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Die 40-Stunden-Woche: Modelle, Fakten und moderne Alternativen

  • Verfasst von: Diana Tran
  • Letzte Aktualisierung: 8 August 2025
In der Abbildung sind Arbeitnehmer in einem modernen Büro zu sehen, die an ihren Schreibtischen arbeiten, was eine typische Szene einer 40-Stunden-Woche im Unternehmen darstellt. Die Atmosphäre spiegelt das klassische Vollzeitmodell wider, in dem viele Menschen täglich ihre Arbeitszeiten verbringen.

Die 40-Stunden-Woche ist in vielen Unternehmen noch immer das Maß der Dinge – doch sie gerät zunehmend unter Druck. Zwischen Fachkräftemangel, steigenden Ansprüchen an Work-Life-Balance und neuen Arbeitszeitmodellen fragen sich viele Arbeitgeber: Ist das klassische Vollzeitmodell noch zeitgemäß – oder braucht es flexiblere Lösungen?

Was bedeutet 40-Stunden-Woche?

Wenn Sie an klassische Arbeitszeitmodelle denken, kommt Ihnen wahrscheinlich sofort die 40-Stunden-Woche in den Sinn. Kein Wunder – dieses Modell hat über Jahrzehnte den Takt in Unternehmen vorgegeben. Aber was steckt eigentlich genau dahinter?

Ganz einfach gesagt: Bei einer 40-Stunden-Woche arbeiten Ihre Mitarbeitenden in der Regel fünf Tage pro Woche, je acht Stunden – meist von Montag bis Freitag. Damit ergibt sich eine verbindliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, oft geregelt im Arbeitsvertrag oder durch Tarifvereinbarungen.

Dieses Modell stammt aus einer Zeit, in der die Arbeitswelt stark von Industrie, Produktion und geregelten Abläufen geprägt war. Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Freizeit, acht Stunden Schlaf – das war das Idealbild der „ausgeglichenen“ Arbeitswoche.

Für viele Unternehmen brachte das Planbarkeit, Struktur und Effizienz. Die 40-Stunden-Woche wurde zum Inbegriff von „Vollzeit“. Wer weniger arbeitete, galt schnell als Teilzeitkraft. In manchen Branchen ist das bis heute Realität.

Doch wie so oft im Leben: Was lange als gesetzt galt, wird inzwischen zunehmend hinterfragt. Neue Erwartungen an die Work-Life-Balance, veränderte Vorstellungen von Leistung und Lebensqualität – und nicht zuletzt die Erfahrungen aus der Pandemie – führen dazu, dass sich immer mehr Arbeitgeber fragen: Ist die klassische 40-Stunden-Woche wirklich noch zeitgemäß?

Wie viel Überstunden sind zulässig bei 40-Stunden-Woche

Diese Frage stellen sich viele Unternehmen – vor allem dann, wenn es mal eng wird mit Deadlines oder personellen Engpässen. Grundsätzlich gilt: Überstunden sind erlaubt, aber nicht grenzenlos.

Nach dem deutschen Arbeitszeitgesetz (ArbZG) dürfen Ihre Mitarbeitenden im Schnitt bis zu 48 Stunden pro Woche arbeiten. Das heißt: Bei einer 40-Stunden-Woche sind rechnerisch bis zu 8 Überstunden pro Woche möglich – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Der Gesetzgeber erlaubt diese Mehrarbeit nicht dauerhaft, sondern innerhalb eines Ausgleichszeitraums von sechs Monaten (oder 24 Wochen). In diesem Zeitraum darf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit die 48-Stunden-Grenze nicht überschreiten. Das bedeutet: Wenn in einer Woche mal 50 oder 52 Stunden gearbeitet wird, muss das in den darauffolgenden Wochen wieder ausgeglichen werden – z. B. durch weniger Arbeitszeit oder durch Freizeitausgleich.

Was Sie noch beachten sollten:

  • Vertragliche Regelung: Überstunden sollten immer im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag geregelt sein. Ohne klare Vereinbarung ist Mehrarbeit nur mit ausdrücklicher Zustimmung zulässig.

  • Ausgleichspflicht: Sie sind als Arbeitgeber verpflichtet, Überstunden entweder durch Freizeit oder durch Bezahlung auszugleichen – je nachdem, was vereinbart wurde.

