Ob du Arbeitgeber oder Arbeitnehmer bist: Die Frage, wie viele Fehltage normal sind, betrifft euch beide. Arbeitnehmer wollen wissen, ob ihre Abwesenheit auffällt. Arbeitgeber müssen Krankenstand planen, Kosten im Blick behalten und rechtlich richtig handeln. Dieser Artikel liefert dir aktuelle Zahlen, rechtliche Grundlagen und konkrete Maßnahmen, mit denen du Fehlzeiten sinnvoll managen kannst.
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- Der Durchschnitt lag 2025 bei 18,6 Krankheitstagen pro Jahr (TK-Gesundheitsreport 2026), nach dem Höchstwert von 19,4 Tagen im Jahr 2023.
- Je nach Krankenkasse variieren die Zahlen: Die AOK verzeichnete für ihre Versicherten 2024 sogar 23,9 Fehltage, die DAK 19,5 Tage. Das liegt an unterschiedlichen Versichertenstrukturen.
- Dein Arbeitgeber zahlt bis zu 6 Wochen Entgeltfortzahlung, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld (ca. 70 % des Bruttolohns).
- Du musst ab dem 4. Krankheitstag ein Attest vorlegen, dein Arbeitgeber kann das auch früher verlangen.
- Hohe Fehlzeiten können in Ausnahmefällen zur krankheitsbedingten Kündigung führen, das setzt jedoch klare rechtliche Hürden voraus.
Wie viele Krankheitstage sind 2025 der Durchschnitt?
Die Zahl der Krankheitstage in Deutschland ist seit 2022 strukturell auf einem höheren Niveau, zeigt 2025 aber erstmals wieder einen leichten Rückgang. Laut TK-Gesundheitsreport 2026 fehlten Beschäftigte im Jahr 2025 durchschnittlich 18,6 Tage, nach 19,1 Tagen (2024) und dem bisherigen Höchstwert von 19,4 Tagen (2023). Die DAK-Analyse des IGES-Instituts (Januar 2026) bestätigt diesen Trend: Der Krankenstand lag 2025 bei 5,4 Prozent, entsprechend rund 19,5 Fehltagen pro DAK-versicherter Person.
Wichtig für die Einordnung: Die Zahlen unterscheiden sich je nach Krankenkasse erheblich, weil AOK, TK und DAK unterschiedliche Versichertengruppen haben. Die AOK versichert überdurchschnittlich viele Beschäftigte in körperlich belastenden Branchen wie Bau, Pflege und Produktion, was zu höheren Werten führt (2024: 23,9 Fehltage je AOK-Mitglied). Die TK und DAK versichern mehr Angestellte und Akademiker in Bürojobs.
Ein weiterer Faktor: Seit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) im Jahr 2022 werden alle Krankmeldungen lückenlos erfasst. Laut WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) erklärt die eAU rund 60 Prozent des statistischen Anstiegs gegenüber den Vorjahren. Das bedeutet: Deutsche Beschäftigte sind nicht dramatisch kränker als früher, sie melden sich jedoch konsequenter krank.
Die wichtigsten Ursachen für Fehlzeiten im Jahr 2025 sind Atemwegserkrankungen (36 % aller Krankschreibungsfälle, laut AOK-Fehlzeiten-Report 2025), psychische Erkrankungen (nur 4,8 % der Fälle, aber 12,5 % aller Fehltage, mit durchschnittlich 28,5 Tagen pro Fall) und Muskel-Skelett-Erkrankungen (19,8 % der Fehltage).
Krankenstand nach Branche: Wer fehlt am häufigsten?
Die Anzahl der Krankheitstage schwankt je nach Berufsfeld erheblich. Diese Übersicht zeigt den durchschnittlichen Krankenstand nach Branche (Basis: AOK-Fehlzeiten-Report 2025, TK-Gesundheitsreport 2026):
| Branche | Ø Fehltage pro Jahr |
|---|---|
| Pflege und Sozialwesen | 26–30 |
| Baugewerbe | 22–25 |
| Einzelhandel | 18–22 |
| Öffentlicher Dienst | 20–24 |
| IT und Informationsdienstleistungen | 12–15 |
| Finanz- und Versicherungsbranche | 13–16 |
Physisch belastende Berufe führen die Liste deutlich an. Wer in der Pflege oder auf dem Bau arbeitet, hat strukturell mehr Fehltage als Bürobeschäftigte, das ist kein individuelles Versagen, sondern eine systemische Realität.
