Would you like to view this website in another language?

Stressfreie Schichtplanung

Verfolge Arbeitszeiten und Abwesenheiten an einem Ort

Benutzerfreundliche Software

Ideal für 10 bis 500 Mitarbeitende

Kostenloses Onboarding und Support

6-Tage-Woche: Arbeitszeitmodell & rechtliche Grundlagen

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 10 November 2025
In ChatGPT zusammenfassen
Das Bild zeigt eine Präsentation, in der der Plan für die Sechs-Tage-Woche im Unternehmen vorgestellt wird. An einem Tisch sitzen mehrere Personen, darunter auch Holger Schäfer, die aufmerksam den Vorschlägen zur Arbeitszeitgestaltung und den möglichen Auswirkungen auf die Work-Life-Balance zuhören.

Inhaltsverzeichnis

Die 6-Tage-Woche gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung – vor allem in Branchen, die auch am Wochenende stark ausgelastet sind. Viele Arbeitgeber fragen sich: Wie lässt sich eine 6-Tage-Woche gesetzeskonform und fair gestalten – ohne Überlastung oder Chaos im Dienstplan?

    • Die 6-Tage-Woche ist in Deutschland rechtlich zulässig, erfordert aber eine sorgfältige Planung von Ruhezeiten und Schichten nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG).
    • Für Branchen mit Wochenendbetrieb wie Gastronomie, Einzelhandel oder Pflege bietet sie mehr Flexibilität und Personalabdeckung, während Wissensbranchen zunehmend auf die 4-Tage-Woche setzen.
    • Die Work-Life-Balance leidet bei längeren Wochen tendenziell, weshalb gerechte Dienstverteilung und digitale Kontrolle entscheidend sind.
    • Die Zukunft liegt in hybriden Arbeitszeitmodellen, die Effizienz, Mitarbeiterwohl und betriebliche Anforderungen ausgleichen.

Rechtliche Grundlagen der 6-Tage-Woche in Deutschland

⚖️ Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

  • Nach § 3 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) dürfen Beschäftigte maximal 8 Stunden pro Tag an 6 Tagen pro Woche arbeiten – also bis zu 48 Stunden wöchentlich.
  • Ein vorübergehender Anstieg auf 10 Stunden täglich ist zulässig, wenn im Ausgleichszeitraum von sechs Monaten wieder ein Durchschnitt von 8 Stunden erreicht wird.

⚖️ Ruhezeiten und Ruhetage

  • Nach § 5 ArbZG sind 11 Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitstagen Pflicht.
  • Sonntagsarbeit ist grundsätzlich verboten (§ 9 ArbZG), jedoch gibt es Ausnahmen für Gastronomie, Pflege, Verkehr und Medien. Ersatzruhetage müssen dann innerhalb von zwei Wochen gewährt werden.

⚖️ Tarifverträge und branchenspezifische Regelungen

  • Viele Tarifverträge – z. B. im Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe oder Gesundheitswesen – erlauben flexible Modelle mit 6 Arbeitstagen, solange die Gesamtarbeitszeit und Ruhezeiten eingehalten werden.
  • Personalverantwortliche sollten daher stets den einschlägigen Tarifvertrag prüfen.

📌Der Arbeitszeitrechner ermöglicht es Ihnen, Ihre tägliche Arbeitszeit basierend auf Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausendauer zu kalkulieren. 

 
 

Branchenbeispiele aus der Praxis

🏨 Hotellerie & Gastronomie

In der Gastronomie ist die 6-Tage-Woche Standard, besonders in Spitzenzeiten. Mitarbeitende arbeiten z. B. 6 Tage à 6 Stunden, um Abend- und Wochenendschichten gleichmäßig zu verteilen.

Praxis-Tipp: Mit Shiftbase können Dienstpläne automatisch an Stoßzeiten angepasst werden – etwa an Feiertagswochenenden oder Events.

🛒 Einzelhandel

Im Einzelhandel ermöglicht eine 6-Tage-Woche, Samstage als regulären Arbeitstag einzuplanen, ohne das Wochenlimit zu überschreiten.

Hier helfen digitale Zeiterfassungssysteme, um Arbeitszeiten pro Filiale zu vergleichen und Personalbedarf zu prognostizieren.

🏭 Produktion

Produktionsbetriebe mit Schichtsystemen profitieren von der 6-Tage-Woche durch gleichmäßige Maschinenauslastung.

