeber keine Lohnsteuerbescheinigung.

Ist die Lohnsteuerbescheinigung unrichtig? Was muss ich tun?

Dann sollten Sie dies Ihrer Personalabteilung mitteilen. Das Finanzamt erhält die notwendige Korrektur, auch wenn Ihr Arbeitgeber keine neue berichtigte Lohnsteuerbescheinigung ausstellen kann.

Außerdem benötigt der Arbeitnehmer die korrigierte Fassung nicht, da der Ausdruck nicht rechtsverbindlich ist. Ihre Steuererklärung sollte die richtigen Daten enthalten. Ein Steuerbescheid, den Sie nach Abgabe Ihrer Einkommensteuererklärung erhalten, würde Ihnen eine Erstattung gewähren, wenn Sie zu viel Einkommensteuer einbehalten haben.

Gibt es eine Frist für die Aufbewahrung Ihrer Lohnsteuerbescheinigung?

Arbeitnehmer drucken ihre elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen aus, so wie Selbstständige ihre Jahresabschlüsse. Es ist wichtig, den Bescheid bis zum Eintritt in den Ruhestand aufzubewahren, denn dann kann der Bescheid zur Berechnung der Rente benötigt werden - oder zur Anfechtung der Berechnung des Rentenanspruchs.

Neben dem jährlichen Einkommenssteuerbescheid benötigen Sie ihn möglicherweise auch, um Elterngeld, BAföG, den Nachweis der Pflege von Angehörigen oder andere Leistungen zu beantragen.

Welche Informationen müssen wann an das Finanzamt übermittelt werden?

Das Steuerrecht verpflichtet den Arbeitgeber, nach Ablauf eines Kalenderjahres alle relevanten Arbeitnehmerdaten elektronisch an die Behörden zu übermitteln. Nach Paragraph 93c der Abgabenordnung ist dies zulässig. Die Fristen gelten bis Ende Februar des Folgejahres als abgeschlossen. Die Finanzverwaltung benötigt die folgenden Daten:

  • Dauer der Beschäftigung einer Person
  • Das Gehalt plus alle Sachleistungen sind im steuerpflichtigen Bruttogehalt enthalten.
  • Einbehaltene Solidaritätszuschläge sowie Lohn- und Kirchensteuer.
  • Versicherungsbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, zur Arbeitslosenversicherung und zur gesetzlichen Rentenversicherung
  • Es gibt einen Winterzuschlag, einen Schlechtwetterzuschlag und einen Kurzarbeiterzuschlag.
  • Steuerfreie Arbeitgeberleistungen.

Gibt es rechtliche Konsequenzen bei einem Fehler?

Der Arbeitgeber kann haftbar gemacht werden, wenn die Steuern nicht korrekt an das Finanzamt übermittelt werden (§ 72a Absatz 3). Wenn die Eintragungsvoraussetzungen erfüllt sind, muss der Arbeitgeber auch für jeden Großbuchstaben eine eigene Zeile angeben. Großbuchstaben sind wie folgt:

Der Großbuchstabe F kennzeichnet die steuerfreie Sammelbeförderung, die die erste Tätigkeitsstätte nach § 3 Nr. 32 EStG ist.

  • Den Buchstaben S muss der Arbeitgeber in Abschnitt 41, Absatz 1, Seite 6 eintragen, wenn die Lohnsteuer aus einer anderen Einkunftsquelle als dem ersten Dienstverhältnis berechnet wurde. Arbeitnehmer dürfen auch keinen Lohn aus einem früheren Arbeitsverhältnis im Kalenderjahr berücksichtigen.
  • 41b Abs. 1 S. 2 Nr. 8 EStG verpflichtet den Arbeitgeber außerdem, die Mahlzeiten seiner Arbeitnehmer mit dem Buchstaben M zu kennzeichnen, wenn er die Mahlzeiten während der Abwesenheit des Arbeitnehmers von der Wohnung gewährt.

Neben der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung muss der Arbeitgeber einen Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung vorlegen. Berechnet der Arbeitgeber den Arbeitslohn nicht automatisch nach einer vom Finanzamt zur Verfügung gestellten Vorlage, so muss er eine Lohnsteuerbescheinigung ausstellen.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

  • Nein. Steuererklärungen werden mit Lohnsteuerbescheinigungen erstellt. Lohnsteuerbescheinigungen hingegen beziehen sich auf die monatlichen Gehaltsabrechnungen. Dieser Abschnitt enthält das Gehalt, die Sozialversicherungsbeiträge und die Lohnsteuer.

  • Wenn der Arbeitnehmer keine Steueridentifikationsnummer hat, kann er die eTIN-Nummer verwenden, um alle erforderlichen Informationen an das Finanzamt zu übermitteln.

  • Eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber am Ende des Jahres. Eine Lohnabrechnung wird in der Regel im Januar oder Februar nach Jahresende ausgestellt. Sie sollten Ihren Arbeitgeber fragen, wenn Sie keine Bescheinigung erhalten haben.

  • Ja. Sie müssen die Daten Ihrer Lohnsteuerbescheinigung elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Anhand dieser Unterlagen werden die Einkommensteuerbescheide der Arbeitnehmer erstellt.

  • In der Regel erhält der Arbeitnehmer einmal im Jahr eine Steuerbescheinigung.

  • Ja. Eine Lohnsteuerbescheinigung und bestimmte Steuererklärungen müssen nach UStG 18 Abs. 1 und EStG 41a Abs. 1 sowohl an den Arbeitnehmer als auch an das Finanzamt geschickt werden.

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