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4 März 2022

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Pausenregelung: Wann das Arbeitsrecht Pausen vorschreibt

Das Gesetz schreibt vor, dass Arbeitnehmer bestimmte gesetzliche Pausen einhalten müssen. Das ist kein Angebot, sondern eine Verpflichtung, der Arbeitgeber unterliegen.

Wie lang sind die gesetzlichen Pausenzeiten?

Das Arbeitszeitgesetz sieht die notwendigen Pausen vor. Bei einer Schicht von 6 Stunden ist keine Pause nötig. Aber eine reine Unterbrechung der Arbeit bedeutet nicht zwangsläufig eine Pause. Die Arbeitnehmer erhalten die Möglichkeit, die 30 Minuten Pausenzeit in zwei Pausen von je 15 Minuten aufzuteilen. Eine Arbeitsunterbrechung von weniger als 15 Minuten gilt nicht als Pause.

Was sagt das Arbeitszeitgesetz zur Pausenregelung?

Arbeitgeber haben die Verantwortung, Pausen und Schlafzeiten zu respektieren. Diese Zeiten dürfen nicht unterbrochen werden. Das Gesetz legt auch auch Ruhetage fest, so dass die Arbeitnehmer sich wirklich erholen können. Während der Pause ist keine Arbeit erlaubt. Wer mehr als sechs Stunden arbeitet, sollte eine Pause von 30 Minuten haben, bei mehr als 9 Stunden sind 45 Minuten Pause einzuplanen. Zuwiderhandlungen gegen dieses Gesetz sind strafbar.

Ruhepause vs. Ruhezeit: Inwiefern unterscheiden sie sich?

Das arbeitsbezogene Zeitgesetz schließt nicht nur die reguläre Pause als Ganzes ein. Obwohl der Begriff "Ruhezeit" etwas ähnlich erscheinen mag, beschreibt er zwei getrennte Sachverhalte. Beide beziehen sich auf eine Ruhephase während der Arbeit. Absatz 5 Absatz 1 sieht vor, dass die Arbeitnehmer nach Beendigung ihrer täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von 11 Stunden haben. Daher beeinflussen Pausenregeln nicht nur die Zeit während einer Schicht, in der eine Pause einzuhalten ist, sondern sie beeinflussen auch die Erholungszeit zwischen zwei Arbeitstagen.

Beziehen sich die Pausenregelungen auch auf das Wie und Wo?

Das Arbeitsrecht regelt die PausenzeitenDas Arbeitszeitgesetz ist lediglich eine Struktur in Bezug auf Pausen für Arbeitnehmer. Das Gesetz enthält keine spezifischen Informationen darüber, welche Ruhezeiten erforderlich sind und wie sie verbracht werden müssen. Der Mitarbeiter trägt die Entscheidung in der Regel selbst. Sie erlaubt es den Arbeitgebern daher nicht zu bestimmen, wie sie sich ausruhen sollen. So ist es möglich, während der Pause einzukaufen oder einfach nur das Mittagessen zu genießen.

Arbeitszeit oder nicht? Wann Rufbereitschaft oder Bereitschaftsdienst zur Ruhezeit zählt

Mehr als sechs Stunden darf niemand ohne Pause arbeiten.In manchen Branchen sind Arbeitszeiten rund um die Uhr üblich. Rein gesetzlich zählt aber die Rufbereitschaft nicht als Arbeitszeit, sondern als Ruhezeit. Sobald jedoch die Rufbereitschaft abgerufen wird, gilt diese Zeit auch als Arbeitszeit.

Was ist Arbeitszeit, was Pause?

Das Gesetz regelt die Abwesenheit von Arbeitnehmern. Es regelt darüber hinaus auch, dass Pausenzeiten vergütet werden.

Was sagt das Gesetz genau aus?

§4 – Ruhepausen (ArbZG)

Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.

Die Gesetze im Arbeitszeitgesetz

§5 (1) – Ruhezeit (ArbZG)

(1) Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.

(2) Die Dauer der Ruhezeit des Absatzes 1 kann in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, in Gaststätten und anderen Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung, in Verkehrsbetrieben, beim Rundfunk sowie in der Landwirtschaft und in der Tierhaltung um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn jede Verkürzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zwölf Stunden ausgeglichen wird.

(3) Abweichend von Absatz 1 können in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen Kürzungen der Ruhezeit durch Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft, die nicht mehr als die Hälfte der Ruhezeit betragen, zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.

Gesetzliche Pausen bei Jugendlichen

Für Jugendliche gelten laut Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) besondere Regelungen. Sie dürfen nicht länger als 4,5 Stunden am Stück arbeiten und die mindeste Pausendauer beträgt 15 Minuten.

Welche Ausnahmen der Regelung zu Pausenzeiten gibt es?

Genaue Regelungen im ArbeitsrechtVon diesen Bestimmungen gibt es Ausnahmen für die Unterbrechung des Arbeitstagesgesetzes. So sieht die abweichende Regel des ArbZG Abschnitt 7 eine Abweichung von den angegebenen Regeln vor. Die 11 Stunden pro Arbeitstag zwischen den einzelnen Arbeitstagen können reduziert werden. Diese Ausnahme wird gewährt. In solchen Situationen stellt das Gesetz jedoch den Beteiligten eine angemessene Entschädigung für diese Ausnahmen zur Verfügung. So können beispielsweise Pausen verlängert werden oder zusätzlich freie Tage gewährt werden.

Arbeitgeber dürfen laut dem Weisungsrecht § 106 Gewerbeordnung dafür sorgen, dass die Prozesse des Betriebes z.B. nicht unter einer gleichzeitigen Mittagspause mehrerer Mitarbeiter leiden. Wenn der Arbeitgeber jedoch verlangt, dass das Telefon der Firmenzentrale durchgehend besetzt sein muss, sind die dort Beschäftigten dazu angehalten, sich mit der Pause abzuwechseln.

Abweichungen von gesetzlicher Pausenregelung möglich

Keine Regel ohne Ausnahmen. Bestimmte Einrichtungen, wie Krankenhäuser oder Lebensmittelgeschäfte, können von den gesetzlichen Pausenvorschriften ausgenommen werden. Da hier ein durchgehender Betrieb erforderlich ist, müssen die Schichteinteilungen so erfolgen, dass es möglich ist, den Betrieb dauerhaft aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Pausen zu gewähren.

Arbeitszeitgesetz: Pausen sind Pflicht

Die Arbeitgeber können auch verlangen, dass die Arbeitnehmer Pausen machen. Diese sind im 4. Arbeitszeitgesetz (ArbZG) definiert. Eine genaue Definition kann jedoch nicht gegeben werden. Im weiteren Sinne bedeutet dies eine Arbeitsunterbrechung, die ein Arbeitnehmer nicht für die Arbeit verwenden darf, sondern nach seinen eigenen Wünschen verbringen kann.

Der uhrzeitabhängige Pausenabzug

Einige Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben Mitarbeiter, die oft Pausen während des Tages machen, die von der Zeit abhängen. Die Mindestunterbrechung für den Arbeitnehmer wird zu einer bestimmten Zeit festgelegt und die Höchstunterbrechung angeordnet. Diese festen Pausenzeiten können jedoch durch einen Arbeitgeber individuell verlängert werden. In der Regel sind zeitlich befristete Pausen die einzige Möglichkeit, einen Produktionsprozess zu optimieren, insbesondere auf Produktionslinien oder in Gruppen von Arbeitsplätzen.

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