Erfolgreiches Talentmanagement und Succession Planning: Fachkräftemangel bewältigen

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 23 November 2023
Skill Gaps in der Company schließen und mit der HR frühzeitig einen Succession Plan aufstellen.

Ein leeres Büro. Tausend Jobs, aber niemand da, um sie zu erledigen. Wenn du dir diese Szene vorstellst, bekommst du vermutlich eine Ahnung vom Problem des Fachkräftemangels. Aber woher kommt dieses Problem eigentlich? Hauptursachen sind demografische Veränderungen, mangelnde Aus- und Weiterbildung sowie eine sich rasant ändernde Arbeitswelt, die immer neue Kompetenzen erfordert. Die Auswirkungen? Verzögerte Projekte, verlorene Aufträge und hohe Rekrutierungskosten. Das klingt alles andere als rosig, oder?

Talent Management: Strategien zur Identifizierung und Entwicklung von Talenten

Doch es gibt gute Nachrichten: Die Lösung könnte in deinem eigenen Unternehmen schlummern. Der Schlüssel hierzu ist das Talent Management. Es geht darum, das Potenzial deiner Angestellten zu erkennen und zu fördern. Dazu gehört die Identifizierung von Talenten durch Beobachtungen, Leistungsbewertungen und psychometrische Tests. Einmal identifiziert, beginnt die Entwicklungsphase: Schulungen, Mentoring und Job Rotation sind nur einige der Methoden, um Talente zu fördern.

Succession Planning: Die Nachfolgeplanung als präventive Maßnahme

Welche Talent Management Strategie verfolgt deine HR?

Zugegeben, niemand möchte an den Tag denken, an dem ein Schlüsselmitarbeiter das Unternehmen verlässt. Aber eine proaktive Haltung kann Wunder bewirken: Die Rede ist von Succession Planning. Es geht darum, rechtzeitig potenzielle Nachfolger für Schlüsselpositionen zu identifizieren und sie auf ihre künftigen Rollen vorzubereiten. So kannst du den Übergang nahtlos gestalten und sicherstellen, dass wichtige Posten immer besetzt sind.

Best Practices für erfolgreiches Talent Management und Succession Planning

Nun fragst du dich vielleicht: "Wie mache ich das im Rahmen meiner HR Arbeit alles richtig?" Hier sind einige Best Practices: Einbeziehung von Führungskräften, kontinuierliches Feedback von Fachkräften und Führungskräften, individuelle Entwicklungspfade und natürlich eine offene Kommunikation. Und vergiss nicht: Talent Management und Succession Planning sind Prozesse, die ständige Pflege und Anpassung erfordern.

1. Kontinuierliche Talentidentifikation innerhalb der Company: Die Identifizierung von Talenten sollte nicht einmalig, sondern ein fortlaufender Prozess sein. Setze auf regelmäßige Leistungsbewertungen, Mitarbeitergespräche und Assessment-Tools, um die Fähigkeiten und das Potenzial deiner Mitarbeiter kontinuierlich zu ermitteln. So stellst du sicher, dass kein Talent unentdeckt bleibt.

2. Einbeziehung von Führungskräften: Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle beim Talent Management und der Nachfolgeplanung. Sie sind oft am besten in der Lage, die Fähigkeiten und das Potenzial ihrer Teammitglieder zu beurteilen. Deshalb sollte ihre Einschätzung in den Entscheidungsprozess einfließen. Darüber hinaus können sie als Mentoren für Talente dienen und sie in ihren Qualifikationen unterstützen.

3. Individuelle Entwicklungspfade: Jeder Mitarbeiter ist einzigartig und hat unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen und Ziele. Daher ist es wichtig, individuelle Entwicklungspfade zu erstellen. Diese können Schulungen, Mentoring, Job Rotation oder sogar Job Enrichment beinhalten, um den Mitarbeiter weiterzuentwickeln und ihn auf zukünftige Positionen vorzubereiten.

4. Offene Kommunikation: Transparenz und offene Kommunikation sind entscheidend für den Erfolg des Talentmanagements und der Nachfolgeplanung. Die Mitarbeiter sollten über ihre Rolle, Erwartungen und Entwicklungsmöglichkeiten informiert werden. Dies fördert das Engagement und die Motivation und hilft dabei, Missverständnisse und Frustrationen zu vermeiden.