Eine automatisierte Schichtplanung senkt Stillstandskosten und vereinfacht Schichtübergaben.

🩺 Pflege & Gesundheitswesen

In Pflegeeinrichtungen sind Wochenenddienste unvermeidbar. Wichtig ist, die Belastung gerecht zu verteilen – etwa durch rotierende Wochenendpläne, die mit einem WFM-Tool einfach visualisiert werden können.

Vorteile und Herausforderungen der 6-Tage-Woche

Vorteile für Arbeitgeber

  • Flexible Personalverteilung bei Wochenendarbeit
  • Konstante Produktivität durch kürzere Schichten
  • Bessere Reaktionsfähigkeit bei Krankheitsfällen oder Engpässen

Herausforderungen

  • Erhöhte Belastung der Mitarbeitenden
  • Komplexe Planung von Ruhezeiten und Ausgleichstagen
  • Erhöhter Dokumentationsaufwand

 Welches Modell löst welche Probleme?

6-Tage-Woche vs. 5-Tage-Woche vs. 4-Tage-Woche

 Kriterium 6-Tage-Woche 5-Tage-Woche (Standardmodell) 4-Tage-Woche (modernes Modell)
Abdeckung von Wochenendarbeit & Stoßzeiten Sehr gute Abdeckung – ideal für Gastronomie, Einzelhandel, Pflege und Produktion. Eingeschränkte Abdeckung – Wochenendarbeit oft durch Überstunden. Geringere Abdeckung – setzt hohe Effizienz pro Tag voraus.
Work-Life-Balance der Mitarbeitenden Herausfordernd – mehr Arbeitstage, weniger Regeneration. Ausgewogen – 2 freie Tage fördern Erholung. Sehr gut – längere Freizeitblöcke erhöhen Zufriedenheit.
Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (ArbZG, Ruhezeiten) Erfordert sorgfältige Planung und digitale Kontrolle. Gut kontrollierbar, geringer Verwaltungsaufwand. Einfach einzuhalten – weniger Arbeitstage, geringeres Risiko.
Produktivität & Effizienz pro Tag Gleichmäßig verteilt, konstante Auslastung. Stabil, planbar. Sehr hoch – Mitarbeitende arbeiten fokussierter bei längeren Tagen.
Planungsaufwand für HR / Personalabteilung Hoch – viele Schichten, Ruhezeiten & Ersatzruhetage beachten. Mittel – etablierte Strukturen, wenig Koordinationsaufwand. Mittel bis hoch – neue Modelle erfordern Anpassung der Prozesse.
Überstunden- & Ermüdungsrisiko Hoch – längere Wochen, höhere Belastung. Mittel – Ausgleich über freie Wochenenden. Niedrig – geringere Wochenstunden, planbare Pausen.
Einsatzgebiete / Branchenbezug Gastronomie, Pflege, Einzelhandel, Produktion. Verwaltung, Büro, Handwerk, Bildung. IT, Agenturen, Wissensarbeit, Start-ups.
Akzeptanz bei Mitarbeitenden Akzeptanz nur bei gerechter Schichtverteilung. Hohe Akzeptanz – etabliertes Modell. Sehr hohe Akzeptanz – Wunsch vieler Fachkräfte laut Bundesagentur für Arbeit.

💡2025 – 2030-Prognose
Deutsche Unternehmen werden künftig vermehrt hybride Arbeitszeitmodelle einsetzen. Branchen mit Kundenverkehr (z. B. Gastronomie, Pflege) bleiben bei flexiblen 6-Tage-Systemen, während wissensbasierte Branchen die 4-Tage-Woche als Vorteil im Recruiting nutzen.

Praktische Tipps für HR-Manager

  • Gesetzliche Grenzen prüfen: Nutzen Sie aktuelle Vorgaben aus dem Arbeitszeitgesetz.
  • Dienstplanung digitalisieren: Automatisierte Tools helfen, Ruhezeiten und Ersatzruhetage einzuhalten.
  • Mitarbeiterbeteiligung fördern: Schichtpräferenzen abfragen, um Akzeptanz zu erhöhen.
  • Leistungskennzahlen analysieren: Tracking von Produktivität, Fehlzeiten und Überstunden in einem Dashboard.
  • Flexibilität sichern: Modelle regelmäßig evaluieren – z. B. Pilotprojekte für 4-Tage-Woche in einzelnen Abteilungen.