Krankenstand nach Alter und Geschlecht
Ältere Beschäftigte fehlen seltener, aber länger. Jüngere Arbeitnehmer melden sich häufiger krank, kehren jedoch schneller zurück. Frauen weisen im Schnitt geringfügig mehr Fehltage auf als Männer, was teilweise auf Schwangerschaftsausfälle und eine höhere Bereitschaft, Erkrankungen zu melden, zurückzuführen ist.
Krankenstand nach Bundesland
Die regionalen Unterschiede sind erheblich: Sachsen-Anhalt verzeichnete laut AOK-Fehlzeiten-Report 2025 mit 7,7 Prozent den höchsten Krankenstand bundesweit, Berlin mit 5,8 Prozent den niedrigsten. Nordrhein-Westfalen lag mit 7,0 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Mögliche Ursachen sind Unterschiede in der Branchenstruktur, im Lohnniveau und im Anteil körperlich belastender Berufe.
Ab wann gelten Krankheitstage als auffällig?
Das Ampel-Modell: Grün, Gelb, Rot
Für Arbeitgeber hat sich in der HR-Praxis ein einfaches Orientierungsmodell etabliert:
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Grün (0–10 Fehltage/Jahr): Unterdurchschnittlich, kein Handlungsbedarf.
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Gelb (11–20 Fehltage/Jahr): Im Bereich des nationalen Durchschnitts, Beobachtung empfehlenswert.
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Rot (21+ Fehltage/Jahr): Überdurchschnittlich, Gespräch mit dem Mitarbeitenden sinnvoll (kein Vorwurf, sondern Fürsorge).
Wann drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen?
Mehr als 20 Fehltage pro Jahr gelten als Richtwert für „häufige Kurzerkrankungen". Das allein rechtfertigt noch keine Kündigung. Für eine wirksame krankheitsbedingte Kündigung müssen kumulativ mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:
- Eine negative Gesundheitsprognose (keine Besserung absehbar).
- Eine erhebliche betriebliche Beeinträchtigung durch die Fehlzeiten.
- Eine Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers.
- Das Fehlen zumutbarer Alternativen (z. B. Versetzung, Anpassung des Arbeitsplatzes).
Als Arbeitgeber solltest du vor einem solchen Schritt immer rechtlichen Rat einholen. Als Arbeitnehmer hast du das Recht auf ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), wenn du länger als 6 Wochen in 12 Monaten gefehlt hast.
Warum Krankheitstage für Arbeitgeber und Arbeitnehmer wichtig sind
Wirtschaftliche Folgen für Unternehmen
Jeder Fehltag kostet. Direkte Kosten entstehen durch die Entgeltfortzahlung in den ersten 6 Wochen. Dazu kommen indirekte Kosten durch Produktivitätsverlust, Überstunden anderer Kollegen und ggf. externe Vertretungen. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) entstehen der deutschen Wirtschaft durch Arbeitsunfähigkeit jährlich Produktionsausfälle in Milliardenhöhe.
Auswirkungen auf Karriere und Einkommen
Häufige Fehlzeiten können sich auf deine berufliche Entwicklung auswirken: verpasste Projekte, weniger Sichtbarkeit, im schlimmsten Fall geringere Chancen auf eine Gehaltserhöhung. Nach 6 Wochen endet die Entgeltfortzahlung, du erhältst dann Krankengeld von deiner Krankenkasse, das in der Regel 70 % deines Bruttolohns entspricht, höchstens jedoch 90 % deines Nettolohns.
Krankheitstage sind kein Zeichen von Schwäche. Wer krank ist, soll zu Hause bleiben. Präsentismus (krank zur Arbeit erscheinen) schadet langfristig mehr als ein Fehltag.
5 Hauptursachen für Fehlzeiten am Arbeitsplatz
1. Atemwegserkrankungen und saisonale Krankheiten
Erkältungen, Grippe und Atemwegsinfekte sind die häufigste Einzelursache für Krankschreibungen. Laut TK lagen die Fehltage durch Erkältungskrankheiten 2025 bei durchschnittlich 4,25 Tagen pro Beschäftigtem, nach 4,68 Tagen im Jahr 2024 und 5,75 Tagen im Jahr 2022. Der Rückgang ist real, der Herbst-Winter-Effekt bleibt aber bestehen. Impfungen, gute Belüftung und Hygienekonzepte helfen, Infektwellen im Betrieb zu reduzieren.
