Erster Arbeitstag – Tipps für einen guten Eindruck

12 Januar 2023

Erster Arbeitstag

Wenn sich Mitarbeiter entscheiden, die Firma wieder zu verlassen, passiert das in der Regel innerhalb der ersten 6 Monate. Zwischen 1 und 6 Kollegen sind es im Schnitt, die sich in dieser wichtigen ersten Phase im neuen Job nicht wohlfühlen und das Unternehmen wieder verlassen. Das kannst du als Arbeitgeber mit einem guten Onboarding verhindern. In diesem Artikel möchten wir dir die besten Tipps mit auf den Weg geben, wie du deinen neuen Mitarbeiter gut durch den ersten Arbeitstag und bestenfalls sogar durch die erste Arbeitsphase bringst.

Mehr noch: Ein gutes Onboarding kann sogar die Basis für eine gute und auf Langfristigkeit angelegte Arbeitsbeziehung legen. Das Beste daran: Du kannst durch eine gezielte Einarbeitung dafür sorgen, dass der Neue direkt die Eindrücke gewinnt, die du dir vorgestellt hast. So kannst du die Erwartungen an den Arbeitsstart, die du bei der Bewerbung hervorgerufen hast, direkt umsetzen. Wenn du unsere Tipps beherzigst, hast du gute Chancen, den neuen Kollegen auch dauerhaft an dich zu binden.

Der herzliche Empfang

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Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen und der muss nun einmal am ersten Arbeitstag stattfinden.

Achte also unbedingt darauf, dass du deinen neuen Kollegen so bestellst, dass die meisten seiner Kollegen bereits anwesend sind. Denn möchtest du gerne in ein quasi leeres Büro kommen und dort erst einmal mit all deiner Nervosität auf dich alleine gestellt sein? Das ist nicht nur für Berufsanfänger eine Herausforderung.

Der herzliche Empfang besteht tatsächlich daraus, dass der neue Kollege willkommen geheißen wird und zwar, je nach Größe des Unternehmens, von einem Mitarbeiter der HR Abteilung, vom Vorgesetzten und von eventuellen Fachkollegen. Nimm in diesem Zusammenhang auch gleich die erste Unsicherheit weg. Erkläre, wie in diesem Unternehmen ein erster Arbeitstag abläuft. Gibt es bereits To-Dos? Wer begleitet die Person durch den Tag? Wo ist der Arbeitsplatz? An wen kann sich die Person mit ihren Fragen wenden? Falls mehrere Kollegen an einem Tag im Büro anfangen, kannst du selbstverständlich alle zusammen begrüßen.

Der persönliche Ansprechpartner

Smiling Blond Businesswoman Busy at her Laptop Computer While Sitting at the Table Beside her Partner.Erinnere dich, wie dein erster Arbeitstag im neuen Job war. Die Umgebung ist neu, es gibt eine Menge neuer Menschen und dann kommt natürlich auch noch der fachliche Aspekt dazu.

Da kann es eine große Hilfe sein, wenn der neue Mitarbeiter jemanden an der Seite hat, der auch Fragen beantworten kann. Wer möchte schon – ob tatsächlich oder nur gefühlt – stören und schlimmstenfalls sogar nerven? Niemand. Ohne einen persönlichen Ansprechpartner könnte sich dein neues Teammitglied ziemlich verloren an seinem ersten Arbeitstag fühlen. Das kannst du verhindern, indem du für mindestens eine halbe Stunde eine 1:1 Betreuung sicherstellst. Da können wesentliche Fragen geklärt werden und grundlegende organisatorische Aspekte erläutert werden.

Außerdem ist es natürlich möglich, dass das neue Teammitglied, gerade am ersten Arbeitstag, noch etwas schüchtern ist und dann kannst du wesentliche Ansprechpartner vorstellen oder auch einfach nur die soziale Brücke schlagen.

Der neue Arbeitsplatz

Eine tolle Möglichkeit ist es, wenn du ein Welcome Pack bereitstellst. Dieses muss gar nichts Weltbewegendes enthalten. Einfach ein paar gebrandete Notizzettel, Stift und Co. Dann sollte auch das gesamte Arbeitsmaterial direkt bereitstehen. Dazu gehört unbedingt, dass der Computer direkt online ist und auch sonst für den neuen Kollegen eingerichtet ist. Ein erster Arbeitstag enthält in der Regel noch nicht viele eigene Aufgaben, aber es wäre schon angenehm, wenn der neue Kollege direkt loslegen kann.

Du kannst auch eine Checkliste bereitstellen, die wesentliche erste Aufgaben enthält. Falls das nicht möglich ist, muss sich ein Kollege direkt ein bis zwei Stunden lang Zeit nehmen, um beim digitalen Einstieg zu helfen. Eine neue E-Mail Adresse muss angelegt werden, die Signatur, Profile vervollständigt werden. Zumindest für Rückfragen sollte jemand da sein.

Die neuen Tools

Jede Firma und im Zweifelsfall sogar jede Abteilung arbeitet mit ihren eigenen Tools. Nimm dir Zeit, den neuen Kollegen mit Tipps und Tricks auszustatten, wie er die neuen Tools optimal für sich einsetzen kann. Zeige ihm, wie er sich im Intranet zurechtfindet, wie ihr intern und extern kommuniziert, wo er wichtige Dokumente findet und welche Quellen er für vertiefendes Wissen nutzen kann.

Ermutige den neuen Kollegen auch, Fragen zu stellen, falls etwas nicht auf den ersten Blick klar ist. Denn wer kann sich schon am ersten Arbeitstag alles merken? Die neuen Informationen dürften sehr vielfältig sein und in Summe mit den neuen Gesichtern eine echte Herausforderung. Sorge für eine Atmosphäre des Vertrauens.