So setzen Sie die 6-Tage-Woche praktisch um

1️⃣ Arbeitszeitmodell definieren

  • Festlegen, ob feste oder variable Schichten gelten.
  • Tarifliche Vorgaben und betriebliche Absprachen prüfen.
  • Mitarbeitende frühzeitig einbinden (Transparenz schafft Akzeptanz).

2️⃣ Dienstplanung automatisieren

Ein typischer Workflow:

  • Wöchentliche Schichten im Kalender anlegen.
  • Ruhezeitenregeln aktivieren.
  • Mitarbeitenden Verfügbarkeiten erfassen.

3️⃣ Zeitkonten überwachen

Plus- und Minusstunden lassen sich mit digitaler Zeiterfassung leicht nachvollziehen – wichtig für faire Vergütung und Arbeitszeitausgleich.

4️⃣ Kommunikation stärken

Regelmäßige Feedbackgespräche verhindern Überlastung.

Tipp: HR sollte im Monatsrhythmus eine Workload-Analyse durchführen (z. B. über Shiftbase-Reports).

💡2025 Forecast: Zukunft der 6-Tage-Woche
Laut aktuellen HR-Trends (basierend auf Datenauswertungen von Plattformen wie Statista und LinkedIn Talent Insights) wird sich die flexible 6-Tage-Woche bis 2030 stärker durchsetzen – nicht als Zwangsmodell, sondern als hybride Option für Branchen mit wechselnder Nachfrage.

Unternehmen, die KI-basierte Personaleinsatzplanung nutzen, können bis zu 20 % effizienter planen, bei gleichzeitig sinkender Überlastungsquote der Mitarbeitenden.

Häufige Fehler & rechtliche Stolperfallen

  • Ruhezeiten unter 11 Stunden
  • Fehlende Ersatzruhetage bei Sonntagsarbeit
  • Keine Arbeitszeiterfassung (Bußgeldrisiko)
  • Ungenaue Teilzeitabsprachen
  • Ungleichmäßige Schichtverteilung ohne Ausgleich

--> Praxis-Tipp: Nutzen Sie digitale Auswertungen, um Verstöße frühzeitig zu erkennen.

Digitale Unterstützung: 6-Tage-Woche mit Shiftbase planen

  • Warnhinweise bei Verstößen gegen Ruhezeiten
  • Automatische Berechnung von Soll- und Ist-Zeiten
  • Übersichtliche Monatsberichte für Lohnabrechnung und HR
  • Einfache Anpassung bei kurzfristigen Schichtwechseln

Häufig gestellte Fragen

  • Ja, solange die tägliche Arbeitszeit im Durchschnitt 8 Stunden (max. 10) nicht überschreitet (§ 3 ArbZG).

  • Ja, vor allem in Gastronomie, Pflege, Logistik und Produktion.

  • Maximal 48 Stunden, bei Ausgleich bis zu 60 Stunden möglich.

  • Arbeitszeiten, Pausen, Überstunden und Ruhezeiten – digital empfohlen.

  • Digitale Lösungen wie Shiftbase erleichtern Schichtplanung, Zeiterfassung und Reporting.

  • Durch automatische Ausgleichsregelungen und frühzeitige Kapazitätsplanung.

  • Sie ist verboten, außer bei branchenspezifischen Ausnahmen – Ersatzruhetage sind Pflicht.

Personaleinsatzplanung
Topic: Dienstplan

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

Disclaimer

Bitte beachte, dass die Informationen auf unserer Website für allgemeine Informationszwecke gedacht sind und keine verbindliche Beratung darstellen. Die Informationen auf unserer Website können nicht als Ersatz für eine rechtliche und verbindliche Beratung in einer bestimmten Situation angesehen werden. Trotz unserer Recherchen übernehmen wir keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen auf unserer Website. Wir haften nicht für Schäden oder Verluste, die durch die Nutzung der Informationen auf unserer Website entstehen.

Behalte die Zeit mit präziser Zeiterfassung

14 Tage Testversion, kostenloser Support

  • Stemple per App oder Stechuhr
  • Gewinne Einblick in deine Lohnkosten
  • Umfangreiche Berichtsmöglichkeiten
Use Shiftbase on mobile