  • Gesundheit & Arbeitsschutz: Achten Sie darauf, dass regelmäßige Mehrarbeit nicht zur Belastung wird. Gerade im Hinblick auf Themen wie Work-Life-Balance, Erschöpfung und Fluktuation ist es wichtig, Überstunden sinnvoll zu steuern.

  • Zeiterfassung: Eine saubere Dokumentation ist Pflicht – nicht nur rechtlich, sondern auch für Transparenz im Team. Digitale Tools wie Shiftbase können Ihnen hier einiges an Aufwand abnehmen und sorgen für Übersicht bei Arbeitszeit und Ausgleich.

Kurz gesagt: Ja, Überstunden sind möglich – aber nicht unbegrenzt. Wer gut plant, sauber dokumentiert und fair ausgleicht, bleibt auf der sicheren Seite – und erhält sich das Vertrauen der Belegschaft.

Wie funktioniert die Vergütung bei der 40-Stunden-Woche?

Risiken der 40-Stunden-Woche - Shiftbase

Wenn Ihre Mitarbeitenden 40 Stunden pro Woche arbeiten, stellt sich automatisch die Frage: Wie sieht die faire und rechtssichere Vergütung dafür aus? Und vor allem: Wie passt das mit dem Mindestlohn zusammen?

Grundlage: Monatsgehalt oder Stundenlohn

Viele Unternehmen setzen bei der 40-Stunden-Woche auf ein festes Monatsgehalt, das sich auf Basis der vereinbarten Wochenarbeitszeit berechnet. Alternativ kann auch ein Stundenlohn vereinbart sein – was vor allem in der Gastronomie, im Handel oder bei Aushilfskräften häufiger vorkommt.

Unabhängig davon, für welches Modell Sie sich entscheiden: Der gesetzliche Mindestlohn darf nicht unterschritten werden.

Was heißt das konkret?

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland ein neuer gesetzlicher Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde. Für eine reguläre 40-Stunden-Woche ergibt sich daraus folgendes Mindestgehalt:

40 Stunden x 4,33 Wochen (Durchschnitt pro Monat) = ca. 173 Stunden pro Monat
173 Stunden x 12,82 Euro = ca. 2.218 Euro brutto pro Monat

Wichtig: Dieser Betrag stellt die gesetzliche Untergrenze dar. Als Arbeitgeber müssen Sie sicherstellen, dass die tatsächliche Vergütung – auch nach Abzug unbezahlter Pausen oder sonstiger Kürzungen – nicht unter diese Schwelle fällt. Andernfalls drohen rechtliche Konsequenzen, etwa Nachzahlungen oder Bußgelder bei Prüfungen durch den Zoll.

Was ist mit Überstunden?

Wenn Ihre Mitarbeitenden über die vereinbarten 40 Stunden hinaus arbeiten, müssen Überstunden extra vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen werden, sofern nichts anderes vertraglich geregelt ist. Dabei gilt: Auch die Vergütung von Überstunden muss mindestens dem Mindestlohn entsprechen.

Vorsicht bei Minijobs und Teilzeitmodellen

Wenn Sie Personen mit Teilzeitverträgen oder geringfügiger Beschäftigung (Minijobs) einsetzen, sollten Sie die monatliche Stundenanzahl genau im Blick behalten. Bereits geringe Abweichungen können bei falscher Vergütung dazu führen, dass der Mindestlohn unterschritten wird – mit rechtlichen Folgen.

Transparenz schaffen mit digitalen Tools

Eine transparente und nachvollziehbare Lohnabrechnung hilft nicht nur rechtlich, sondern auch im Miteinander.

Tools wie Shiftbase ermöglichen es Ihnen, Arbeitszeiten und Löhne genau zu erfassen, zuzuordnen und korrekt abzurechnen – auch bei wechselnden Schichten oder Zuschlägen.

Berechnen Sie mit dem Gehaltsrechner einfach Ihr Nettogehalt. 

 
 

Wenn Sie mit einer 40-Stunden-Woche arbeiten, ist das Gehalt daran gekoppelt – und der Mindestlohn setzt dabei die untere Grenze. Wer sauber rechnet, fair vergütet und auf transparente Prozesse setzt, schafft Klarheit – und Vertrauen bei den Beschäftigten.

