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Januarloch? So behältst du deine Personalkosten trotz Umsatzflaute im Griff

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 13 Januar 2026
Mitarbeiter im Einzelhandel bei der Zeiterfassung am Tablet zur Senkung der Personalkosten im Januarloch.

Umsatzflaute nach Weihnachten?
Das sogenannte Januarloch trifft besonders Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie. Während Gästezahlen und Umsätze sinken, laufen Fixkosten – vor allem Personalkosten – weiter. Die gute Nachricht: Mit vorausschauender Dienstplanung, Arbeitszeitkonten und rechtssicheren Maßnahmen lässt sich das Januarloch aktiv steuern.

Was ist das Januarloch?

Das Januarloch bezeichnet das saisonale Umsatzminimum in den Wochen nach Weihnachten. Besonders betroffen sind Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie, da Konsumausgaben sinken, während Fixkosten – insbesondere Personalkosten – konstant bleiben.

Typische Auswirkungen des Januarlochs:

  • Rückgang der Kundenfrequenz
  • Niedrigere Waren- und Tischumschläge
  • Überbesetzung im Vergleich zum tatsächlichen Bedarf
  • Steigende Kostenquote trotz stabiler Löhne
Kernaussage: Das wirtschaftliche Risiko entsteht nicht durch den Umsatzrückgang selbst, sondern durch eine unflexible Personalplanung.

Die drei wirksamsten Hebel gegen das Januarloch

1️⃣ Überstunden und Resturlaub strategisch abbauen

Nach dem Weihnachtsgeschäft verfügen viele Betriebe über hohe Zeit- und Urlaubsrückstellungen. Diese binden Liquidität und erhöhen den Kostendruck.

Typische Altlasten im Januar:

Konkrete Maßnahmen:

  • Plane gezielt ruhige Tage für den Abbau von Plusstunden
  • Förder freiwilligen Urlaub im Januar durch frühzeitige Planung
  • Nutze geringere Auslastung zur Stabilisierung der Liquidität
Merksatz: Überstundenabbau im Januar reduziert Kosten, schützt Mitarbeitende vor Überlastung und verbessert die Jahresplanung.

2️⃣ Arbeitszeitkonten (AZK) als Puffer gegen Nachfrageschwankungen

Ein Arbeitszeitkonto ermöglicht es, Mehr- und Minderarbeit über einen definierten Zeitraum auszugleichen. Es ist eines der effektivsten Instrumente zur Steuerung saisonaler Schwankungen.

Vorteile von Arbeitszeitkonten:

  • Reduktion von Leerlaufkosten
  • Flexible Anpassung an Besucher- und Umsatzschwankungen
  • Planbare Verteilung von Arbeitszeit über das Jahr
Maßnahme Wirtschaftlicher Nutzen Rechtliche Voraussetzung
Überstundenabbau Senkung kurzfristiger Personalkosten AZK-Regelung erforderlich
Minusstunden Flexibilität bei geringer Auslastung Arbeits- oder Tarifvertrag
Schulungen Produktivitätssteigerung Zählt als Arbeitszeit
Urlaub Abbau von Rückstellungen Bundesurlaubsgesetz

--> Wichtig: Minusstunden sind nur zulässig, wenn sie ausdrücklich arbeits- oder tarifvertraglich geregelt sind.

3️⃣ Bedarfsorientierte Dienstplanung mit Daten statt Bauchgefühl

Ein häufiger Fehler im Januar ist es, Dienstpläne aus dem Dezember unverändert zu übernehmen. Dadurch entsteht systematische Überbesetzung.

Relevante Planungsdaten:

  • Umsatz und Besucherzahlen pro Wochentag
  • Stoßzeiten im Tagesverlauf
  • Wetter- und Eventabhängigkeiten

Digitale Workforce-Management-Lösungen wie Shiftbase unterstützen dabei, historische Daten in die Dienstplanung einzubeziehen und Personalkosten transparent zu steuern.

Rechtliche Leitplanken im Januarloch (Deutschland)

--> Arbeit auf Abruf (§ 12 TzBfG)

  • Mindestens 4 Tage Ankündigungsfrist
  • Kurzfristige Dienstabsagen bergen rechtliche Risiken

--> Annahmeverzug (§ 615 BGB)

  • Ist der Mitarbeiter arbeitsbereit, besteht Vergütungspflicht – auch ohne Beschäftigung

--> Minijobs

  • Ohne klare Vereinbarung kann eine gesetzliche Wochenarbeitszeit von 20 Stunden greifen
  • Verträge sollten Mindest- und Höchstarbeitszeiten eindeutig definieren

Rechtssichere Personalplanung schützt vor Nachzahlungen, Bußgeldern und Vertrauensverlust im Team.


Der Human Factor: Motivation trotz reduzierter Stunden

Weniger Arbeit bedeutet für Mitarbeitende oft Unsicherheit. Transparenz und Fairness sind deshalb entscheidend.

  • Transparenz: Erkläre wirtschaftliche Zusammenhänge offen
  • Weiterbildung: Nutze ruhige Zeiten für Schulungen und Prozesse
  • Wertschätzung: Zeige, dass Flexibilität keine Einbahnstraße ist

Fazit: Das Januarloch aktiv steuern

Das Januarloch ist kein Schicksal, sondern ein Steuerungsproblem. Wer Überstunden abbaut, Arbeitszeitkonten nutzt und datenbasiert plant, senkt nicht nur Kosten, sondern stärkt die Organisation langfristig.

Schlüsselbotschaft: Gute Dienstplanung im Januar legt den Grundstein für ein wirtschaftlich stabiles Jahr.

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Häufig gestellte Fragen

  • Analysiere deine POS-Daten (Point of Sale) des Vorjahres. Digitale Planungstools visualisieren diese Daten und helfen dir, Überbesetzungen proaktiv zu vermeiden.

  • Zwangsurlaub ist in Deutschland nur bei „dringenden betrieblichen Belangen“ möglich. Ein reines Umsatzminus reicht meist nicht aus. Besser: Schaffe Anreize für freiwilligen Urlaub.

  • Kommunikation ist alles. Erkläre die wirtschaftliche Lage und nutze die Zeit für Aufgaben, die im Weihnachtsgeschäft liegen geblieben sind – so bleibt die Motivation hoch.

  • Gerade wenn jeder Euro zählt, sind manuelle Fehler teuer. Digitalisierung schafft dir die nötige Transparenz, um sofort auf Umsatzschwankungen zu reagieren.

  • Führe eine „Stand-by“-Liste in deinem Dienstplan. So wissen deine Leute, dass sie eventuell gebraucht werden, haben aber durch klare Regeln Planungssicherheit.

Personaleinsatzplanung
Topic: Dienstplan

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

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