5. Kontinuierliches Feedback: Regelmäßiges Feedback hilft den Mitarbeitern, ihre Stärken und Schwächen besser zu verstehen und sich ständig weiterzuentwickeln. Es sollte nicht nur von den Vorgesetzten, sondern auch von Kollegen und unterstellten Mitarbeitern kommen. Hier können 360-Grad-Feedback-Tools hilfreich sein.

6. Planung der Nachfolge: Succession Planning sollte rechtzeitig beginnen und nicht erst, wenn eine Schlüsselposition vakant wird. Hierbei ist es wichtig, potenzielle Nachfolger zu identifizieren und sie systematisch auf ihre zukünftige Rolle vorzubereiten. Dies kann durch gezielte Schulungen, Mentoring und On-the-Job-Training geschehen.

7. Flexibilität: Die Arbeitswelt ändert sich rasant, und damit auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. Deshalb sollten das Talent Management und Succession Planning flexibel genug sein, um sich diesen Entwicklungen anzupassen. Dies kann zum Beispiel durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Entwicklungspfade erreicht werden.

Indem du diese Best Practices befolgst, kannst du sicherstellen, dass dein Unternehmen immer über die benötigten Talente verfügt und bereit für die Zukunft ist. Es erfordert eine konsequente Umsetzung und Pflege, aber die Investition zahlt sich definitiv aus.

In der Theorie klingt das natürlich alles gut, aber finden solche Prozesse auch in der Praxis statt? Sicher: Unternehmen wie Google und General Electric haben gezeigt, dass ein erfolgreiches Talent Management und Succession Planning den Unterschied machen können. Sie investieren stark in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter und haben umfassende Nachfolgepläne.

Investition in Mitarbeiterentwicklung und Weiterbildung

Fachkräfte Mangel mit einer guten HR  und Succession Planning begegnen

Es kann verlockend sein, Kosten zu sparen, indem man auf Weiterbildung, Mitarbeiterentwicklung und vielleicht sogar Succession Planning verzichtet. Aber Vorsicht: Diese Investitionen zahlen sich auf lange Sicht aus. Sie verbessern nicht nur die Leistung und Motivation deiner Mitarbeiter, sondern machen dein Unternehmen auch attraktiver für potenzielle Talente.

Zukunftsausblick: Trends und Innovationen im Talent Management

Zum Abschluss werfen wir einen Blick in die Zukunft. Trends wie Künstliche Intelligenz und Data Analytics revolutionieren die Talent Management Strategie und auch den Succession Planning Process. Skill Gaps bei Fachkräften können leichter geschlossen werden und die Folgen des Fachkräftebedarfs werden abgefedert. Sie ermöglichen es, Talente in Arbeitskräften schneller zu identifizieren und Entwicklungspfade effizienter zu gestalten. Darüber hinaus sehen wir einen wachsenden Trend zur Mitarbeiterautonomie, wo jeder seine eigenen Fähigkeiten erkennt und entwickelt. Das bedeutet nicht, dass Führungskräfte weniger wichtig werden, sondern dass sie sich eher als Unterstützer und Coaches für ihre Fachkräfte verstehen sollten. Aspekte wie ein gelungener Succession Plan und Talent Relationship Management bedeutet gute HR Arbeit.

Um das Talent Management in deinem Unternehmen zu strukturieren, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

1. Beobachtung und Feedback: Eine der einfachsten und dennoch effektivsten Methoden ist die direkte Beobachtung der Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit. Diese Methode bietet Einblicke in die Stärken, Schwächen und Potenziale. Um dieses Feedback konstruktiv zu nutzen, sollten regelmäßige Mitarbeitergespräche stattfinden, in denen Feedback ausgetauscht und Entwicklungsziele festgelegt werden.

2. Leistungsbeurteilungen: Bei diesem Mittel handelt es sich um strukturierte Bewertungen der Mitarbeiterleistung in der Company, oft durchgeführt von direkten Vorgesetzten, aber auch Kollegen oder unterstellten Mitarbeitern. Sie können Informationen über die technischen Fähigkeiten, die Leistung und das Verhalten von Angestellten liefern. Es ist wichtig, diese Beurteilungen fair und transparent zu gestalten und die Ergebnisse zur Verbesserung und Weiterentwicklung zu nutzen.