Welche Alternativen gibt es zur klassischen 40-Stunden-Woche?

Viele Unternehmen fragen sich inzwischen: Muss es wirklich immer die klassische 40-Stunden-Woche sein? Oder gibt es Modelle, die besser zur heutigen Arbeitswelt passen – und vielleicht sogar produktiver, gesünder oder attraktiver für Fachkräfte sind?

Die gute Nachricht: Es gibt eine ganze Reihe an Alternativen. Und keine davon ist per se besser oder schlechter – entscheidend ist, was zu Ihrem Unternehmen, Ihrer Branche und Ihren Teams passt.

➡️ Die 4-Tage-Woche

Dieses Modell sorgt derzeit für besonders viel Aufmerksamkeit – und das nicht ohne Grund. Bei der 4-Tage-Woche wird die Wochenarbeitszeit auf vier statt fünf Tage verteilt. Das kann auf zwei Arten funktionieren:

  • Mit gleichbleibender Arbeitszeit (z. B. 40 Stunden): Mitarbeitende arbeiten vier Tage lang jeweils 10 Stunden.
    Vorteil: Ein zusätzlicher freier Tag pro Woche – attraktiv für viele.
    Herausforderung: Längere Arbeitstage können belastend sein, vor allem in körperlich anspruchsvollen Jobs.

  • Mit reduzierter Arbeitszeit (z. B. 32 Stunden): Die Arbeitszeit wird gekürzt, das Gehalt bleibt oft gleich.
    Vorteil: Verbesserte Work-Life-Balance, höhere Zufriedenheit, teilweise sogar mehr Produktivität.
    Herausforderung: Sie brauchen klare Prozesse und gute Planung, um Leistungseinbußen zu vermeiden.

Praxisbeispiel: In Großbritannien, Island oder auch Deutschland zeigen Studien, dass Teams mit 4-Tage-Woche teilweise produktiver arbeiten – bei weniger Fehlzeiten und höherer Motivation.

➡️ 35-Stunden-
oder 30-Stunden-Woche

Diese Modelle setzen bewusst auf Arbeitszeitverkürzung bei klassischer 5-Tage-Aufteilung. Es geht also nicht um weniger Arbeitstage, sondern um kürzere tägliche Arbeitszeiten.

  • Vorteil: Der Arbeitstag bleibt im Rahmen – ideal z. B. für Eltern oder Pflegende.

  • Herausforderung: Klare Kommunikation und sinnvolle Aufgabenverteilung sind entscheidend.

In tarifgebundenen Unternehmen, wie etwa in der Metall- und Elektroindustrie, ist die 35-Stunden-Woche längst Realität. Auch viele Start-ups und Dienstleister experimentieren mit 30-Stunden-Modellen – oft mit sehr positiven Rückmeldungen.

➡️ Gleitzeit & Vertrauensarbeitszeit

Diese Modelle setzen auf Flexibilität statt starrer Strukturen:

  • Gleitzeit: Mitarbeitende haben einen festen Rahmen (z. B. 9–15 Uhr als Kernzeit), gestalten aber Beginn und Ende individuell.

  • Vertrauensarbeitszeit: Es zählt nicht die Uhr, sondern das Ergebnis. Hier brauchen Sie Vertrauen, Selbstorganisation und klare Ziele.

Diese Modelle funktionieren besonders gut dort, wo Ergebnisse im Vordergrund stehen – etwa in Projektarbeit, Entwicklung oder Verwaltung. Wichtig ist eine transparente Arbeitszeiterfassung, auch bei Vertrauen.

➡️ Jobsharing & Teilzeitmodelle

Gerade in Führungsetagen oder in Spezialistenrollen wird Jobsharing immer beliebter: Zwei Personen teilen sich eine Vollzeitstelle – mit abgestimmten Arbeitszeiten und gemeinsamer Verantwortung.

Teilzeitmodelle sind sowieso längst Alltag: Ob 20, 25 oder 35 Stunden – individuelle Vereinbarungen ermöglichen mehr Flexibilität und erhöhen oft die langfristige Bindung.

