Urlaubsantrag

Urlaubsantrag

Wenn Sie als Arbeitnehmer darüber nachdenken, eine Auszeit zu nehmen, müssen Sie einen Urlaubsantrag stellen. Wenn Sie dies zum ersten Mal tun, kann es für Sie eine Herausforderung sein. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Einreichung eines Urlaubsantrags wissen müssen, von Anfang bis Ende.

Zunächst müssen Sie alle erforderlichen Informationen und Unterlagen zusammenstellen. Anschließend müssen Sie das Antragsformular ausfüllen und Ihrem Arbeitgeber vorlegen. Sobald Ihr Arbeitgeber Ihren Antrag erhalten und geprüft hat, wird er ihn genehmigen oder ablehnen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie einen Urlaubsantrag stellen, dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie. Lesen Sie weiter, um die nötigen Informationen zu erhalten!

Was ist ein Urlaubsantrag?

Der bezahlte Jahresurlaub, auch Jahresurlaub genannt, ist ein Recht jedes Arbeitnehmers. Das Bundesurlaubsgesetz (BurlG) ist die arbeitsrechtlich kodifizierte Rechtsgrundlage.

Es liegt in der Verantwortung des Arbeitnehmers, einen Urlaubsantrag auszufüllen, um bezahlten Urlaub zu beantragen. Nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) hat der Arbeitnehmer je nach Berufstätigkeit, Arbeitgeber und Branche Anspruch auf bis zu 30 Tage Urlaub, davon mindestens 24 Arbeitstage (§ 1 BUrlG). Es besteht keine Verpflichtung, während dieser Zeit am Arbeitsplatz zu sein. Um Urlaub zu nehmen, müssen Sie rechtzeitig vor Urlaubsbeginn einen Urlaubsantrag beim Chef stellen. Nur mit Erlaubnis des Vorgesetzten darf der Arbeitnehmer während des beantragten Urlaubs frei nehmen.

Wie lange muss der Urlaub sein?

Nach § 7 BUrlG müssen Sie Ihren Urlaub immer gleichzeitig beantragen. Der Urlaub des Arbeitnehmers muss zehn Tage umfassen, wenn er fünf Tage in der Woche arbeitet. Das Wochenende wird in den Mindestzeitraum von zwölf Tagen eingerechnet. Außerdem stehen nur volle Tage für den gesetzlichen Urlaub zur Verfügung.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen von dieser Regel. Manchmal können die Urlaubstage aus betrieblichen oder persönlichen Gründen aufgeteilt werden. Wer im Rettungsdienst eingesetzt ist, kann einen kürzeren Urlaub haben. Sie können keinen längeren Urlaub nehmen, wenn sie sich von einer Krankheit erholen oder mit nahen Verwandten verheiratet sind.

Die Urlaubstage, die über den gesetzlichen Urlaubsanspruch hinausgehen, können abweichend von den sieben Tagen nach § 7 BUrlG gewährt werden. Urlaubstage können auch einzeln oder in Bruchteilen von Tagen im Rahmen eines Arbeitsvertrages beantragt werden. Der Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers geht dem BUrlG hinsichtlich Urlaubsdauer und -umfang vor. In einem arbeitsrechtlichen Streitfall kann die Regelung gerichtlich durchgesetzt werden", erklärt Rechtsanwalt Markus Hannen.

Wie schreibt man einen Urlaubsantrag?

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In kleineren Unternehmen bestätigt der Arbeitgeber dies in der Regel mit einer kurzen Notiz oder einer mündlichen Vereinbarung. In einigen Unternehmen müssen die Arbeitnehmer Formulare für Urlaubsanträge ausfüllen und genehmigen. In vielen Fällen können Sie ein formloses Schreiben beantragen. Für die Beantragung von Urlaub gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Ausschlaggebend sind die Bestimmungen Ihres Unternehmens.

Mündliche Anträge können zwar akzeptiert werden, Sie sollten aber immer eine schriftliche Bestätigung erhalten. Andernfalls können Sie nicht nachweisen, dass der Antrag genehmigt wurde.

Was enthält das Formular für den Urlaubsantrag?

Füllen Sie in einem vordefinierten Formular alle entsprechenden Felder mit den Angaben aus, die Ihr Arbeitgeber benötigt. Alle Urlaubsanträge sollten jedoch die folgenden Angaben enthalten:

  • Vor- und Nachname
  • (Falls vorhanden, geben Sie die Personalnummer an)
  • Anfangs- und Enddatum des Urlaubs
  • Anzahl der Urlaubstage
  • Unterschrift des Arbeitnehmers

Als Bestätigung muss der Arbeitgeber oder die Personalabteilung unterschreiben.

Wie funktioniert das Einreichen eines Urlaubsantrags?

