Equal pay

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Der Grundsatz „Equal Pay“ ist ein grundlegendes Menschenrecht, um sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmer unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus gleich behandelt werden. Das Prinzip stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und ist seit den 1950er Jahren im Völkerrecht verankert.

Das Recht auf gleiches Entgelt ist in Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert, der besagt: „Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen und auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.“

Das Prinzip „Equal Pay“ stellt sicher, dass Zeitarbeitskräfte genauso bezahlt werden wie ihre festangestellten Kollegen. Am Ende dieses Artikels erfahren Sie, wie du gleichen Lohn berechnen, wann Arbeitgeber von der Regel abweichen dürfen und welche Strafen ihnen drohen, wenn du sich nicht daran halten. Lass uns anfangen!

Was ist das Prinzip des gleichen Entgelts?

Equal Pay ist das Prinzip, dass Arbeitnehmer für die gleiche oder ähnliche Arbeit unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus gleich bezahlt werden sollten. Das Prinzip gilt für alle Zahlungsarten, einschließlich Gehalt, Sozialleistungen, Prämien und Provisionen.

Es bedeutet auch, dass ein Unternehmen seinen Mitarbeitern den gleichen Lohn zahlen muss, unabhängig davon, ob du befristet oder unbefristet beschäftigt sind. Nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) haben Arbeitnehmer, die neun Monate ununterbrochen beschäftigt waren, Anspruch auf das gleiche Entgelt wie ihre fest angestellten Kollegen.

Das Recht auf gleiches Entgelt ist in mehreren internationalen Verträgen verankert, darunter der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau.

In der Europäischen Union ist der Grundsatz des gleichen Entgelts in Artikel 157 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verankert, der besagt, dass „Männer und Frauen bei gleicher Arbeit den gleichen Lohn erhalten“.

Wie funktioniert das im Detail?

Der Gleichbehandlungsgrundsatz wurde im November 2008 als erster Schritt eingeführt, um sicherzustellen, dass Leiharbeitnehmer gleich behandelt werden wie fest angestellte Arbeitnehmer. Dieser Grundsatz besagt, dass Leiharbeiter und Festangestellte in Bezug auf die Arbeitszeit und alle damit verbundenen Regelungen gleich behandelt werden.

Ein weiterer Schritt in Richtung Gleichstellung wurde mit dem im April 2017 in Kraft getretenen Grundsatz des gleichen Entgelts gesetzt, der in § 8 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt ist. Die Löhne der Leiharbeiter werden nach neun Monaten angepasst. Das Gehalt der Stelle entspricht dem, was ein Festangestellter für eine vergleichbare Tätigkeit erhalten würde. 

Das bedeutet, dass Arbeitnehmer, die nur für eine bestimmte Zeit beschäftigt sind, weiterhin Anspruch auf Leistungen wie Zulagen, bezahlten Urlaub und Krankenversicherung haben. Diese Regelung gilt für alle Zu- und Abschläge.

Erhält ein Festangestellter geldwerte Vorteile wie Diensthandy oder Dienstwagen, erhält der Leiharbeitnehmer den gleichen Geldbetrag in Euro. Wenn die Sachbezüge für die Stelle üblich sind, aber der Zeitarbeitnehmer der einzige Arbeitnehmer in dieser Funktion ist, wird ein fiktiver Wert für die Berechnung verwendet.

Equal Pay: Gehaltserhöhung, aber auch Nachteile für Zeitarbeitskräfte

Equal Pay mag zwar zu höheren Löhnen für Leiharbeiter führen, bringt aber auch Unsicherheit mit sich. Leiharbeitnehmer befürchten, dass du durch die AÜG-Reform häufiger ersetzt werden, was zu größeren Lohnschwankungen führen würde.

Eine Studie des Marktforschungs- und Analyseunternehmens Lünendonk hat herausgefunden, dass 54 % der befragten Arbeitnehmer der Meinung sind, dass gleiches Entgelt mehr Nachteile als Vorteile für Leiharbeiter mit sich bringt.

Die Studie ergab zudem, dass zwei Drittel der Unternehmen planen, künftig mehr befristete Verträge und Leiharbeitskräfte einzusetzen. Denn es ist für Unternehmen einfacher, Mitarbeiter mit befristeten Verträgen zu entlassen als solche mit unbefristeten Verträgen.

Eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat ergeben, dass ein Drittel der Unternehmen seit Inkrafttreten des Equal-Pay-Prinzips bereits fest angestellte Mitarbeiter durch Leiharbeiter oder Kontraktoren ersetzt haben.

 

Wie berechnet man Equal Pay?

Equal pay Der Gleichbehandlungsgrundsatz

Das Equal-Pay-Prinzip gilt erst, nachdem ein Mitarbeiter neun Monate im selben Unternehmen gearbeitet hat. Davor gelten die bisherigen Regeln. Das Gehalt eines Mitarbeiters wird nach 10 Monaten Beschäftigung vollständig an die unternehmensüblichen Zulagen für die Position angepasst. Dazu gehören alle Arten von Leistungen und Zulagen, wie z. B. Essenszuschüsse, Wohngeld und Fahrtkostenzuschüsse.

