Would you like to view this website in another language?

Stressfreie Schichtplanung

Verfolge Arbeitszeiten und Abwesenheiten an einem Ort

Benutzerfreundliche Software

Ideal für 10 bis 500 Mitarbeitende

Kostenloses Onboarding und Support

Arbeitszeitverkürzung: Vorteile, Risiken & gesetzliche Grundlagen

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 9 Januar 2026
In ChatGPT zusammenfassen
Arbeitszeitverkürzung: Mitarbeiter arbeitet im Büro mit Laptop.

Inhaltsverzeichnis

Arbeitszeitverkürzung gehört zu den zentralen Instrumenten moderner Personalplanung. Sie wird eingesetzt, um Kosten zu steuern, Fachkräfte zu binden, Überlastung zu reduzieren und gesetzliche oder tarifliche Vorgaben einzuhalten. Dieser Leitfaden erklärt Arbeitszeitverkürzung aus Arbeitgebersicht – rechtssicher, praxisnah und strategisch.

  • Arbeitszeitverkürzung bedeutet die geplante Reduzierung der regelmäßigen Arbeitszeit von Mitarbeitenden. Sie ist nur mit Zustimmung oder auf rechtlicher Grundlage zulässig, unterscheidet sich klar von Kurzarbeit und erfordert saubere Dienstplanung, Zeiterfassung und Kommunikation. Richtig umgesetzt steigert sie Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität, birgt aber rechtliche Risiken bei Fehlern.

    Kurzfassung für Arbeitgeber

    • Arbeitszeitverkürzung = Reduzierung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit.
    • Sie kann befristet oder dauerhaft erfolgen.
    • Eine einseitige Kürzung durch den Arbeitgeber ist unzulässig.
    • Relevante Gesetze: ArbZG, TzBfG, BetrVG sowie Tarifverträge.
    • Dienstplanung, Zeiterfassung und Dokumentation sind erfolgskritisch.
    • Digitale Systeme wie Shiftbase unterstützen die rechtssichere Umsetzung.

Was bedeutet Arbeitszeitverkürzung für Arbeitgeber?

Für Arbeitgeber beschreibt Arbeitszeitverkürzung die bewusste Anpassung der regelmäßigen Arbeitszeit nach unten, um auf wirtschaftliche, organisatorische oder personelle Rahmenbedingungen zu reagieren. Sie ist kein Notfallinstrument, sondern ein strategisches Steuerungsmodell.

Häufige betriebliche Auslöser:

  • anhaltender Fachkräftemangel
  • steigende Krankenstände oder Burnout-Risiken
  • volatile Auftrags- oder Nachfrageentwicklung
  • körperlich oder psychisch belastende Tätigkeiten
  • Transformationen, z. B. Digitalisierung oder Restrukturierung

Was ist eine Arbeitszeitverkürzung?

Eine Arbeitszeitverkürzung liegt vor, wenn die regelmäßige vertragliche Arbeitszeit (z. B. 40 Wochenstunden) dauerhaft oder zeitlich begrenzt reduziert wird.

Abgrenzende Merkmale:

Welche Formen der Arbeitszeitverkürzung gibt es?

--> Temporäre Arbeitszeitverkürzung

Zeitlich befristete Reduzierung, etwa:

  • bei wirtschaftlichen Engpässen
  • in saisonalen Schwächephasen
  • während Umstrukturierungen oder Transformationsphasen

Nach Ablauf der Frist gilt automatisch wieder die ursprüngliche Arbeitszeit.

--> Dauerhafte Arbeitszeitverkürzung

Langfristige Anpassung der Arbeitszeit, z. B.:

Diese Variante erfordert in der Regel eine Vertragsänderung.

--> Arbeitszeitverkürzung mit oder ohne Lohnausgleich

  • Mit Lohnausgleich: häufig tariflich oder betrieblich geregelt
  • Ohne Lohnausgleich: Vergütung sinkt proportional zur Arbeitszeit

Gesellschaftlicher Kontext und gesetzliche Ansprüche

Arbeitszeitverkürzung wird zunehmend als Instrument zur Verbesserung von Work-Life-Balance, Gesundheitsschutz und nachhaltiger Arbeitsorganisation diskutiert. Modelle wie die 4-Tage-Woche oder 32-Stunden-Woche werden in vielen Branchen getestet.