2. Psychische Erkrankungen und Burnout
Depressionen, Angststörungen und Burnout sind auf dem Vormarsch. Laut AOK-Fehlzeiten-Report 2025 sind die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen. Diese Erkrankungen verursachen mit durchschnittlich 28,5 Tagen pro Fall deutlich längere Ausfallzeiten als körperliche Erkrankungen. Allein Depressionen verursachten 2024 laut DAK-Psychreport 183 Fehltage je 100 Beschäftigte, 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine unterstützende Unternehmenskultur und niedrigschwellige Angebote für psychische Gesundheit sind heute kein Nice-to-have mehr.
3. Muskel-Skelett-Erkrankungen
Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle und Gelenkprobleme sind vor allem in körperlich belastenden Berufen häufig. Laut TK-Gesundheitsreport 2026 gingen die Fehltage durch Muskel-Skelett-Erkrankungen leicht zurück: von 2,71 Tagen (2024) auf 2,62 Tage (2025) pro Beschäftigtem. Ergonomische Arbeitsplätze und regelmäßige Bewegungsangebote können Abhilfe schaffen.
4. Arbeitsunfälle und berufsbedingte Erkrankungen
Besonders in Bau, Produktion und Pflege sind Arbeitsunfälle eine relevante Ursache für Fehlzeiten. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber, Risiken aktiv zu minimieren.
5. Niedrige Mitarbeiterzufriedenheit
Studien zeigen: Wer sich am Arbeitsplatz wertgeschätzt fühlt und eine gute Work-Life-Balance hat, fehlt seltener. Schlechtes Betriebsklima und fehlende Autonomie erhöhen das Krankheitsrisiko nachweislich.
Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
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Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) hast du als Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch deinen Arbeitgeber für bis zu 6 Wochen (42 Kalendertage) pro Erkrankung, sofern das Arbeitsverhältnis mindestens 4 Wochen bestanden hat. Handelt es sich um dieselbe Erkrankung, beginnt die 6-Wochen-Frist neu, wenn du mindestens 6 Monate ohne diese Krankheit gearbeitet hast.
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Spätestens ab dem 4. Krankheitstag musst du deinem Arbeitgeber eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) vorlegen. Dein Arbeitgeber kann jedoch schon ab dem ersten Tag ein Attest verlangen, das ist sein gutes Recht. Seit 2023 wird die AU-Bescheinigung in den meisten Fällen elektronisch (eAU) an die Krankenkasse übermittelt, du bekommst weiterhin einen Ausdruck für deine eigene Unterlagen.
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Nach 6 Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber übernimmt deine gesetzliche Krankenkasse. Das Krankengeld beträgt 70 % deines Bruttogehalts, höchstens jedoch 90 % deines Nettogehalts. Es wird maximal 78 Wochen (1,5 Jahre) innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Erkrankung gezahlt.
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Eine krankheitsbedingte Kündigung ist in Deutschland möglich, aber an hohe Hürden geknüpft. Sie kommt nur in Betracht, wenn eine negative Gesundheitsprognose vorliegt, erhebliche betriebliche oder wirtschaftliche Beeinträchtigungen entstehen und eine Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers ausfällt. Bevor du als Arbeitgeber diesen Schritt gehst, musst du ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) angeboten haben. Arbeitnehmer sollten in diesem Fall umgehend rechtlichen Rat einholen und ggf. den Betriebsrat einschalten.
So reduzierst du Fehlzeiten in deinem Unternehmen
Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
Unternehmen, die in BGF investieren, senken ihren Krankenstand nachweislich. Bewährte Maßnahmen sind:
- Ergonomische Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen.
- Betriebssport und Bewegungsangebote (z. B. Jobrad, Fitnesskooperation).
- Gesunde Kantinenangebote oder Obstkorb.
- Betriebliche Impfaktionen (Grippe, Covid-19).
- Psychische Gesundheitsangebote: Coaching, EAP (Employee Assistance Program).
Flexible Arbeitszeiten und hybrides Arbeiten
Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice senken nachweislich Stress und fördern die Work-Life-Balance. Wer seinen Arbeitsalltag mitgestalten kann, ist zufriedener und seltener krank.
Fehlzeiten digital erfassen und auswerten
Was du nicht misst, kannst du nicht steuern. Mit Shiftbase erfasst du Krankheitstage, Urlaub und alle anderen Fehlzeiten zentral und in Echtzeit. Du erkennst Muster frühzeitig (z. B. montägliche Häufungen), kannst gezielt reagieren und bleibst bei Personalkosten und Planungssicherheit auf dem aktuellen Stand. Jetzt Shiftbase 14 Tage kostenlos testen
Individuelle Tipps für Arbeitnehmer zur Krankheitsprävention
Du kannst deinen eigenen Gesundheitszustand aktiv beeinflussen. Diese fünf Strategien sind evidenzbasiert und leicht in den Alltag integrierbar:
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten stärkt dein Immunsystem. Stark verarbeitete Lebensmittel und Zucker erhöhen chronische Entzündungsreaktionen.