➡️ Jahresarbeitszeit & Arbeitszeitkonten

Statt jede Woche gleich zu arbeiten, können Sie mit Arbeitszeitkonten mehr Spielraum schaffen. Mitarbeitende arbeiten in arbeitsintensiven Phasen mehr – und bauen in ruhigeren Zeiten ab.

Gerade im Einzelhandel, Tourismus oder Baugewerbe ist das hilfreich, um Saisonspitzen abzufedern, ohne ständig neue Kräfte einarbeiten zu müssen.

Die klassische 40-Stunden-Woche ist nicht zwingend überholt – aber es gibt zahlreiche moderne Alternativen, die besser zu Ihrer Belegschaft, Ihren Unternehmenszielen und Ihrer Branche passen können. Wer offen für flexible Modelle ist, gewinnt nicht nur an Attraktivität, sondern auch an Loyalität, Leistung und Zukunftsfähigkeit.

Virtuelles Meeting zur Planung der Arbeitsaufgaben für die 40-Stunden-Woche

Fazit: Die 40-Stunden-Woche neu denken – oder bewusst beibehalten?

Die klassische 40-Stunden-Woche hat vielen Unternehmen über Jahrzehnte Struktur, Verlässlichkeit und Planungssicherheit geboten. Doch die Arbeitswelt verändert sich – und mit ihr die Erwartungen von Mitarbeitenden an Flexibilität, Gesundheit und Lebensqualität.

Für Sie als Arbeitgeber bedeutet das: Es lohnt sich, das bisherige Modell auf den Prüfstand zu stellen. Nicht, weil die 40-Stunden-Woche grundsätzlich schlecht ist – sondern weil es heute mehr denn je darauf ankommt, das richtige Arbeitszeitmodell für Ihr Unternehmen und Ihre Teams zu finden.

Ob Sie sich für eine 4-Tage-Woche, flexible Gleitzeit oder individuelle Teilzeitlösungen entscheiden – entscheidend ist, dass Sie dabei klar kommunizieren, rechtlich sauber arbeiten und echte Mitgestaltung ermöglichen. Denn ein gut gelebtes Arbeitszeitmodell schafft nicht nur Effizienz – sondern auch Vertrauen, Motivation und langfristige Bindung.

Wer den Mut hat, neue Wege zu denken, wird belohnt: mit zufriedeneren Mitarbeitenden, stärkerer Arbeitgebermarke und einem gesunden, zukunftsfähigen Betriebsklima.

Häufig gestellte Fragen

  • Die 40-Stunden-Woche wurde in Deutschland schrittweise im 20. Jahrhundert eingeführt. In vielen Branchen wurde sie durch Tarifverträge in den 1950er- bis 1970er-Jahren etabliert. Sie galt lange als Fortschritt gegenüber früheren 48- oder gar 60-Stunden-Wochen. Heute ist sie in vielen Bereichen noch Standard – wird aber zunehmend hinterfragt und weiterentwickelt.

  • Die monatliche Arbeitszeit bei einer 40-Stunden-Woche liegt im Durchschnitt bei ca. 173 Stunden. Grundlage ist die Rechnung: 40 Stunden x 4,33 Wochen (durchschnittliche Wochenanzahl pro Monat). Bei der Lohnabrechnung oder Stundenplanung kann es durch Feiertage oder Urlaubstage jedoch zu Schwankungen kommen.

  • Nein – aber sie müssen ausgeglichen werden. Ob das durch Bezahlung oder Freizeit erfolgt, hängt von der Regelung im Arbeits- oder Tarifvertrag ab. Wichtig ist: Überstunden müssen dokumentiert und rechtlich korrekt behandelt werden, mindestens zum gesetzlichen Mindestlohn.

Personaleinsatzplanung
Topic: Dienstplan

Verfasst von:

Diana Tran

Diana ist nicht nur eine leidenschaftliche Expertin im Bereich Personalwesen, sondern auch eine talentierte Content Writerin. Ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern befähigt sie dazu, Inhalte zu erstellen, die nicht nur informativ, sondern auch inspirierend sind. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, hochwertige HR-Inhalte zu produzieren, ist Diana ein wahrer Schatz für alle, die ihr Wissen über das Personalwesen erweitern möchten.

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