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Arbeitszeitkonto: Plusstunden rechtssicher & ohne Risiko verwalten

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 19 Dezember 2025
In ChatGPT zusammenfassen
Wen sind Arbeitszeitkonten sinnvoll: Ein Arbeitgeber zeigt auf einen Monitor, der das Arbeitszeitkonto-Dashboard anzeigt, während er einem Mitarbeiter die Details erklärt.

Inhaltsverzeichnis

Schwankende Auftragslagen, kurzfristige Personaleinsätze und gesetzliche Vorgaben stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen in der Arbeitszeitplanung. Ein Arbeitszeitkonto hilft Arbeitgebern dabei, Plusstunden und Minusstunden systematisch zu erfassen und Arbeitszeiten flexibel auszugleichen. Voraussetzung ist eine klare Regelung, transparente Dokumentation und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Grenzen.

    • Ein Arbeitszeitkonto erfasst die Differenz zwischen Soll-Arbeitszeit und Ist-Arbeitszeit.
    • Plusstunden und Minusstunden werden zeitlich gesammelt und später ausgeglichen.
    • Ein Arbeitszeitkonto ist freiwillig, aber nur mit klarer Regelung zulässig.
    • Rechtliche Grundlagen sind insbesondere das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) sowie Tarif- und Betriebsvereinbarungen.
    • Plusstunden dürfen nur innerhalb festgelegter Grenzen aufgebaut werden.
    • Minusstunden sind nur zulässig, wenn sie vertraglich vereinbart und nicht arbeitgeberseitig verursacht sind.
    • Digitale Zeiterfassung reduziert Fehler, Aufwand und rechtliche Risiken.

Was ist ein Arbeitszeitkonto?

Ein Arbeitszeitkonto ist ein Instrument der Arbeitszeitflexibilisierung. Es vergleicht die tatsächlich geleistete Arbeitszeit mit der vertraglich vereinbarten Soll-Arbeitszeit. Abweichungen werden als Zeitguthaben (Plusstunden) oder Zeitschulden (Minusstunden) dokumentiert.

Definition: Ein Arbeitszeitkonto speichert Zeitabweichungen, nicht Geld. Der Ausgleich erfolgt durch Freizeit oder zusätzliche Arbeit innerhalb eines festgelegten Zeitraums.

Kurz erklärt: Bedeutung für Arbeitgeber

  • Flexibler Ausgleich von Mehr- und Minderarbeit
  • Bessere Planbarkeit von Personalressourcen
  • Reduzierung von Überstundenkosten
  • Transparente Nachvollziehbarkeit für Mitarbeitende

Arbeitszeitkonto vs. Überstunden

Merkmal Arbeitszeitkonto Überstunden
Zweck Flexibler zeitlicher Ausgleich Zusätzliche Arbeitsleistung
Vergütung In der Regel Freizeit Vergütung oder Freizeitausgleich
Zeithorizont Mittel- bis langfristig Kurzfristig
Dokumentation Pflicht Pflicht


Welche Arten von Arbeitszeitkonten gibt es?

--> Kurzfristiges Arbeitszeitkonto

  • Ausgleich innerhalb weniger Wochen oder Monate
  • Typisch in Handel, Gastronomie und Dienstleistung
  • Beispiel: Ausgleich innerhalb von 3 oder 6 Monaten

--> Langzeit- oder Lebensarbeitszeitkonto

  • Langfristige Ansparung von Arbeitszeit oder Entgelt
  • Einsatz für Sabbaticals, Pflegezeiten oder Vorruhestand
  • Strengere rechtliche und steuerliche Anforderungen

Wie funktioniert ein Arbeitszeitkonto in der Praxis?

➕/➖ Entstehung von Plus- und Minusstunden

Beispiel: Vertraglich vereinbart sind 40 Wochenstunden. Leistet ein Mitarbeitender 42 Stunden, entstehen 2 Plusstunden. Leistet er 38 Stunden, entstehen 2 Minusstunden.

Der Arbeitszeitrechner ermöglicht es Ihnen, Ihre tägliche Arbeitszeit basierend auf Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausendauer zu kalkulieren. 

 


☯️ Ausgleichsmechanismen

  • Freizeitausgleich (z. B. ganzer oder halber Tag)
  • Verkürzte Arbeitstage
  • Ausgleich durch spätere Mehrarbeit

Gerade zum Jahresende stellt sich für viele Arbeitgeber die Frage, was mit offenen Minusstunden passieren darf – und was nicht. In unserem Jahresende-Guide erfahren Sie, wie Minusstunden rechtssicher behandelt werden und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Rechtlicher Rahmen für Arbeitszeitkonten

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

  • Maximal 8 Stunden pro Werktag
  • Bis zu 10 Stunden möglich, wenn innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen ausgeglichen wird
  • Mindestruhezeit von 11 Stunden

Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen

Diese können festlegen:

  • Maximale Plusstunden (z. B. 40 oder 80 Stunden)
  • Verpflichtende Ausgleichsfristen
  • Sonderregelungen für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit

Arbeitsvertragliche Mindestanforderungen

  • Klare Definition des Arbeitszeitkontos
  • Höchstgrenzen für Plus- und Minusstunden
  • Regelung für Kündigungsfälle
ℹ️ Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar.

Typische Risiken ohne klare Regelung

  • Unzulässiger Aufbau von Minusstunden
  • Verstöße gegen Höchstarbeitszeiten
  • Fehlende Nachweise bei Prüfungen
  • Konflikte bei Kündigungen

Branchen, in denen Arbeitszeitkonten besonders sinnvoll sind

  • Gastronomie & Hotellerie: Ausgleich von Wochenend- und Saisonspitzen bei gleichzeitiger Kostensenkung.
  • Einzelhandel: Flexible Einsatzplanung bei Aktionszeiträumen und verlängerten Öffnungszeiten.
  • Pflege & Gesundheitswesen: Rechtssichere Dokumentation von Mehrarbeit bei Schicht- und Wechseldiensten.
  • Produktion & Industrie: Abfederung von Auftragsspitzen ohne dauerhafte Überstunden.

Arbeitszeitkonten digital verwalten mit Shiftbase

Digitale Systeme wie Shiftbase unterstützen Arbeitgeber bei der rechtssicheren Umsetzung:


Häufig gestellte Fragen

  • Nein. Ein Arbeitszeitkonto ist freiwillig. Entscheidet sich ein Arbeitgeber dafür, muss es jedoch klar geregelt und gesetzeskonform umgesetzt werden.

  • Plusstunden müssen in der Regel durch Freizeit ausgeglichen oder ausbezahlt werden. Die genaue Regelung ergibt sich aus Vertrag oder Betriebsvereinbarung.

  • Nein. Minusstunden dürfen nicht einseitig durch den Arbeitgeber verursacht werden, etwa durch fehlende Einsatzplanung.

  • Durch klare vertragliche Regelungen, regelmäßige Kontrolle und den Einsatz digitaler Zeiterfassungssysteme.

Zeiterfassung

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

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