Januar-Krankenwelle: So halten Unternehmen ihre Dienstplanung stabil
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Wenn die Grippewelle in Deutschland anrollt, geraten viele Betriebe schnell an ihre Belastungsgrenze: Dienstpläne brechen weg, Ausfälle häufen sich und die Krankenwelle am Arbeitsplatz trifft oft genau dann, wenn die Nachfrage hoch ist. Besonders in Schichtbetrieben wie Gastronomie, Einzelhandel oder Pflege wird die Erkältungssaison jedes Jahr zur organisatorischen Bewährungsprobe.
Warum die Grippe- und Erkältungssaison Unternehmen besonders herausfordert
Typische Auswirkungen einer Krankenwelle
Wenn mehrere Mitarbeitende gleichzeitig ausfallen, passiert häufig Folgendes:
Schichten bleiben unbesetzt oder müssen kurzfristig verschoben werden
Arbeitsbelastung steigt, Teamstimmung sinkt
Servicequalität leidet, Wartezeiten nehmen zu
Führungskräfte verbringen mehr Zeit im „Feuerwehrmodus“ als in der eigentlichen Planung
Saisonale Krankheitsmuster in Deutschland
Die Erkältungssaison reicht typischerweise von Oktober bis März, die meisten Grippefälle fallen meist zwischen Januar und März (vgl. Daten des RKI). Typische Faktoren:
Enge Räume & viel Kundenkontakt
Winterwetter & geschwächtes Immunsystem
Post-Feiertags-Ansteckungswellen
Rechtlicher Rahmen: Was Arbeitgeber während einer Krankheitswelle beachten müssen
Krankmeldung & Attestpflicht
Beschäftigte müssen ihre Arbeitsunfähigkeit unverzüglich melden.
Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, ist ab dem vierten Tag eine ärztliche Bescheinigung nötig. Du darfst sie auch früher verlangen (§ 5 Abs. 1 EFZG).
Mit der elektronischen AU (eAU) übermittelt die Arztpraxis die Daten an die Krankenkasse, und du rufst sie dort ab.
Lohnfortzahlung & Arbeitsrecht
Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) haben Mitarbeitende Anspruch auf:
bis zu 6 Wochen Lohnfortzahlung
auch bei hoher Krankenquote im Betrieb
Ausnahmen gelten in den ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnisses (§ 3 Abs. 3 EFZG), bei selbst verschuldeter Arbeitsunfähigkeit und solange die AU-Bescheinigung fehlt (§ 7 EFZG)
Fehler, die Arbeitgeber vermeiden sollten:
Aussetzen der Lohnfortzahlung „weil alle krank sind“
Arbeitszeitgesetz: Überstunden & Grenzen
Auch in der Grippewelle gelten klare Vorgaben:
Max. 10 Stunden täglich
11 Stunden Ruhezeit zwischen Schichten
Sonn- und Feiertagsregelungen bleiben bestehen
Überlastung ist nicht nur unzulässig, sondern führt oft zu weiteren Krankheitsfällen.
Operative Herausforderungen: Wenn viele Mitarbeitende gleichzeitig krank sind
Typische Pain Points
Dienstpläne müssen mehrfach am Tag angepasst werden
Fehlende Transparenz über Kapazitäten
Unfaire Mehrbelastung einzelner Personen
Notizen, WhatsApp-Gruppen oder Excel-Dateien reichen plötzlich nicht mehr aus
Ad-hoc-Maßnahmen vs. nachhaltige Planung
Viele Betriebe improvisieren in der Erkältungssaison. Das führt langfristig zu:
Fehlbesetzungen
Frust im Team
Ungerechten Schichteinsätzen
Strategien für eine robuste Dienstplanung in der Erkältungssaison
Saisonale Szenarien einplanen
Nutze historische Daten oder Auswertungen aus Tools wie Shiftbase:
Krankenstand der Vorjahre
Wochen mit besonders hohem Kundenaufkommen
Personengruppen, die häufig Schlüsselrollen abdecken
Verfügbarkeiten & Qualifikationen aktuell halten
Wichtig für flexible Umplanung:
Wer kann welche Position übernehmen?