Eine kurzfristige Beendigung des Arbeitsverhältnisses von bis zu drei Monaten ist nicht diskriminierend. Wenn eine Person mehrere Einsätze bei einem Unternehmen hat, darf die Gesamtdauer aller Einsätze neun Monate nicht überschreiten. Diese Entgeltgleichheitsregelung gilt auch, wenn der Leiharbeitnehmer von einem anderen Unternehmen für dasselbe Unternehmen eingestellt wird.

Der Grundsatz des gleichen Entgelts schließt auch die Ausbildung ein. Eine für die Ausübung des Arbeitsverhältnisses erforderliche betriebliche Pflichtschulung ist dem Leiharbeitnehmer unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Die Anzahl der bezahlten Urlaubstage wird anteilig nach der Anzahl der gearbeiteten Monate berechnet.

Zur Berechnung der Entgeltgleichheit werden der Gesamtbetrag des Gehalts und aller Zulagen und Zulagen addiert. Diese Summe wird dann durch die Anzahl der gearbeiteten Monate dividiert. Daraus ergibt sich der monatliche Equal Pay-Betrag.

Wichtig!

Beträgt die Pause zwischen zwei Einsätzen mehr als drei Monate, beginnt die Berechnung neu. In diesem Fall wird das Entgelt des Zeitarbeitnehmers nicht aktualisiert, obwohl er insgesamt neun Monate für das Unternehmen gearbeitet hat.

Ein Zeitarbeiter, der neun Monate in einem Unternehmen verbringt, erhält die gleichen Leistungen wie ein festangestellter Mitarbeiter. Eine Ausnahme gilt für die Anwendung von Branchentarifverträgen. Nach 15 Monaten hat der Zeitarbeitnehmer durch den sukzessiven Fortschritt der sechswöchigen Ausbildung die volle Gleichstellung erreicht.

Teilweise sieht der Gesetzgeber auch eine längere Beschäftigungsdauer vor, bevor das Equal-Pay-Prinzip greift. Bei einem Wechsel eines Mitarbeiters in ein anderes Unternehmen innerhalb der gleichen Unternehmensgruppe wird die Zeit im vorherigen Unternehmen auf die Neunmonatsfrist angerechnet. Gleiches gilt, wenn ein Mitarbeiter wegen Mutterschafts-, Vaterschafts- oder Adoptionsurlaub in Anspruch genommen wird.

Wann wird Equal Pay nicht gezahlt?

Equal pay

Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht gleich entlohnen, dürfen von den gesetzlichen Konsequenzen abweichen, wenn die Arbeitnehmer einstellen, die einem Branchenzuschlag zustimmen. Die Löhne der Leiharbeitnehmer werden in der Regel stufenweise auf die Löhne der regulären Beschäftigten angehoben.

Das entleihende Unternehmen kann seine Mitarbeiter abweichend entlohnen, sofern du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Das Entgelt für einen Leiharbeitnehmer erreicht innerhalb von 15 Monaten ein tarifvertragliches Niveau im Unternehmen. Als Vergleichsbasis dient die Vergütung einer vergleichbaren Position.
  • Das Entgelt des Leiharbeitnehmers wird nach einer sechswöchigen Einarbeitungszeit auf ein vergleichbares Entgelt wie das des Unternehmens angehoben.

Die Vergütungsregel ist eine der wenigen Ausnahmen. Der Gesetzgeber geht automatisch von einer Gleichstellung aus, wenn das Entgelt des Leiharbeitnehmers vom ersten Tag an mindestens dem Tarifvertrag der Branche entspricht, in der er beschäftigt ist.

Die Ausnahmen haben keinen Einfluss auf die Gesamtsituation. Wenn du bereits für ein Unternehmen gearbeitet haben, sollten Ihre früheren Einsätze bei diesem Unternehmen berücksichtigt werden. Wenn du für verschiedene Unternehmen gearbeitet haben, sollte der Zeitraum zwischen den Einsätzen nicht mehr als drei Monate betragen.

Das sind die wichtigsten Regeln. Bei Fragen wendest du sich bitte an Ihre örtliche Gewerkschaft. Du können Ihnen helfen zu klären, ob du in Ihrer Situation gleichen Lohn erhalten solltet.

Was passiert bei Verstößen gegen die Lohngleichheit?

Verstößt das Zeitarbeitsunternehmen gegen den gesetzlichen Grundsatz der Entgeltgleichheit, drohen ihm folgende Konsequenzen:

  • Die Bundesagentur für Arbeit verhängt ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro.
  • Die Arbeitnehmerüberlassungslizenz kann jederzeit widerrufen werden.
  • Die Differenzzahlung steht dem Zeitarbeitnehmer zu, der Anspruch auf den gleichen Lohn wie Vollzeitbeschäftigte hat. Ist sein Lohn oder Gehalt geringer als der Wert eines fest angestellten Arbeitnehmers in gleicher Tätigkeit, kann er die Unterlagen anfechten.

Fazit

Der Grundsatz des gleichen Entgelts ist eine wichtige Säule der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Es soll Arbeitnehmer schützen und sicherstellen, dass du fair behandelt werden. Bei der Bezahlung sollte es keinen Unterschied zwischen Zeitarbeitskräften und Festangestellten geben.

Bei Fragen zu Ihren Rechten als Leiharbeitnehmer wendest du sich bitte an Ihre örtliche Gewerkschaft. Du könnest Ihnen helfen, Ihre Situation zu klären und sicherzustellen, dass du fair behandelt werden.

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