Das Arbeitszeugnis entschlüsseln: So geht's!

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 28 Februar 2024
Foto eines Arbeitnehmers der ein Arbeitszeugnis liest

Ein Arbeitszeugnis ist mehr als nur Buchstaben auf Papier – es reflektiert Ihre Leistungen, Erfolge und Beziehungen im Berufsleben und ist essentiell für Ihre Bewerbungen. Dieser Artikel klärt Sie über alles Wichtige zum Thema 'Arbeitszeugnis' auf: von der richtigen Formulierung bis hin zu Fristen und Beurteilungskriterien. Entdecken Sie, wie Sie ein perfektes Arbeitszeugnis erhalten und was zu tun ist, wenn es Ihre Erwartungen nicht erfüllt.

Was ist ein Arbeitszeugnis?

Ein Arbeitszeugnis ist ein wichtiges Dokument, das Arbeitnehmern von ihrem Arbeitgeber ausgehändigt wird. Es beurteilt die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers während des Arbeitsverhältnisses. In Deutschland haben Arbeitnehmer gemäß dem Arbeitsrecht einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis.

Arbeitszeugnisse dienen als Nachweis für die Dauer und Art des Arbeitsverhältnisses, die übertragenen Aufgaben und die erbrachte Arbeitsleistung. Sie bieten auch Informationen über das Verhalten des Arbeitnehmers gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden.

Ein Arbeitszeugnis kann von Unternehmen verlangt werden, wenn Sie sich auf eine neue Stelle bewerben. Es hilft den Personalern, ihre Fähigkeiten und Leistungen zu bewerten. Es kann sich positiv oder negativ auf Ihre Bewerbung auswirken, abhängig von den Formulierungen und den Bewertungen, die darin enthalten sind.

Arbeitszeugnisse spielen daher eine entscheidende Rolle bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und bei der Suche nach einem neuen Job. Daher ist es wichtig, ihre Bedeutung und die Zeugnissprache zu verstehen.

Qualifiziertes Arbeitszeugnis vs. einfaches Arbeitszeugnis

Es gibt zwei Hauptarten von Arbeitszeugnissen in Deutschland: das einfache und das qualifizierte Arbeitszeugnis.

Das einfache Arbeitszeugnis beschränkt sich auf grundlegende Angaben. Es enthält Informationen zur Dauer des Arbeitsverhältnisses, zur Position des Arbeitnehmers und zu den übertragenen Aufgaben. Es gibt jedoch keine Bewertung der Leistungen oder des Verhaltens des Arbeitnehmers.

Im Gegensatz dazu beinhaltet das qualifizierte Arbeitszeugnis zusätzlich zur grundlegenden Information eine Beurteilung der Leistungen und des Verhaltens des Arbeitnehmers. Es bewertet die Arbeitsleistung, das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden sowie besondere Erfolge oder Fähigkeiten.

Arbeitgeber müssen stets darauf achten, dass die Formulierungen im Arbeitszeugnis wahrheitsgemäß, klar und nicht missverständlich sind. Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis muss auch den Grundsatz der "wohlwollenden Beurteilung" beachten, was bedeutet, dass es die beruflichen Chancen des Arbeitnehmers nicht unnötig einschränken darf.

In der Regel hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, da es für Bewerbungen bei zukünftigen Arbeitgebern aussagekräftiger ist.

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Verschiedene Arten von Arbeitszeugnissen

Verschiedene Arten von Arbeitszeugnissen werden in unterschiedlichen Situationen ausgestellt. Hier ein Überblick über die gängigsten Typen:

Praktikumszeugnis

Praktikanten erhalten am Ende ihres Praktikums ein Zeugnis, da sie ähnlich wie reguläre Arbeitnehmer behandelt werden. Das Zeugnis beinhaltet die gleichen Elemente wie andere Zeugnisse, sei es ein einfaches oder qualifiziertes Zeugnis.

