In der Industrie läuft der Betrieb oft rund um die Uhr – doch die gerechte Verteilung von Schichten bleibt eine der größten Herausforderungen für Personalverantwortliche. Das 6/4-Schichtmodell bringt Struktur, reduziert Ausfälle und sorgt für zufriedene Mitarbeitende.
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- Das 6/4-Schichtmodell besteht aus 6 Arbeitstagen und 4 freien Tagen – ideal für 24/7-Betriebe wie Industrie, Logistik und Pflege.
- Es ermöglicht kontinuierliche Produktion bei gleichzeitig geregelten Erholungsphasen.
- Unternehmen profitieren von Planungssicherheit, gerechter Schichtverteilung und geringerem Krankenstand.
- Mitarbeitende schätzen die klare Struktur und die längeren zusammenhängenden Freizeiten.
- Die Planung muss das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) beachten: max. 10 Stunden täglich, mind. 11 Stunden Ruhezeit.
- Das Modell ist besonders geeignet für Betriebe mit kontinuierlichen Prozessen und hohem Personalbedarf.
Was ist das 6/4-Schichtmodell?
Das 6/4-Schichtmodell ist ein Rotationssystem, bei dem Mitarbeitende sechs Tage am Stück arbeiten und anschließend vier Tage frei haben. Der Zyklus wiederholt sich kontinuierlich und gewährleistet, dass Betriebsprozesse rund um die Uhr abgedeckt sind – ohne dass einzelne Mitarbeitende dauerhaft Nachtschichten übernehmen müssen.
Dieses Modell wird besonders in 24/7-Betrieben eingesetzt, z. B.:
- Industrie und Fertigung: z. B. Automobil-, Chemie- und Maschinenbauwerke
- Logistik und Transport: z. B. Verteilzentren, Häfen oder Luftfracht
- Pflege und Gesundheit: z. B. Krankenhäuser, Pflegeheime und Notdienste
Wie funktioniert das 6/4-Schichtsystem in der Praxis?
Das 6/4-Modell teilt die Belegschaft meist in vier Schichtgruppen (A–D) auf, die in einem festen Rhythmus rotieren. Ein typischer Ablauf:
| Schichtgruppe | Arbeitstage | Freitage |
|---|---|---|
| A | 6 Tage Frühschicht | 4 Tage frei |
| B | 6 Tage Spätschicht | 4 Tage frei |
| C | 6 Tage Nachtschicht | 4 Tage frei |
| D | Frei | – |
Nach jedem Zyklus wechseln die Gruppen zur nächsten Schichtart. So wird jede Schicht gleichmäßig verteilt und die Belastung durch Nacht- oder Wochenendarbeit gerecht geteilt.
Vorteile des 6/4-Schichtmodells für Arbeitgeber und Mitarbeitende
Für Arbeitgeber
- Optimale Maschinenauslastung: Keine Produktionslücken durch freie Tage.
- Planungssicherheit: Wiederkehrende Rhythmen erleichtern Urlaubs- und Kapazitätsplanung.
- Weniger Fehlzeiten: Geregelte Pausenzyklen fördern die Gesundheit der Mitarbeitenden.
- Rechtssicherheit: Leicht in Einklang mit dem Arbeitszeitgesetz zu bringen.
Für Mitarbeitende
- Klare Erholungsphasen: Nach sechs Arbeitstagen folgen vier freie Tage – besser als klassische 5-Tage-Woche bei Schichtarbeit.
- Transparente Planung: Wiederkehrender Rhythmus erleichtert Freizeitgestaltung.
- Fairness: Gerechter Wechsel von Früh-, Spät- und Nachtschichten.
Laut Statista arbeiten rund 15 % aller Beschäftigten in Deutschland regelmäßig im Schichtdienst. Modelle mit längeren Freizeitrhythmen, wie das 6/4-System, gelten dabei als besonders mitarbeiterfreundlich.
Herausforderungen und Grenzen
- Hoher Planungsaufwand: Besonders bei Krankheit oder kurzfristigem Tausch.
- Erhöhter Koordinationsbedarf: Kommunikation zwischen Teams ist entscheidend.
- Urlaubsplanung: Muss frühzeitig abgestimmt werden, um den Zyklus nicht zu stören.
- Ermüdung: Sechs Arbeitstage in Folge können je nach Tätigkeit körperlich fordernd sein.