Unabhängig davon bestehen in Deutschland bereits gesetzliche Ansprüche:

  • Schwerbehinderte Beschäftigte können eine Verkürzung verlangen, wenn sie erforderlich ist.
  • Pflegende Angehörige können ihre Arbeitszeit für bis zu 24 Monate reduzieren.
  • Teilzeitbeschäftigte haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf weitere Reduktion.

Arbeitszeitverkürzung vs. andere Arbeitszeitmodelle

Modell Charakteristik
Kurzarbeit Staatlich geregelt, mit Kurzarbeitergeld
Teilzeit Individuelle, meist dauerhafte Reduzierung
Gleitzeit Flexible Lage der Arbeitszeit bei gleicher Stundenzahl
Arbeitszeitverkürzung Reduzierung der regelmäßigen Soll-Arbeitszeit

Rechtliche Grundlagen der Arbeitszeitverkürzung

--> Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Regelt Höchstarbeitszeiten, Ruhezeiten sowie Sonn- und Feiertagsarbeit. Eine Verkürzung darf diese Vorgaben nicht umgehen oder missbräuchlich nutzen.

--> Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)

Gibt Arbeitnehmern einen Anspruch auf Reduzierung, erlaubt Arbeitgebern jedoch keine einseitige Kürzung.

--> Mitbestimmung des Betriebsrats (§ 87 BetrVG)

Der Betriebsrat muss bei Beginn, Ende und Verteilung der Arbeitszeit zustimmen.

Vorteile und Risiken für Arbeitgeber

✅ Vorteile

  • Reduzierte Überstunden und Belastung
  • Weniger Krankheitsausfälle
  • Höhere Mitarbeiterbindung
  • Stärkeres Employer Branding

⚡Risiken

  • Höherer Planungs- und Abstimmungsaufwand
  • Fehlplanung bei Schichten und Kapazitäten
  • Rechtliche Konflikte bei unklaren Regelungen

Praxisbeispiele aus Branchen

  • Verkürzte Schichten senken Fluktuation und körperliche Belastung. Tarifverträge spielen eine zentrale Rolle.

  • Arbeitszeitverkürzung ermöglicht eine präzisere Anpassung an Kundenfrequenzen.

  • Gezielt eingesetzt zur Burnout-Prävention. Exakte Zeiterfassung ist zwingend erforderlich.


Umsetzung: Best Practices für HR und Geschäftsführung

1️⃣ Rechtliche und organisatorische Prüfung

2️⃣ Klare Definition der Soll-Arbeitszeit

  • Wochen- oder Monatsstunden
  • Regeln für Über- und Minusstunden
  • Vergütung, Zuschläge und Ausgleichszeiten


3️⃣ Dienstplanung und Kommunikation

4️⃣ Digitale Zeiterfassung

  • lückenlose Dokumentation
  • automatische Stundenübersichten
  • Rechts- und Nachweissicherheit

Fazit

Arbeitszeitverkürzung ist ein strategisches Steuerungsinstrument moderner Arbeitgeber. Sie wirkt nachhaltig, wenn sie rechtlich sauber, transparent kommuniziert und digital unterstützt umgesetzt wird. Unternehmen, die Arbeitszeit flexibel und fair gestalten, erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit im Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

  • Sie beeinflusst Dienstplanung, Personaleinsatz, Kostenstruktur und Mitarbeiterzufriedenheit.

  • Ja, sofern sie nicht einseitig erfolgt und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden.

  • In der Regel ja, außer es gibt tarifliche oder betriebliche Lohnausgleiche.

  • Ja, bei bestehendem Betriebsrat ist Mitbestimmung verpflichtend.

Zeiterfassung

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

Disclaimer

Bitte beachte, dass die Informationen auf unserer Website für allgemeine Informationszwecke gedacht sind und keine verbindliche Beratung darstellen. Die Informationen auf unserer Website können nicht als Ersatz für eine rechtliche und verbindliche Beratung in einer bestimmten Situation angesehen werden. Trotz unserer Recherchen übernehmen wir keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen auf unserer Website. Wir haften nicht für Schäden oder Verluste, die durch die Nutzung der Informationen auf unserer Website entstehen.

Teste Shiftbase kostenlos

14 Tage Testversion, kostenloser Support

  • Einfache Dienstplanung
  • Übersichtliche Zeiterfassung
  • Einfache Abwesenheitsverwaltung
Use Shiftbase on mobile