Urlaubsanträge müssen keinen gesetzlichen Vorgaben folgen. Es ist daher möglich, mündliche Vereinbarungen zu treffen und den Antrag formlos schriftlich zu stellen. Ein schriftlicher Antrag ist notwendig, da Sie Beweise vorlegen können.

Im Arbeitsvertrag oder in der Vereinbarung eines Unternehmens ist in der Regel die Urlaubsplanung festgelegt. In einem Antrag kann z. B. die Verwendung einer bestimmten Dokumentenvorlage festgelegt werden. In größeren Unternehmen wird die Urlaubsplanung in der Regel von der Personalabteilung mit Hilfe von Computerprogrammen durchgeführt.

Wie sieht das Genehmigungsverfahren für Urlaubsanträge aus? Außerdem ist es nicht gesetzlich vorgeschrieben. In den meisten Fällen werden Urlaubsanträge von den direkten Vorgesetzten gegengezeichnet, weil sie sich um die Verteilung der Mitarbeiter im Team kümmern. Sobald Sie einen Urlaubsantrag stellen, ist er verbindlich. Sie können ihn nicht willkürlich und ohne Grund ablehnen.

Wann muss ich meinen Urlaub beantragen?

Darüber hinaus kann auch der Arbeitgeber den Zeitpunkt des Urlaubsantrags nach seinen internen Vorschriften regeln. Um sicherzustellen, dass Ihr Antrag rechtzeitig geprüft wird, sollten Sie ihn so früh wie möglich einreichen. So fällt es Ihrem Arbeitgeber leichter, den Antrag zu genehmigen und die Personalplanung zeitnah zu erledigen. Wenn Sie eine Reise buchen, vor allem bei großen Unternehmen, tun Sie dies am besten mehrere Wochen im Voraus. Manchmal werden solche Anweisungen oder Vereinbarungen vom Unternehmen oder dem Dienstleister erteilt.

Die meisten Unternehmen sind kulant und flexibel, wenn Sie kurzfristig einen Urlaub benötigen. Es ist auch möglich, kurzfristig und ohne Vorankündigung Urlaub zu beantragen, wenn es keine dringenden Gründe für die Abwesenheit gibt.

Wer beantragt den Urlaub? Der Antrag auf Urlaub kann direkt bei Ihrem Vorgesetzten oder über die Personalabteilung gestellt werden. Sie sollten herausfinden, welche Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen dafür zuständig sind.

Was tun Sie, wenn Sie den Urlaub ablehnen?

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Nach § 7 Abs.. 1 BulG muss der Arbeitgeber Urlaubsanträge von Arbeitnehmern berücksichtigen. Einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zufolge sind die Urlaubsanträge der Arbeitnehmer vorrangig zu berücksichtigen. In Ausnahmefällen kann der Arbeitgeber die Leistung verweigern, wenn ihm dringende betriebliche Interessen entgegenstehen, mit denen Sie dem Urlaubsantrag entgegenwirken können. Der Arbeitgeber kann den Urlaub der Arbeitnehmer so regeln, dass die Arbeitsabläufe ohne Unterbrechung fortgesetzt werden können, indem er ein Weisungsrecht hat. Einige Gründe für die Ablehnung eines Urlaubs sind:

  • Zeitnahe Auftragserfüllung
  • Auftragsspitzen.
  • Personalengpässe
  • Arbeiten an Abschlüssen und Inventuren

Ist es möglich, den Urlaub häufig zu verweigern? Dies ist nicht gesetzlich geregelt. Bevor der Urlaub genehmigt wird, müssen betriebliche Gründe erfüllt sein.

Welche Frist gilt für die Einreichung eines Urlaubsantrags?

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Nach dem Arbeitsgesetz müssen Sie einen Urlaub nicht im Voraus beantragen. Theoretisch könnte dies sogar spontan geschehen. Ein Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung kann individuelle Regelungen enthalten.

Entscheidend ist, den Urlaubsantrag so rechtzeitig zu stellen, dass der Arbeitgeber reagieren und den Personaleinsatz planen kann. Bei größeren Abteilungen ist meist eine längere Vorlaufzeit erforderlich. In der Regel sind mehrwöchige Urlaube problematisch, nicht einzelne Urlaubstage.

In einigen Unternehmen muss der Urlaub bereits im Dezember für das Folgejahr beantragt werden. In manchen Abteilungen sind die Mitarbeiter jedoch flexibler und können selbständig arbeiten. In diesem Fall ist ein kurzfristiger Urlaub zulässig, sofern Sie alle Aufgaben rechtzeitig erledigt haben.

Muss der Urlaub im Voraus genehmigt werden?

Urlaubsanträge müssen innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens beantwortet werden. Dieser kann variieren.

