Dein Team wechselt täglich zwischen Früh-, Spät- und Nachtschichten. Am Wochenende läuft das Geschäft auf Hochtouren, und in der Saisonpause baust du Überstunden ab. Ob du ein Restaurant, ein Hotel oder ein Ladengeschäft führst: Die Verwaltung von Arbeitszeiten ist in deiner Branche komplexer als anderswo. Eine digitale Arbeitszeitkonto-App übernimmt genau diese Aufgabe. Sie erfasst Stunden automatisch, berechnet Zuschläge und gibt dir und deinen Mitarbeitenden jederzeit einen transparenten Überblick, ohne Zettelwirtschaft und ohne Fehlerquellen.
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Du betreibst ein Restaurant, einen Laden oder ein Hotel und suchst eine App, die Arbeitszeiten rechtssicher und ohne Excel-Chaos erfasst? Digitale Arbeitszeitkonto-Apps berechnen Überstunden, Teildienst-Zeiten und Nachtarbeitszuschläge automatisch. Shiftbase ist besonders für Schichtbetriebe optimiert. Alternativen sind gastromatic, Crewmeister und clockin. Ab dem Abschnitt "Anbietervergleich" findest du eine direkte Gegenüberstellung für deine Branche.
Was ist ein digitales Arbeitszeitkonto? Schnell erklärt
Ein Arbeitszeitkonto erfasst systematisch, ob deine Mitarbeitenden mehr oder weniger gearbeitet haben als vertraglich vereinbart. Plusstunden werden angesammelt, Minusstunden dokumentiert, und beides wird über einen definierten Ausgleichszeitraum, zum Beispiel ein Quartal, aufgerechnet. Eine digitale App erledigt das vollautomatisch und in Echtzeit.
Arbeitszeitkonto vs. Gleitzeitkonto: Was passt für Schichtbetriebe?
Beim Gleitzeitkonto wählen Mitarbeitende selbst, wann sie beginnen und enden. Das funktioniert gut im Büro, aber nicht in einem Restaurant oder an der Hotelrezeption. Dort legt der Betrieb die Schichten fest. Das Arbeitszeitkonto ist die passende Lösung: Es berücksichtigt Schichtmodelle, Teildienste und Mehrarbeit und gleicht alles regelkonform aus.
Warum Gastronomie, Handel und Hotellerie eine App brauchen
Keine andere Branchenkombination hat so viele gleichzeitige Anforderungen an die Zeiterfassung: Schichtbetrieb, saisonale Spitzen, Feiertags- und Nachtarbeit, branchenspezifische Tarifverträge und eine hohe Personalfluktuation. Manuelle Lösungen kommen hier schnell an ihre Grenzen.
Gastronomie: Teildienst, Nachtarbeit und saisonale Schwankungen im Griff
In der Gastronomie ist Teildienst Standard: Mitarbeitende kommen mittags zur Stoßzeit, haben eine längere Pause und kehren abends zurück. Herkömmliche Zeiterfassungstools kennen dieses Modell oft nicht. Dazu kommen Nachtarbeitszuschläge nach dem DEHOGA-Manteltarifvertrag, Wochenenddienste und saisonale Hochphasen wie Sommerterrasse oder Weihnachtsgeschäft.
Was du in der Gastronomie konkret brauchst:
- Teildienst-Erfassung mit zwei separaten Schichtblöcken pro Tag
- Automatische Berechnung von Nachtarbeitszuschlägen (ab 22 Uhr)
- Sonn- und Feiertagszuschläge nach Tarifvertrag
- Stundenkonto pro Mitarbeitendem mit Echtzeit-Saldo
- Tablet-Terminal für den Gemeinschaftseinsatz an der Theke
Praxisbeispiel:
Die Gastronomie Hufeisen, eine Gaststätte mit Biergarten und 10 bis 15 Mitarbeitenden, kennt das Problem: Schichten ändern sich kurzfristig, Minijobber verlieren den Überblick, und im stressigen Tagesgeschäft wird das Einstempeln schon mal vergessen. Seit der Einführung von Shiftbase läuft das anders. Mitarbeitende prüfen ihre Schichten jederzeit per App, ohne nachfragen zu müssen. "Ich benutze das, um meine Schichten gerade so nachzuschauen", sagt Minijobber Moritz. Für die Inhaberin brachte Shiftbase vor allem eines: Transparenz und weniger Rückfragen im Tagesgeschäft.