- Bewegung: 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche (z. B. zügiges Gehen, Radfahren) reichen aus, um das Krankheitsrisiko deutlich zu senken. Das Treppensteigen im Büro zählt schon.
- Schlaf: 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht stärken dein Immunsystem und deine psychische Resilienz. Unregelmäßige Schlafzeiten korrelieren mit erhöhten Fehltagen.
- Stressmanagement: Atemübungen, kurze Pausen und Zeitmanagement-Techniken (z. B. Pomodoro) helfen, chronischen Stress zu senken. Psychische Erkrankungen entstehen oft schleichend, nicht plötzlich.
- Hydration: 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich halten Konzentration und Immunsystem stabil. Kaffee und zuckerhaltige Getränke ersetzen kein Wasser.
Fazit
Rund 18 bis 20 Krankheitstage pro Jahr sind in Deutschland derzeit der Durchschnitt, Tendenz steigend. Für Arbeitgeber bedeutet das: Prävention lohnt sich, digital, strukturell und kulturell. Für Arbeitnehmer gilt: Wer krank ist, soll sich ausheilieren. Gleichzeitig hilft ein gesunder Lebensstil, Fehlzeiten dauerhaft zu reduzieren.
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Häufig gestellte Fragen
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Im Jahr 2025 fehlten Beschäftigte durchschnittlich 18,6 Tage (TK-Gesundheitsreport 2026), nach dem bisherigen Höchstwert von 19,4 Tagen im Jahr 2023. Je nach Krankenkasse variieren die Zahlen: Die AOK verzeichnete 2024 sogar 23,9 Fehltage pro Mitglied, was vor allem an ihrer versichertenstruktur mit mehr körperlich belastenden Berufen liegt. Als grobe Faustregel gilt: Unter 10 Tage sind deutlich unterdurchschnittlich, über 20 Tage gelten als überdurchschnittlich.
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Eine einheitliche gesetzliche Grenze gibt es nicht. In der HR-Praxis gilt ein Wert von mehr als 20 Fehltagen pro Jahr als Richtwert für „häufige Kurzerkrankungen". Dieser Wert allein berechtigt deinen Arbeitgeber jedoch nicht zu einer Kündigung. Es müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein, etwa eine negative Gesundheitsprognose und erhebliche betriebliche Beeinträchtigungen.
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Spätestens ab dem 4. Krankheitstag (Kalendertag) bist du verpflichtet, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Dein Arbeitgeber kann jedoch vertraglich oder mündlich schon ab dem ersten Krankheitstag ein Attest verlangen. Das ist rechtlich zulässig und weit verbreitet.
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In den ersten 6 Wochen (42 Kalendertage) zahlt dein Arbeitgeber dein volles Gehalt weiter. Das nennt sich Entgeltfortzahlung und ist im Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) geregelt. Ab der 7. Woche zahlt deine gesetzliche Krankenkasse Krankengeld in Höhe von ca. 70 % deines Bruttolohns, für maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren.
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Ja, das ist grundsätzlich möglich, aber an hohe rechtliche Hürden geknüpft. Eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur wirksam, wenn eine negative Gesundheitsprognose vorliegt, erhebliche betriebliche oder finanzielle Beeinträchtigungen nachweisbar sind, keine milderen Mittel (z. B. Versetzung) möglich sind und eine Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers ausfällt. Außerdem muss dir dein Arbeitgeber zuvor ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) angeboten haben.
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Die drei häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland sind laut AOK-Fehlzeiten-Report 2025: erstens Atemwegserkrankungen (36 % aller Krankschreibungsfälle), zweitens psychische Erkrankungen (nur 4,8 % der Fälle, aber 12,5 % aller Fehltage, mit durchschnittlich 28,5 Tagen pro Fall) und drittens Muskel-Skelett-Erkrankungen (19,8 % der Fehltage). Psychische Erkrankungen zeigen den stärksten Anstieg: plus 43 Prozent in zehn Jahren.
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Die wirksamsten Maßnahmen sind: betriebliche Gesundheitsförderung (Ergonomie, Sport, Ernährung), flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Optionen, ein offenes Betriebsklima ohne Angst vor Stigmatisierung bei Krankheit sowie eine strukturierte digitale Erfassung und Auswertung von Fehlzeiten. Tools wie Shiftbase helfen dir, Muster frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