--> Shiftbase-Lösung: Das System erkennt automatisch freie Kapazitäten, bietet Schichttausch-Anfragen im Self-Service und sendet Benachrichtigungen bei kurzfristigen Änderungen.
Was sind die rechtliche Rahmenbedingungen?
Die rechtliche Grundlage für Schichtarbeit in Deutschland bildet das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Wichtige Punkte für das 6/4-Modell:
- § 3 ArbZG – Arbeitszeitgrenzen: Maximal 8 Stunden pro Tag, erweiterbar auf 10 Stunden, wenn im 6-Monats-Zeitraum ein Ausgleich erfolgt.
- § 5 ArbZG – Ruhezeiten: Mindestens 11 Stunden ununterbrochene Ruhezeit zwischen zwei Schichten.
- § 6 ArbZG – Nacht- und Schichtarbeit: Arbeitgeber müssen die gesundheitlichen Belastungen von Schichtarbeit berücksichtigen.
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In der Regel zwischen 8 und 10 Stunden, je nach Tarifvertrag.
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Durch digitale Zeiterfassung – z. B. mit Shiftbase, das automatische Warnungen bei Gesetzesverstößen gibt.
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Nur bedingt. In der Pflege oder Logistik sind angepasste Modelle mit verkürzten Zyklen üblich.
📌Der Arbeitszeitrechner ermöglicht es Ihnen, Ihre tägliche Arbeitszeit basierend auf Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausendauer zu kalkulieren.
Praxistipp für HR-Manager: Planung & Workflow
- Mitarbeitende in vier Gruppen (A–D) einteilen.
- Zyklus festlegen: 6 Arbeitstage / 4 Freitage.
- Ruhezeiten und Wochenarbeitszeitgrenzen prüfen.
- Schichtkalender im Shiftbase-Tool erstellen und automatisch rotieren lassen.
- Berichte exportieren – z. B. für Lohnbuchhaltung oder Betriebsrat.
Effiziente Umsetzung mit digitaler Schichtplanung mit Shiftbase
- Automatische Schichtrotation nach dem 6/4-Prinzip
- Echtzeit-Zeiterfassung für Plusstunden, Krankheit und Abwesenheit
- Warnsystem bei Gesetzesverstößen (Ruhezeiten, Wochenarbeitszeit)
- Self-Service-Portal für Mitarbeitende: Schichttausch, Urlaubsanträge, Verfügbarkeiten
- Integration mit Lohn- und ERP-Systemen
--> Shiftbase-Tipp: Erfahre im Help Center, wie du Schichten automatisch erstellst und Ruhezeiten einhältst.
Fazit: Struktur, Fairness und Effizienz für moderne Schichtarbeit
Das 6/4-Schichtmodell ist ein durchdachtes Arbeitszeitmodell für Unternehmen, die auf kontinuierliche Produktion oder Versorgung angewiesen sind. Es kombiniert betriebliche Effizienz mit gesundheitsbewusster Personalplanung – und schafft so eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Mitarbeitende.
Mit einer digitalen Schichtplanungslösung wie Shiftbase lassen sich komplexe Rotationssysteme einfach umsetzen, gesetzeskonform dokumentieren und transparent kommunizieren. Fragen Sie jetzt kostenlos einen Demo an! 🚀
So bleibt der Fokus dort, wo er hingehört: auf Produktivität, Zufriedenheit und nachhaltiger Mitarbeiterbindung.
Häufig gestellte Fragen
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Überall dort, wo rund um die Uhr gearbeitet wird – z. B. in Produktion, Logistik oder Pflege. Es löst das Problem ständiger Schichtlücken und Überstundenhäufung.
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HR-Teams profitieren von besserer Auslastung, weniger Krankheitsausfällen und klaren Rotationsplänen, die Stress in der Planung reduzieren.
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Viele Personalplaner fürchten Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz. Laut ArbZG gilt: max. 10 Stunden Arbeit, mind. 11 Stunden Ruhezeit.
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Kurzfristige Schichttausche und Überstunden sind oft ein Chaosfaktor. Mit Shiftbase werden Zeiten automatisch erfasst und Abweichungen sofort sichtbar – kein manuelles Nachrechnen mehr.
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Sechs Tage am Stück können anstrengend sein – aber durch vier freie Tage und geregelte Rotationen bleibt das Modell gesundheitsverträglich und fördert die Work-Life-Balance.