Einzelhandel: Samstagsarbeit, Inventur-Mehrarbeit und Tariflohn rechtssicher verwalten
Im Einzelhandel fallen Überstunden besonders häufig zu besonderen Verkaufstagen an: Adventssamstage, Black Friday, Inventurnächte. Gleichzeitig gelten Landestarifverträge mit spezifischen Regelungen zu Samstagsarbeit und Wochenstundengrenzen. Eine App muss diese Mehrarbeit automatisch dem Arbeitszeitkonto gutschreiben und Grenzwerte sichtbar machen.
Was du im Einzelhandel konkret brauchst:
- Automatische Erfassung von Samstags- und Feiertagszuschlägen
- Soll-Ist-Vergleich nach Wochenstunden (Teilzeit, Vollzeit, Minijob)
- Warnhinweis bei Annäherung an Verdienstgrenzen (Minijob: 556 Euro)
- Schnelle Schichtplanung für kurzfristig eingesprungenes Personal
- Export für Lohnabrechnung (DATEV, CSV)
Praxisbeispiel:
Die Einzelhandelskette Blokker nutzte vor Shiftbase ein System, bei dem Berichte nur mit externer Hilfe erstellt werden konnten und Dienstpläne noch auf Papier in die Filialen kamen. Heute erstellen Verkaufsleiter ihre Auswertungen selbst, Schichten werden digital kommuniziert und Rückfragen von Mitarbeitenden sind deutlich seltener geworden. Das Ergebnis: 50 % weniger Zeitaufwand bei der Dienstplanung, keine Papierzettel mehr und vollständige digitale Kontrolle über alle Standorte. "Im alten System war es sehr schwierig, selbst die richtigen Auswertungen zu erstellen", sagt Verkaufsleiter Mark Vrieze.
Hotellerie: Nachtschichten, Wochenenddienste und Saisonbetrieb strukturiert erfassen
Hotels laufen 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Rezeption, Housekeeping und Service decken unterschiedliche Schichten ab, oft mit wenig Vorlaufzeit. Dazu kommt Saisonpersonal, das nur für drei oder vier Monate eingestellt wird, und dennoch vollständig dokumentierte Arbeitszeiten braucht.
Was du in der Hotellerie konkret brauchst:
- Nachtschicht-Erfassung mit automatischer Tagesdatumsgrenze
- Flexibles Onboarding für Saisonkräfte innerhalb von Minuten
- Mehrstufige Genehmigungsworkflows für Urlaubs- und Freizeitausgleich
- Standort-übergreifende Verwaltung bei Hotelketten
- Echtzeit-Anwesenheitsübersicht für alle Abteilungen gleichzeitig
Praxisbeispiel:
Das Anthony Hotel verwaltete Verträge in Word, Personaldaten in Excel und kämpfte vor allem beim Onboarding neuer Aushilfskräfte mit manuellem Aufwand. Seit der Kombination aus Shiftbase und Personio hat sich das grundlegend geändert. Die wöchentliche Zeit für Zeiterfassung und Kontrolle sank von 3 Stunden auf 1 Stunde. Monatliche Gesamtkontrollen dauern heute nur noch 30 Minuten statt eines ganzen Arbeitstages. Talent- und Kulturmanagerin Margot van Geldere: "Der Effizienzvorteil war enorm."
Häufig gestellte Fragen
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Ein Arbeitszeitkonto erfasst die Differenz zwischen der vereinbarten Sollarbeitszeit und den tatsächlich geleisteten Stunden. In der Gastronomie ist das besonders wichtig, weil Überstunden in der Hochsaison oft im Winter durch Freizeit ausgeglichen werden. Eine App berechnet diesen Saldo automatisch, inklusive Teildiensten und Nachtarbeitszuschlägen nach Tarifvertrag.
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Nein, ein Arbeitszeitkonto ist kein gesetzliches Muss. Aber die Arbeitszeiterfassung ist es. Seit dem EuGH-Urteil 2019 und dem BAG-Urteil 2022 bist du als Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitszeiten objektiv und verlässlich zu dokumentieren. Das Arbeitszeitkonto ist eine der gängigsten und praktischsten Methoden, diese Pflicht zu erfüllen.