Arbeitnehmer erhält ein Arbeitszeugnis von seinem Arbeitgeber

Praktikumszeugnis

Praktikanten erhalten am Ende ihres Praktikums ein Zeugnis, da sie ähnlich wie reguläre Arbeitnehmer behandelt werden. Das Zeugnis beinhaltet die gleichen Elemente wie andere Zeugnisse, sei es ein einfaches oder qualifiziertes Zeugnis.

Zwischenzeugnis

Unter bestimmten Umständen kann ein Arbeitnehmer die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses beantragen. Gründe hierfür können beispielsweise die Suche nach einer neuen Stelle, ein Unternehmenswechsel, ein Wechsel des unmittelbaren Vorgesetzten oder die Beantragung einer Weiterbildung sein. Obwohl ein Zwischenzeugnis gesetzlich nicht vorgesehen ist, stellen Arbeitgeber es in vielen Fällen auf begründete Anträge von Arbeitnehmern hin aus. Schriftliche Vereinbarungen zu Zwischenzeugnissen können in Betriebsvereinbarungen getroffen werden.

Wie sieht ein Arbeitszeugnis aus?

Ein Arbeitszeugnis besteht in der Regel aus verschiedenen Teilen. Zuerst findet sich eine Einleitung mit Angaben zum Arbeitnehmer und zur Dauer des Arbeitsverhältnisses. Danach folgt eine Beschreibung der Position, der Aufgaben und der Verantwortungsbereiche des Mitarbeiters.

Im nächsten Teil wird die Leistung des Arbeitnehmers beurteilt. Hier wird die Qualität der Arbeit, die Fachkompetenz, die Arbeitsweise und die erzielten Erfolge dargestellt. Im Abschnitt zum Sozialverhalten wird das Verhalten des Mitarbeiters gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden bewertet.

Am Ende des Zeugnisses steht eine Schlussformulierung mit dem Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und eventuell einem Dank für die Zusammenarbeit. Zudem findet sich häufig ein Wunsch für die berufliche und persönliche Zukunft des Mitarbeiters.

Arbeitgeber übergibt ein wohlwollendes Arbeitszeugnis an den Arbeitnehmer

Arbeitszeugnis Formulierungen

Die Formulierungen im Arbeitszeugnis folgen oft einer Zeugnissprache, die für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen ist. In einem qualifizierten Arbeitszeugnis können Aussagen wie "Er hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt" oder "Sie hat sich gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden stets einwandfrei verhalten" gefunden werden.

Diese Formulierungen scheinen auf den ersten Blick eindeutig und positiv zu sein. Allerdings hat die Zeugnissprache eigene Regeln und es gibt viele Muster, die bestimmte Noten repräsentieren. So steht zum Beispiel die Formulierung "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" für die Note "sehr gut", während "zu unserer vollen Zufriedenheit" eine "gute" Bewertung bedeutet.

Es ist also wichtig, die Feinheiten und Nuancen der Zeugnissprache zu verstehen, um die wahren Inhalte und Bewertungen eines Arbeitszeugnisses korrekt zu interpretieren.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieses Muster lediglich ein Beispiel ist und angepasst werden muss, um den tatsächlichen Gegebenheiten und Anforderungen gerecht zu werden. Für spezielle Fragen zur Zeugnissprache und -erstellung sollte im Zweifelsfall ein Fachmann hinzugezogen werden.

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Arbeitszeugnis anfordern: Wie bitten Sie darum?

Jeder Arbeitnehmer hat bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses das Recht, ein Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber zu verlangen. Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis ist im Arbeitsrecht verankert und ist unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis befristet war oder unbefristet, ob es sich um eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung handelte.

Die Anforderung eines Arbeitszeugnisses sollte schriftlich erfolgen. In der Anfrage sollten Sie klarstellen, dass Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis wünschen, da dieses umfassendere Informationen und Bewertungen enthält.