Wer hat Sonderqualifikationen?
Wer ist in Rufbereitschaft?
Klare Backup-Mechanismen definieren
Springer-Pools
Ad-hoc-Rufbereitschaften (mit rechtlichen Grenzen)
Vorgefertigte Notfall-Szenarien
Mitarbeitende in die Planung einbeziehen (Schichttausch)
Moderne Teams erwarten Self-Service:
Schichtanfragen
Verfügbarkeiten melden
Schichten tauschen (mit Freigabe)
Kommunikation: Der Schlüssel für weniger Frust und mehr Fairness
Transparente Regeln
Definiere:
Wann krank gemeldet werden muss
Wie schnell Ersatz gesucht wird
Wie Schichttausch funktioniert
Belastung anerkennen
Ehrliche Wertschätzung und Freizeitausgleich wirkt stärker als jede Ad-hoc-Maßnahme.
Betriebsrat & Mitbestimmung
Themen für Betriebsvereinbarungen:
Überstunden
Rufbereitschaften
Schichttausch
Dokumentation
Digitale Unterstützung
Digitale Unterstützung: Warum Tools in der Grippewelle unverzichtbar sind
Wo Excel & Zettelwirtschaft scheitern
Keine Echtzeit-Updates
Hohe Fehlerquoten
Mangelnde Transparenz
Keine automatische Arbeitszeitprüfung
Was ein Dienstplan-Tool jetzt leisten sollte
Krankmeldungen & Urlaub sofort sichtbar
Automatische Benachrichtigungen
Hinweise auf mögliche ArbZG-Verstöße
Smarte Vorschläge für Ersatzbesetzungen
Wie Shiftbase konkret hilft
Mobile App für sofortige Schichtupdates
Klare Übersicht über Krankmeldungen & Abwesenheiten
Zeiterfassung per App, Pausen nach deinen Pausenregeln
Automatische Prüfung nach dem Arbeitszeitgesetz: folgt mit dem Add-on Compliance+
Tools für Schichttausch & Kapazitätsplanung
Fazit
Die Grippewelle in Deutschland lässt sich nicht verhindern. Eine transparente, vorausschauende Dienstplanung hält Chaos, Überlastung und rechtliche Risiken aber klein. Wer saisonale Muster kennt, klare Regeln etabliert und digitale Tools nutzt, bleibt auch bei hohen Krankenständen handlungsfähig.
Häufig gestellte Fragen
Plane saisonale Puffer ein, nutze digitale Tools für Transparenz und etabliere klare Backup-Prozesse.
Ja. Das ist rechtlich zulässig, sollte aber klar kommuniziert und fair gehandhabt werden.
Priorisiere kritische Rollen, setze Springer ein und plane so, dass du Überstunden und Ruhezeiten im Dienstplan im Blick behältst, zum Beispiel in Shiftbase. Eine automatische Prüfung nach dem Arbeitszeitgesetz folgt mit dem Add-on Compliance+.
Es zeigt dir sofort, wer verfügbar ist, und macht Schichttausch schnell und transparent. In Shiftbase siehst du außerdem Konflikte mit Urlaub und Abwesenheiten schon beim Planen.
Datenanalyse + frühzeitige Planung (ab Herbst) + Reservekapazitäten + klare Verantwortlichkeiten.
Transparent, frühzeitig, mit Wertschätzung und klaren Ausgleichsregelungen.
Ja, am besten über eine Betriebsvereinbarung oder eine interne Richtlinie. In Shiftbase läuft der Tausch dann über die App, und du gibst ihn frei.
Beke schreibt für Shiftbase über Dienstplanung, Zeiterfassung und alles, was die Personalplanung leichter macht. Sie übersetzt den Alltag von Teamleitern in praktische Tipps, die sofort weiterhelfen.
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