7 Tips für das Arbeiten bei warmem Wetter

Hitzewelle in Deutschland! In Deutschland ist es in diesem Sommer besonders heiß. Deutschland schwitzt – und das gilt natürlich auch für Beschäftigten. Leider, sind immer noch nicht alle Büros und Geschäfte klimatisiert. Hitzefrei gibt es selbst in der Schule nicht mehr. Und, auch am Arbeitsplatz gibt es bei tropischem Klima kein Recht auf hitzefrei. Was können Sie als Arbeitgeber tun, um es den Mitarbeitern so angenehm wie möglich zu gestalten? Die Universität von Kalifornien hat berechnet, dass die ideale Temperatur in einer Büroumgebung 22 Grad Celsius beträgt. Wenn es wärmer als 25 Grad Celsius ist, verringert sich die Leistung pro Grad um sage und schreibe 2 Prozent. Bei 30 Grad bedeutet dies einen Produktivitätsverlust von 10 Prozent. In diesem Blog geben wir Ihnen einige Tipps, um die Arbeitsbedingungen so angenehm wie möglich zu gestalten.

1. Tropische Dienstplanung einstellen
Passen Sie den Dienstplan an, wenn möglich: Flexible Arbeitszeiten und Gleitzeit erlauben den Mitarbeitern dann zu arbeiten, wenn die Innentemperatur gesundheitlich noch zuträglich ist. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Mitarbeiter früher starten und mehr Pausenzeit nehmen. Aufgrund dieser Anpassung können Sie verhindern, dass Ihre Mitarbeiter im heißesten Moment oder zu lange in einer zu heißen Umgebung arbeiten.

2. Ventilatoren
Ventilatoren sorgen für Kühlung am Arbeitsplatz und können helfen, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Die Kosten für den Kauf einiger Lüfter sind zu vernachlässigen, da diese im Endeffekt zur Arbeitsproduktivität beitragen können. Mobile Klimageräte tragen dazu bei, die Temperatur in einzelnen Räumen zu senken. Auf diese Weise schaffen Sie ein angenehmes Arbeitsklima.

3. Frühmorgens lüften
Wenn möglich, Fenster und Türen öffnen. Erzeugen Sie einen frischen Luftstrom durch den Raum. An heißen Sommertagen erwärmt sich die Luft spätestens ab 10 Uhr. Deshalb sollten Sie in den frühen Morgenstunden durchlüften.

4. Sonnenschutz nutzen
Durch die Verwendung von Sonnenschutz, wird die Hitze draussen gehalten. Hierdurch wird die Temperatur deutlich verringert.

5. Bekleidungsregeln lockern
An heißen Tagen hilft ein gelockerter Dresscode. Anstatt eines schwarzen T-Shirts in weiss kommen, auf Jackett und Krawatte verzichten, kurzärmlige Hemden und Blusen, eine leichte Hose oder ein Sommerrock – all das verhindert, dass sich der Körper überhitzt. Das dürfte doch im Jahr 2019 kein Problem mehr sein.

6. Mehr trinken
Getränke wie Mineralwasser und Saftschorlen unterstützen die körpereigene Wärmeregulation. Trinken Sie kein eiskaltes Wasser. Kalte Getränke führen dazu, dass Ihre Körpertemperatur vorübergehend sinkt, und Ihr Gehirn glaubt, dass sich Ihr Körper wieder erwärmen muss. Das Ergebnis ist, dass Sie es noch wärmer haben. Es ist daher am besten, lauwarmen / warmen Tee oder Wasser zu trinken.

7. Früchte essen
An warmen Tagen schwitzen Sie mehr. Durch das Schwitzen wird die Wärme aus Ihrem Körper getrieben und kühlen Sie von innen ab. Während des Schwitzens verlieren Sie Flüssigkeit, aber auch Elektrolyte (Salze), die aufgefüllt werden müssen. Glücklicherweise gibt es genug Früchte, die diesen Feuchtigkeits- und Salzmangel wieder anfüllen können. An erster Stelle steht die Wassermelone! Aber auch Äpfel, Mango, Bananen, Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren sind hervorragende Kühlmittel und auch noch lecker. Nehmen Sie über den Tag verteilt leichte Kost statt deftiger Speisen zu sich - vermindert Magenproblemen und andere Beschwerden, die bei Hitze häufig auftreten könnten.

Keine Entschuldigung, um nicht zu arbeiten
Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) fordert für Arbeitsräume während der Nutzungsdauer eine „gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur“. Ebenso ist ein wirksamer Schutz gegen übermäßige Sonneneinstrahlung vorgeschrieben. Trotz diverser Regelungen gibt es für Beschäftigte keinen direkten Rechtsanspruch auf klimatisierte Räume oder Hitzefrei. Nach § 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist der Arbeitgeber allerdings verpflichtet, die Arbeit so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit vermieden wird und verbleibende Gefährdungen gering gehalten werden.

Was das Arbeitsschutzgesetz bei Hitze vorschreibt
Die Lufttemperatur in Arbeits- und Sozialräumen darf +26 °C nicht überschreiten.
Ist es wärmer als 26 Grad? Dann gilt dies bereits als eine zusätzliche körperliche Belastung und kostengünstige Maßnahmen können bereits viel bewirken, wie zum Beispiel:

  • Das Einrichten von Vordächern
  • Die Installation von reflektierenden Vorrichtungen an den Fenstern
  • Der Einsatz von Sonnenschutzverglasungen
  • Bepflanzungen vor Lichteinfall-Bereichen

Diese Vorschläge sind nicht mehr optional, wenn die Temperatur auf +30° C ansteigt. Das Arbeitsschutzgesetz sagt, dass die Temperatur am Arbeitsplatz in diesem Fall durch effektive Maßnahmen gesenkt werden muss. Eines der wichtigsten Elemente bei der Motivation und Bindung von Mitarbeitern ist sicherlich ein gesundes und positives Arbeitsklima.

>Nicole
Nicole
Geboren und aufgewachsen in Deutschland, reise ich seit 20 Jahren durch die "Weltgeschichte". Ich habe Hotelfachfrau gelernt und war jahrelang im Tourismus und Kundenservice unterwegs. Das kombiniere ich mich meiner jahrelangen Erfahrung im Marketing. Ich bin offen für alles und ich sage, was ich denke. Mein Motto ist:"Du lebst nur einmal. Probieren geht über studieren."