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Mitarbeitende öffnen die App auf ihrem Smartphone und tippen auf "Einstempeln". Alternativ nutzt du ein gemeinsames Tablet-Terminal an der Theke oder in der Umkleide: Alle stempeln sich nacheinander mit ihrer PIN oder per Fingerabdruck ein. Die Zeiten fließen automatisch ins Arbeitszeitkonto und werden in Echtzeit für HR sichtbar.
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Ja, wenn du die entsprechenden Tarifregeln in der App hinterlegst. Tools wie Shiftbase oder gastromatic erlauben es dir, Zuschlagsarten (z. B. Nacht ab 22 Uhr, Sonntag, gesetzlicher Feiertag) zu definieren. Die App erkennt automatisch, wann diese Zuschläge anfallen, und bucht sie zum Stundensaldo.
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Ja. Saisonkräfte werden wie reguläre Mitarbeitende im System angelegt, mit befristetem Beschäftigungsdatum. Für Minijobber ist das Arbeitszeitkonto besonders sinnvoll: Du siehst in Echtzeit, wie nah eine Person der Verdienstgrenze (603 Euro, Stand 2026) kommt, und kannst Schichten rechtzeitig anpassen.
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Für kleine Teams bis 20 Mitarbeitende ist Crewmeister eine einfache und günstige Einstiegslösung. Wenn du Schichtplanung, Arbeitszeitkonto und Urlaubsverwaltung in einem System willst, ist Shiftbase die stärkere Wahl. Für vollständige Payroll-Integration speziell in der Gastronomie ist gastromatic zu empfehlen.
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Mindestens 2 Jahre, bei Mindestlohn-relevanten Beschäftigungen ab dem Zeitpunkt der letzten Fälligkeit. Bei gewerblichen Betrieben, die unter das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz fallen (u. a. Gastronomie und Handel), gilt eine Aufbewahrungspflicht von 2 Jahren ab Ende des Kalenderjahres. Digitale Systeme wie Shiftbase speichern diese Daten revisionssicher und exportierbar für Betriebsprüfungen.
Gesetzliche Pflichten: Was gilt in deiner Branche?
EuGH-Urteil 2019 und BAG-Urteil 2022: Das musst du wissen
Seit dem EuGH-Urteil vom Mai 2019 (C-55/18) gilt: Du musst als Arbeitgeber ein objektives, verlässliches und zugängliches System zur Arbeitszeiterfassung einsetzen. Das BAG-Urteil von September 2022 bekräftigte, dass diese Pflicht bereits unmittelbar aus dem deutschen Arbeitsschutzgesetz gilt. Eine Arbeitszeitkonto-App wie Shiftbase erfüllt alle diese Anforderungen.
DEHOGA-Tarifvertrag: Besonderheiten für die Gastronomie
Im Gastgewerbe gelten eigene Regelungen zu Mehrarbeit, Teildienst und Ruhezeiten. Der DEHOGA-Rahmentarifvertrag sieht unter anderem vor, dass zwischen zwei Schichten eine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden liegt. Teildienste müssen als solche kenntlich gemacht werden. Deine App muss diese branchenspezifischen Regeln kennen und automatisch darauf prüfen.
Tarifverträge im Einzelhandel: Was Arbeitgeber beachten müssen
Im Einzelhandel regeln Flächentarifverträge auf Landesebene die Wochenstundengrenzen, Zuschläge für Spät- und Samstagsarbeit sowie Urlaubsansprüche. Diese variieren je nach Bundesland. Eine flexible App erlaubt es dir, branchenspezifische Regeln zu hinterlegen und automatisch anzuwenden, ohne manuelle Korrekturen in der Lohnabrechnung.
Excel vs. digitale App: Ein ehrlicher Vergleich
| Funktion | Excel-Vorlage | Digitale App (z. B. Shiftbase) |
|---|---|---|
| Überstunden automatisch berechnen | Manuell | Automatisch |
| Teildienst-Erfassung | Schwierig | Integriert |
| Nachtarbeitszuschläge | Nicht integriert | Automatisch nach Tarifvertrag |
| Mobil nutzbar (iOS & Android) | Nein | Ja |
| Tablet-Terminal für Gastronomie | Nein | Ja |
| DSGVO-konform | Unklar | Ja |
| Export für DATEV / Lohnbuchhaltung | Kompliziert | Direkte Schnittstelle |
| Saisonkräfte schnell einrichten | Aufwendig | In Minuten |
| Gesetzliche Pausenprüfung | Nicht integriert | Automatisch |
So richtest du ein Arbeitszeitkonto in 4 Schritten ein
Schritt 1: Branchenanforderungen definieren
Kläre, welche Schichtmodelle du nutzt, ob Teildienste vorkommen, welche Tarifverträge gelten und welche Integrationen du brauchst (Kasse, DATEV, HR-System).