Ein Muster für eine solche Anfrage könnte folgendermaßen aussehen:

______________________________________________________________________________________

Sehr geehrte/r Frau/Herr [Nachname des Vorgesetzten oder Ansprechpartners],

mit Beendigung meines Arbeitsverhältnisses in Ihrem Unternehmen am [Datum] bitte ich um Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses. Ich danke Ihnen im Voraus für die schnelle Erledigung meiner Anfrage.

Mit freundlichen Grüßen,

[Ihr Name]

______________________________________________________________________________________

Nachdem Sie die Anfrage gesendet haben, sollten Sie auf eine Antwort warten. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Rechte als Arbeitnehmer kennen und darauf bestehen, ein Arbeitszeugnis zu erhalten. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihre Anfrage ignoriert oder verweigert, können Sie rechtliche Schritte einleiten.

Wann erhalten Sie ein Arbeitszeugnis?

Gemäß dem deutschen Arbeitsrecht haben Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses das Recht auf ein Arbeitszeugnis. Grundsätzlich sollte das Arbeitszeugnis mit dem Ausscheiden aus dem Unternehmen übergeben werden. Dies kann am letzten Arbeitstag oder kurz danach sein.

In manchen Fällen, etwa bei langen Kündigungsfristen oder bei einem Aufhebungsvertrag, kann der Arbeitnehmer auch ein vorläufiges Arbeitszeugnis während des noch bestehenden Arbeitsverhältnisses anfordern.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es keine gesetzlich festgelegte Frist gibt, innerhalb derer der Arbeitgeber das Arbeitszeugnis ausstellen muss. Sollte der Arbeitgeber das Arbeitszeugnis nicht rechtzeitig liefern, kann der Arbeitnehmer rechtliche Schritte einleiten, um seinen Anspruch geltend zu machen. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen rechtlichen Rat einzuholen.

Arbeitszeugnis Frist: Wann verjährt der Anspruch?

Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis verjährt grundsätzlich nicht. Arbeitnehmer haben das Recht, auch Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch ein Arbeitszeugnis von ihrem ehemaligen Arbeitgeber zu verlangen. Das ist im deutschen Arbeitsrecht so festgelegt.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. In bestimmten Fällen, z.B. wenn das Unternehmen nicht mehr existiert oder wenn die für die Ausstellung des Arbeitszeugnisses verantwortliche Person nicht mehr erreichbar ist, kann es schwierig werden, ein Arbeitszeugnis zu erhalten.

Es ist daher ratsam, das Arbeitszeugnis zeitnah nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses anzufordern. Im Falle von Verzögerungen oder Problemen bei der Ausstellung des Arbeitszeugnisses können Arbeitnehmer rechtliche Schritte einleiten. Es empfiehlt sich in solchen Fällen, einen Anwalt für Arbeitsrecht zu konsultieren.

Beurteilungskriterien bei der Zeugnis-Erstellung

Arbeitnehmer bewertet sein Arbeitszeugnis in einem Beratungsgespräch

Bei der Erstellung eines Arbeitszeugnisses spielen verschiedene Beurteilungskriterien eine wichtige Rolle. Diese Kriterien sind grundlegend für die Beurteilung der Leistungen und des Verhaltens eines Arbeitnehmers. Hier sind einige der wichtigsten Kriterien:

Arbeitsleistung und -qualität

  • Wie gut und zuverlässig hat der Arbeitnehmer seine übertragenen Aufgaben erfüllt?
  • Wie hoch war die Qualität seiner Arbeit und wie gut hat er die Erwartungen des Arbeitgebers erfüllt?

Fachliche Kompetenz

  • Verfügt der Arbeitnehmer über die notwendigen Fähigkeiten und das Wissen, um seine Aufgaben zu erfüllen?
  • Hat er sich weitergebildet und sein Fachwissen erweitert?

Arbeitsweise

  • Wie hat der Arbeitnehmer seine Aufgaben angegangen?
  • War er organisiert, selbstständig und effizient?

Sozialverhalten

  • Wie hat sich der Arbeitnehmer gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden verhalten?
  • War er höflich, respektvoll und teamfähig?

Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit

  • Hat der Arbeitnehmer Termine und Fristen eingehalten?
  • War er zuverlässig in der Erfüllung seiner Aufgaben?

Engagement und Motivation

  • Hat der Arbeitnehmer Eigeninitiative gezeigt?
  • War er motiviert und engagiert bei der Arbeit?

Verhalten bei Problemen und Konflikten

  • Wie hat der Arbeitnehmer auf Probleme und Konflikte reagiert?
  • War er lösungsorientiert und konstruktiv?

Diese Kriterien bilden die Grundlage für die Beurteilung des Arbeitnehmers im Arbeitszeugnis. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Arbeitszeugnis immer der Wahrheit entsprechen und wohlwollend formuliert sein muss, um dem Arbeitnehmer keine Nachteile bei zukünftigen Bewerbungen zu verschaffen.

Arbeitszeugnis entschlüsseln - Tabelle

Die Zeugnissprache folgt bestimmten Formulierungen und Codes, die nicht immer einfach zu entschlüsseln sind. Hier ist eine Tabelle, die einige gängige Formulierungen und ihre Bedeutungen enthält:

Formulierungen

Bedeutungen

stets zu unserer vollsten Zufriedenheit

Sehr gut (1)

zu unserer vollsten Zufriedenheit

Gut (2)

stets zu unserer vollen Zufriedenheit

Befriedigend (3)

zu unserer vollen Zufriedenheit

Ausreichend (4)

hat sich bemüht, die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erfüllen

Mangelhaft (5) oder Ungenügend (6)

erledigte die ihm übertragenen Aufgaben

Ohne BewertunOg

 

Diese Tabelle ist nur ein Leitfaden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Gesamtbewertung des Arbeitszeugnisses von der Formulierung des gesamten Textes und vom Kontext abhängt. Zum Beispiel kann das Fehlen von Lob oder positiven Formulierungen in bestimmten Abschnitten des Arbeitszeugnisses trotz einer allgemein positiven Beurteilung als negativ gewertet werden.

Wenn Sie Zweifel an der Bedeutung bestimmter Formulierungen haben, ist es empfehlenswert, sich an einen Experten für Arbeitsrecht oder an einen Personaler zu wenden, um das Arbeitszeugnis korrekt zu interpretieren.

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Schlechtes Arbeitszeugnis: Was tun?

Wenn Sie ein Arbeitszeugnis erhalten haben, das Ihre Leistungen und Ihr Verhalten aus Ihrer Sicht nicht korrekt darstellt, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren.

Direkter Kontakt zum Arbeitgeber

Der erste Schritt sollte immer der direkte Dialog mit dem Arbeitgeber sein. Bitten Sie um ein Gespräch und erläutern Sie Ihre Bedenken. Oftmals handelt es sich um Missverständnisse oder Formulierungsfehler, die leicht korrigiert werden können.

Einschaltung eines Anwalts

Sollten Sie mit dem Arbeitgeber keine Lösung finden, können Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht hinzuziehen. Dieser kann das Zeugnis prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten.

Klage beim Arbeitsgericht

Wenn alle anderen Wege scheitern, besteht die Möglichkeit, beim Arbeitsgericht Klage einzureichen. Sie können auf Berichtigung oder Neuausstellung des Zeugnisses klagen. Dabei müssen Sie allerdings beweisen können, dass die Angaben im Zeugnis nicht der Wahrheit entsprechen.

Es ist wichtig zu wissen, dass ein Arbeitszeugnis nach dem Grundsatz der Wohlwollendheit erstellt werden muss. Das bedeutet, dass es keine Formulierungen enthalten darf, die den Arbeitnehmer bei einer neuen Bewerbung unangemessen benachteiligen. Daher lohnt es sich in jedem Fall, gegen ein ungerechtfertigt schlechtes Arbeitszeugnis vorzugehen.