3. Assessment-Center: Diese Methode wird häufig für die Identifizierung von Führungspotential oder zur Vorbereitung auf spezifische Rollen verwendet. Assessment-Center umfassen eine Reihe von Aufgaben und Übungen, die dazu dienen, bestimmte Kompetenzen und Fähigkeiten zu beurteilen. Sie können Einzel- oder Gruppenaufgaben, Rollenspiele, Präsentationen oder psychometrische Tests beinhalten.

4. Talent Pools: Ein Talent Pool ist eine Gruppe von Mitarbeitern, die als hochqualifiziert oder hochpotenziell identifiziert wurden. Sie erhalten spezielle Entwicklungsmöglichkeiten, um sie auf zukünftige Positionen vorzubereiten. Dies kann durch gezielte Schulungen, Mentoring-Programme oder Job Rotation erfolgen.

5. Mentoring und Coaching: Mentoring und Coaching sind personalisierte Ansätze zur Talententwicklung. Ein Mentor ist in der Regel ein erfahrener Mitarbeiter oder Führungskraft, der seine Erfahrungen und Kenntnisse weitergibt, während ein Coach hilft, individuelle Stärken zu erkennen und Entwicklungsziele zu erreichen. Beide Methoden können sehr effektiv sein, um die Kompetenzen und das Selbstvertrauen der Mitarbeiter zu stärken.

6. Job Rotation und Job Enrichment: Bei der Job Rotation wechseln Mitarbeiter zeitweise ihre Position oder Abteilung, um verschiedene Bereiche des Unternehmens kennenzulernen. Job Enrichment hingegen erweitert das Aufgabenspektrum eines Mitarbeiters, um ihn herauszufordern und weiterzuentwickeln. Beide Methoden erhöhen die Vielseitigkeit der Mitarbeiter und können dazu beitragen, verborgene Talente zu entdecken.

7. Weiterbildung und Schulungen: Dies sind klassische Methoden zur Talententwicklung. Sie können intern (durch erfahrene Mitarbeiter oder Führungskräfte) oder extern (durch professionelle Trainer oder Bildungseinrichtungen) durchgeführt werden. Weiterbildungen und Schulungen sollten auf die Bedürfnisse des Mitarbeiters und die Anforderungen der Organisation abgestimmt sein. Sie können technische Fähigkeiten, Soft Skills oder Führungskompetenzen umfassen.

8. Karriereplanung: Dies ist ein langfristiger Ansatz, bei dem die Karriereziele des Mitarbeiters mit den strategischen Zielen des Unternehmens abgeglichen werden. Das beinhaltet die Festlegung von Zielen, die Identifizierung von notwendigen Fähigkeiten und die Planung von Entwicklungsschritten. Karriereplanung kann zur Mitarbeitermotivation beitragen und den Mitarbeitern eine klare Richtung für ihre berufliche Entwicklung bieten.

Die HR identifiziert und entwickelt Fachkräfte

Diese Methoden sollten nicht isoliert, sondern in einem integrierten Ansatz verwendet werden. Die Wahl der richtigen Methoden hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter, der Anforderungen des Unternehmens und der verfügbaren Ressourcen. Es ist wichtig, die Wirksamkeit der gewählten Methoden regelmäßig zu überprüfen und sie bei Bedarf anzupassen. Durch ein effektives Talent Management kann dein Unternehmen nicht nur seine aktuellen Herausforderungen meistern, sondern auch für zukünftige Herausforderungen gewappnet sein.

In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt, ist es wichtiger denn je, das Potenzial von deinen Angestellten zu erkennen und zu fördern. Es geht nicht nur darum, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, sondern auch darum, dein Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Talent Management und Succession Planning sind daher keine netten Extras, sondern essenzielle Werkzeuge für deinen Unternehmenserfolg. Bleib also neugierig, offen und bereit, in deine Talente zu investieren. Denn sie sind diejenigen, die dein Unternehmen in die Zukunft führen werden.

Wir von Shiftbase unterstützen Unternehmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, Fachkräfte zu qualifizieren und einen guten Succession Planning Process aufzusetzen. All das geschieht bei uns durch eine HR Software, die wir dir gerne in einer kostenlosen Demoversion zur Verfügung stellen.

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