Schritt 2: Tool auswählen und konfigurieren
Richte Arbeitszeitmodelle, Pausenregeln und Zuschlagsarten in der App ein. Lege Ausgleichszeiträume für das Arbeitszeitkonto fest.
Schritt 3: Mitarbeitende onboarden
Erkläre, wie das Ein- und Ausstempeln funktioniert (App oder Terminal) und wo Mitarbeitende ihr eigenes Stundenkonto einsehen können.
Schritt 4: Konto laufend auswerten
Nutze die Reporting-Funktionen, um Überstunden frühzeitig zu erkennen, Ausgleichszeiträume zu planen und Personalkosten im Blick zu behalten.
- Einfaches Ein- und Ausstempeln
- Automatische Berechnung von Boni
- Verknüpfung mit der Lohnbuchhaltung
Häufig gestellte Fragen
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Ein Arbeitszeitkonto erfasst die Differenz zwischen der vereinbarten Sollarbeitszeit und den tatsächlich geleisteten Stunden. In der Gastronomie ist das besonders wichtig, weil Überstunden in der Hochsaison oft im Winter durch Freizeit ausgeglichen werden. Eine App berechnet diesen Saldo automatisch, inklusive Teildiensten und Nachtarbeitszuschlägen nach Tarifvertrag.
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Nein, ein Arbeitszeitkonto ist kein gesetzliches Muss. Aber die Arbeitszeiterfassung ist es. Seit dem EuGH-Urteil 2019 und dem BAG-Urteil 2022 bist du als Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitszeiten objektiv und verlässlich zu dokumentieren. Das Arbeitszeitkonto ist eine der gängigsten und praktischsten Methoden, diese Pflicht zu erfüllen.
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Mitarbeitende öffnen die App auf ihrem Smartphone und tippen auf "Einstempeln". Alternativ nutzt du ein gemeinsames Tablet-Terminal an der Theke oder in der Umkleide: Alle stempeln sich nacheinander mit ihrer PIN oder per Fingerabdruck ein. Die Zeiten fließen automatisch ins Arbeitszeitkonto und werden in Echtzeit für HR sichtbar.
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Ja, wenn du die entsprechenden Tarifregeln in der App hinterlegst. Tools wie Shiftbase oder gastromatic erlauben es dir, Zuschlagsarten (z. B. Nacht ab 22 Uhr, Sonntag, gesetzlicher Feiertag) zu definieren. Die App erkennt automatisch, wann diese Zuschläge anfallen, und bucht sie zum Stundensaldo.
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Ja. Saisonkräfte werden wie reguläre Mitarbeitende im System angelegt, mit befristetem Beschäftigungsdatum. Für Minijobber ist das Arbeitszeitkonto besonders sinnvoll: Du siehst in Echtzeit, wie nah eine Person der Verdienstgrenze (603 Euro, Stand 2026) kommt, und kannst Schichten rechtzeitig anpassen.
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Für kleine Teams bis 20 Mitarbeitende ist Crewmeister eine einfache und günstige Einstiegslösung. Wenn du Schichtplanung, Arbeitszeitkonto und Urlaubsverwaltung in einem System willst, ist Shiftbase die stärkere Wahl. Für vollständige Payroll-Integration speziell in der Gastronomie ist gastromatic zu empfehlen.
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Mindestens 2 Jahre, bei Mindestlohn-relevanten Beschäftigungen ab dem Zeitpunkt der letzten Fälligkeit. Bei gewerblichen Betrieben, die unter das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz fallen (u. a. Gastronomie und Handel), gilt eine Aufbewahrungspflicht von 2 Jahren ab Ende des Kalenderjahres. Digitale Systeme wie Shiftbase speichern diese Daten revisionssicher und exportierbar für Betriebsprüfungen.