Schlussformel im Arbeitszeugnis

Arbeitgeber bespricht das Arbeitszeugnis mit dem Arbeitnehmer

Die Schlussformel in einem Arbeitszeugnis ist ein wichtiger Bestandteil, der oft unterschätzt wird. Sie rundet das Zeugnis ab und gibt häufig Aufschluss über die tatsächliche Bewertung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber. Hier einige Aspekte zur Schlussformel im Arbeitszeugnis:

Dank und Bedauern: Eine Schlussformel beginnt oft mit einem Dank für die geleistete Arbeit und dem Ausdruck von Bedauern über das Ausscheiden des Mitarbeiters. Dies zeigt Wertschätzung und ist ein Zeichen für ein gutes Arbeitsverhältnis.

Zukunftswünsche: Es folgen in der Regel gute Wünsche für die berufliche und persönliche Zukunft. Dieser Teil unterstreicht den positiven Gesamteindruck des Arbeitnehmers.

Formulierungen: Die genauen Formulierungen können variieren, aber klassische Beispiele sind: "Wir danken [Name des Mitarbeiters] für die stets sehr gute Zusammenarbeit und bedauern sein/ihr Ausscheiden sehr. Für die Zukunft wünschen wir ihm/ihr weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute."

Fehlen von Dank und Bedauern: Das Fehlen dieser Elemente kann als Hinweis auf Unzufriedenheit oder neutrale Bewertung interpretiert werden.

Individuelle Anpassung: Obwohl es Standardformulierungen gibt, sollte die Schlussformel auf den jeweiligen Mitarbeiter und dessen Leistungen abgestimmt sein.

Im Allgemeinen beinhaltet sie den Dank des Arbeitgebers für die geleistete Arbeit, die Bestätigung der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Wünsche für die Zukunft des Arbeitnehmers.

Weitere gängige Formulierungen für die Schlussformel und ihre Bedeutungen:

  • "Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und danken für die stets sehr gute Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir ihm weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute." - Diese Formulierung deutet auf eine sehr gute Bewertung hin und zeigt, dass der Arbeitnehmer geschätzt wurde.

  • "Wir danken für die gute Zusammenarbeit und wünschen für die Zukunft viel Erfolg." - Hier ist die Bewertung immer noch positiv, aber nicht so ausgezeichnet wie in der vorherigen Formulierung.

  • "Wir danken für die Zusammenarbeit und wünschen für die Zukunft alles Gute." - Diese Formulierung lässt eine neutrale Bewertung vermuten.

  • "Wir danken für die geleistete Arbeit." - Hier fehlt der Wunsch für die Zukunft, was als negatives Signal gesehen werden kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Interpretation der Schlussformel im Kontext des gesamten Zeugnisses betrachtet werden sollte. Deshalb sollte man die Schlussformel nicht isoliert betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit den anderen Teilen des Zeugnisses.

Arbeitnehmerin hat gutes Arbeitzeugnis erhalten

Fazit zu Arbeitszeugnissen

Arbeitszeugnisse spielen eine zentrale Rolle im Berufsleben, da sie die Leistung und das Verhalten von Arbeitnehmern während ihrer Anstellung dokumentieren. Sie dienen als wichtige Referenz für zukünftige Arbeitgeber und können maßgeblich über die Karrierechancen entscheiden. Während einfache Arbeitszeugnisse lediglich die Art und Dauer der Beschäftigung bestätigen, bieten qualifizierte Zeugnisse detaillierte Einblicke in Kompetenzen und Leistungen. Die korrekte Formulierung und Interpretation eines Arbeitszeugnisses sind daher von großer Bedeutung. Es empfiehlt sich für Arbeitnehmer, auf ein wohlwollend formuliertes und gleichzeitig wahrheitsgetreues Zeugnis zu achten, und für Arbeitgeber, ein ausgewogenes und gerechtes Bild des Mitarbeiters zu zeichnen. Letztendlich ist ein Arbeitszeugnis mehr als nur ein Dokument – es ist ein Spiegelbild der beruflichen Laufbahn und kann Türen für neue berufliche Möglichkeiten öffnen.

 

Human Resource
Diana Tran

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

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