Mündlicher Urlaubsantrag

Wenn ein mündlicher Urlaubsantrag gestellt wird, muss der Vorgesetzte diesen unverzüglich annehmen oder ablehnen (siehe § 147 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuchs). Dieses Verfahren ist für Urlaubstage üblich.

Es ist auch möglich, dass der Vorgesetzte eine Frist für die Entscheidung setzt oder den Arbeitnehmer auffordert, den Antrag schriftlich zu stellen.

Zur Sicherheit sollten beide Seiten den Urlaubsantrag (nachträglich) schriftlich bestätigen.

Schriftlicher Urlaubsantrag

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Arbeitnehmern in angemessener Weise zu antworten. In den meisten Fällen dauert die Bearbeitung 7-10 Tage. Einige berechtigte Gründe können jedoch zu einer längeren Bearbeitungszeit führen, z. B. die Koordinierung der Anträge vieler Arbeitnehmer.

Wann wird ein Urlaubsantrag genehmigt?

Urlaubsanträge müssen mündlich oder schriftlich gestellt werden, damit sie als genehmigt gelten. Nach Ablauf einer bestimmten Frist werden Anträge nicht mehr automatisch angenommen. Erhält der Arbeitnehmer keine Antwort, muss er seinen Urlaubsantrag als abgelehnt betrachten.

Kann man genehmigten Urlaub zurücknehmen?

Arbeitnehmer können genehmigten Urlaub in Absprache mit ihrem Vorgesetzten stornieren, wenn sie ihn nicht mehr nehmen wollen. Es muss jedoch eine ausdrückliche Vereinbarung getroffen worden sein.

Kann der Chef genehmigten Urlaub stornieren? Der Arbeitgeber darf den Urlaub der Arbeitnehmer nur in außergewöhnlichen und extremen Fällen stornieren, nicht aber, wenn er betriebliche Schwierigkeiten beherrschen kann. Nur dann sollte es möglich sein, so Rechtsanwalt Markus Hannen. Danach ist der Arbeitgeber für die Stornierung von bereits gebuchten Flügen und Unterkünften verantwortlich.

Auch die Rückholung eines beurlaubten Mitarbeiters ist verboten. Sie ist in jedem Fall unzulässig, auch wenn dringende betriebliche Erfordernisse vorliegen. Die Stornierung eines Urlaubs ist rechtlich unwirksam, wenn die Stornierung des Urlaubs notwendig ist. Wird er unter solchen Umständen genommen, gilt er als nicht genommener Urlaub. Für einen Arbeitnehmer ist es freiwillig, einem solchen Rückruf zu folgen. Daher müssen alle daraus entstehenden Kosten vom Arbeitgeber getragen werden.

Mein Urlaub ist jetzt vorbei. Wie geht es weiter?

Das laufende Kalenderjahr ist das Jahr, in dem der gesetzliche Urlaubsanspruch gilt. Hoffentlich haben Sie inzwischen Ihren gesamten Jahresurlaub genommen. Der Resturlaub kann auf das folgende Jahr übertragen werden, wenn dies aus krankheits- oder betriebsbedingten Gründen nicht möglich ist. Um den angesammelten Urlaub zu nehmen, müssen Sie dies bis zum 31. März des Folgejahres tun. Andernfalls verfällt er.

Eine Auszahlung des Resturlaubs ist entgegen irrtümlicher Annahmen nicht möglich. Die Erholung ist dafür nicht vorgesehen. Der Urlaub hat nicht den Zweck, Sie zu entschädigen. Er dient in erster Linie der geistigen und körperlichen Erholung in der freien Zeit. Daher gibt es auch keine finanzielle Abgeltung nach dem Urlaubsgesetz. Wird der Vertrag gekündigt und steht keine Zeit mehr für den Urlaub zur Verfügung, so muss die verbleibende Zeit finanziell abgegolten werden (§ 7 Abs. 4 BUrlG).

Widerruf: Kann der Chef den genehmigten Urlaub widerrufen?

Bei plötzlichem Personalmangel kann bereits genehmigter Urlaub nicht wieder abgeholt werden. Der Arbeitgeber darf den genehmigten Urlaub nur dann widerrufen, wenn der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Es gibt jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel. Der Arbeitgeber muss für alle Kosten aufkommen, die mit der Stornierung von Reisen oder der vorzeitigen Rückkehr verbunden sind.

Außerdem ist die Durchsetzung der Vorschrift schwierig. Während des Urlaubs dürfen die Arbeitnehmer vom Arbeitgeber weder telefonisch noch per E-Mail kontaktiert werden. Ihre Urlaubsadresse muss nicht einmal angegeben werden. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat auch Rückrufe von bereits gewährtem und genommenem Urlaub untersagt (9AZR404/99 und 9AZR405/99). Auch wenn es am Ort des genehmigten Urlaubs regnet, darf ein Arbeitnehmer seinen Urlaub nicht verschieben.

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