Die Checkliste

Checklisten geben Menschen Orientierung. Sie können von vorne bis hinten abgearbeitet werden und nehmen die Angst, etwas zu vergessen.

Diese Checkliste gibt dem Neuen einen guten Eindruck von den Vorgängen und was ihn erwartet. Verschickst du die Liste direkt per Mail, hat er die Informationen digital und kann auch nach dem ersten Tag darauf zurückgreifen.

Die Integration

Je nachdem, wie groß das Team ist, gibt es eine Menge Kollegen kennenzulernen. Das sollte über eine Schlüsselperson im Team stattfinden. Biete eine Vorstellungsrunde an. Entferntere Kollegen wird der neue Kollege oder die neue Kollegin im Lauf der Zeit kennenlernen. Aber durch eine solche Runde ist die erste Angst im Nu verflogen.

Zeige dem Kollegen dann aber auch, wo er weitere Informationen über das Team findet und wie das Team aufgestellt ist. Ansonsten sollte nicht nur am ersten Arbeitstag die Atmosphäre greifbar sein, dass die Türen offenstehen und sich alle freuen, die neue Person kennenzulernen.

Der soziale Aspekt

Es ist sicher kein Muss, aber wenn es am ersten Arbeitstag direkt einen gemeinsamen Lunch, entweder am Arbeitsplatz oder in der Nähe, gibt, dann eröffnet das die Option, einen etwas persönlicheren Eindruck der Kollegen zu bekommen. Man kann erste Fragen stellen und vor allen Dingen auch einfach mal plaudern. Da muss es nicht nur um den Job gehen – eine vertraute Atmosphäre ist die Basis für alle weitere gute Zusammenarbeit.

Der Job an sich

Nicht nur am ersten Arbeitstag, sondern generell sollte der neue Kollege erfahren, was Teil seines Jobs ist. Natürlich weiß er das schon aus dem Arbeitsvertrag, aber es ist immer angenehm, zu wissen, was man tun soll und was genau von einem erwartet wird. Denn schließlich hat kaum jemand alle Stellenanzeigen vom Unternehmen im Kopf. Das Vorstellungsgespräch liegt auch eine Weile zurück und nun ist es wichtig, zu erfahren, was die To Dos sind. Wie detailliert das ablaufen muss, hängt natürlich auch ein Stück weit von der Position ab. Einige Jobs sind selbsterklärend, aber für manche sollte man direkt vom Vorgesetzten erfahren, was zu tun ist. So kann die Person das Unternehmen gleich optimal unterstützen.

Das Drumherum

Du als Arbeitgeber kennst deine Werte, deine Mission und deine Vision. Aber dein neuer Angestellter kann nicht wissen, wie er das in seinem neuen Job umsetzen soll. Deshalb ist es essentiell, dass du dir die Zeit nimmst und dem Neuen noch einmal Mission, Werte und Vision verdeutlichst. Gib konkrete Tipps, wie ihr miteinander umgeht, wie ihr mit Kunden und Lieferanten verfahrt. Das wird die Person auch nach dem ersten Arbeitstag noch etliche Male hören und das ist auch gut so. Bestenfalls wird eine solche Person zum Markenbotschafter deiner Werte und das ist unbezahlbare Werbung.

Erfrage auch ruhig einmal die Erwartungen, die die Person an das Unternehmen und auch an dich als Arbeitgeber hat. Das gibt Orientierung und verhindert Missverständnisse.

Feedback

Zwischendurch solltest du den Kollegen auch einmal befragen, wie der erste Tag im neuen Job auf ihn wirkt. Gibt es offene Fragen? Grundsätzliches sollte so schnell wie möglich geklärt werden und dann kann der Neue auch direkt sein Engagement zeigen. Lass diesen Prozess nicht allzu lang werden, sonst verfliegt der Enthusiasmus auch schnell wieder.

Bevor der oder die Neue das Büro am ersten Tag verlässt, kannst du auch noch einmal kurz um Feedback bitten. Wurden die Erwartungen an den Neustart erfüllt? Was fehlt noch? So kannst du leichter nachjustieren, ob deine geplante Einarbeitung zum neuen Arbeitnehmer passt. Gegebenenfalls kannst du auch noch einmal den Ablauf der ersten Arbeitswoche skizzieren. So weiß der Neue gleich, wie die weitere Einarbeitung geplant ist.

Bleib flexibel

Keine Einarbeitung ist wie die andere, denn schließlich arbeitest du mit Menschen. Nimm diesen Artikel und setze die Ideen so um, wie es zu deinem Unternehmen passt. Gestalte den Arbeitsstart so, wie es sich für dich gut anfühlt und natürlich kannst du solche Abläufe auch immer wieder verändern. Sammle Eindrücke und arbeite auch mit konkretem Feedback. Fühlten sich die Neuen am ersten Tag im neuen Job wohl? Dann hast du am ersten Arbeitstag vieles richtig gemacht. Falls das nicht der Fall war, kannst du es immer noch umstrukturieren.

Wir helfen dir gerne

Wir von Shiftbase sind angetreten, um dich mit all deinen Aufgaben in der HR bestmöglich zu unterstützen und das gilt auch für die Einarbeitung neuer Kollegen. Wir sorgen für ein reibungsloses Einarbeiten und dafür, dass auch nach dem ersten Tag alles gut läuft. Wenn das für dich interessant klingt, laden wir dich zu einer kostenlosen Demoversion ein. Und natürlich stehen wir dir auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Implementierung in dein eigenes System geht. Wir freuen uns auf dich.