Teilzeitbeschäftigung

Alles, was Sie über Teilzeitbeschäftigung wissen müssen, arbeitsverträge arbeitsrecht

Eine Teilzeitbeschäftigung kann eine attraktive Option für vielbeschäftigte Arbeitnehmer sein, die ihr Privat- und Berufsleben miteinander in Einklang bringen wollen. Teilzeitarbeit mag weniger Stunden umfassen, aber das bedeutet nicht, dass Arbeitgeber den Prozess nicht ernst nehmen sollten. Teilzeitbeschäftigte haben nach wie vor Rechte und Schutz durch das Gesetz, und Personalleiter sollten sicherstellen, dass sie die Anforderungen an Teilzeitbeschäftigte verstehen.

Was ist teilzeitbeschäftigt?

Es ist schwer zu sagen, was die Definition einer Teilzeitbeschäftigung ist. Es hängt davon ab, welche Art von Arbeitsverhältnis Sie haben und wie viel Teilzeitarbeit Sie leisten. In einem Unternehmen können beispielsweise Vollzeitbeschäftigte 40 Stunden pro Woche arbeiten, während in einem anderen Unternehmen Vollzeitbeschäftigte 38 Stunden pro Woche arbeiten.

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) definiert Teilzeitbeschäftigung als jede Arbeitszeit, die kürzer ist als die regelmäßige Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten. Es handelt sich um die durchschnittliche Arbeitszeit eines Jahres für eine Vollzeitstelle, wenn keine regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist.

Arbeitnehmer, die mindestens sechs Monate im Unternehmen gearbeitet haben, können ihre Arbeitszeit auf Teilzeit reduzieren. Sie können die Arbeitszeit zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer aushandeln. Je nach Vertrag können Sie auch die Arbeitsstunden vereinbaren.

Teilzeitarbeit eignet sich besonders gut für die Rückkehr in den Beruf nach dem Elternurlaub. Außerdem haben die Arbeitnehmern durch die Teilzeitarbeit mehr Zeit für ihre Familie. Ein großer Nachteil ist der geringe Verdienst, der zu den üblichen Rentenansprüchen führt.

Wer hat Anspruch auf Teilzeitarbeit?

Unter bestimmten Umständen haben Arbeitnehmer, auch Führungskräfte, das Recht, ihre Arbeitszeit zu verringern, zu erhöhen oder anders zu verteilen. Die Regelung der Teilzeitarbeit und der befristeten Beschäftigung ist bereits seit 2001 im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt.

Für eine Teilzeitbeschäftigung gibt es keine gesetzliche Mindeststundenzahl, sondern der Arbeitsvertrag legt die Stundenzahl fest. Um sie zu dokumentieren, können zum Beispiel Zeiterfassungssysteme eingesetzt werden. Es vereinfacht die Online-Zeiterfassung und sichert den Ausgleich von Überstunden bei Teilzeitbeschäftigten.

Was sind die Voraussetzungen für Teilzeitarbeit?

Vor allem kleine Unternehmen würden durch eine uneingeschränkte Teilzeitbeschäftigung geschädigt.

Die Teilzeitbeschäftigung ist daher an zwei Bedingungen geknüpft: Der Arbeitnehmer ist seit mehr als sechs Monaten im Betrieb beschäftigt ( § 8 Abs. 1 TzBfG ). Beim Arbeitgeber sind derzeit mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt (8 Abs. 7 TzBfG).

Im Idealfall sollten Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber drei Monate vor der beabsichtigten Reduzierung ihrer Wochenarbeitszeit informieren. So haben Vorgesetzte und Personalabteilungen Zeit, die Details zu klären. Wenn Ihr Mitarbeiter seine Arbeitszeit reduzieren möchte, müssen Sie wissen, wie er diese in Zukunft aufteilen möchte. Bei Teilzeitarbeit muss er dies nicht begründen.

Ein Teilzeitantrag wird einen Monat vor dem vorgeschlagenen Starttermin wirksam, wenn ein Vorgesetzter ihn schriftlich akzeptiert. Es ist mehr als eine E-Mail erforderlich. Wenn eine Verringerung der Arbeitszeit eines Arbeitnehmers nach zwei Jahren erfolgt ist, kann er sie nicht weiter verringern. Teilzeitbewerber müssen ebenfalls zwei Jahre warten, wenn der Arbeitgeber sie aus betrieblichen Gründen ablehnt.

Wie viele Stunden pro Woche kann ich arbeiten?

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Teilzeitbeschäftigte vereinbaren ihre Arbeitszeiten im Voraus mit ihrem Arbeitgeber. In der Regel wird in Ihrem Arbeitsvertrag festgelegt, wie viele Stunden Sie pro Woche arbeiten müssen. Sie können vereinbaren, 39 Stunden pro Woche zu arbeiten, 20 oder 3 Stunden Teilzeit.

Für eine Teilzeitbeschäftigung gibt es keine gesetzliche Mindeststundenzahl. Im Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers wird festgelegt, wie viele Stunden er arbeiten muss. Der Stundensatz kann in einem Vertrag für Teilzeitarbeit flexibel sein. So kann das Unternehmen beispielsweise "Teilzeitarbeit mit flexiblen Wochenplänen" oder "Arbeitszeiten, die sich nach den Bedürfnissen des Unternehmens richten" vorschlagen.

In diesem Fall hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Teilzeitbeschäftigung von mindestens zehn Stunden pro Woche. Teilzeitbeschäftigte können zehn Stunden Lohn pro Woche verlangen, wenn sie weniger Stunden pro Woche arbeiten.

Wenn Sie in Teilzeit arbeiten, gibt es keine Mindeststundenzahl, so dass Sie und Ihr Arbeitgeber vereinbaren können, dass Sie nur zwei Stunden pro Woche arbeiten.Sie können eine Anpassung Ihres Vertrags beantragen, wenn Ihr Chef Sie häufiger und regelmäßiger einsetzt und Ihre durchschnittliche Arbeitszeit korrigiert wird.

Welches Teilzeitmodell ist verfügbar?

Das Bundesamt für Arbeit und Soziales hat verschiedene Modelle der Teilzeitarbeit zusammengestellt. Der Arbeitnehmer kann seine Arbeitszeit an seine individuellen Bedürfnisse anpassen. So ist es zum Beispiel möglich, an allen Arbeitstagen weniger Stunden zu arbeiten, wenn Sie in der Regel an weniger Tagen in der Woche arbeiten. In den folgenden Abschnitten finden Sie Informationen zu allen Möglichkeiten.

Eine klassische Teilzeitstelle - dreißig oder zwanzig Stunden pro Woche. Bei einer Teilzeitbeschäftigung gibt es in der Regel eine unterschiedliche Aufteilung der Stunden. Beim klassischen Modell werden die Teilzeitstunden werktäglich reduziert. Die Arbeit wird an fünf Tagen in der Woche verrichtet.

Täglich werden einige freie Stunden gewonnen, damit der Arbeitnehmer seine Kinder leichter vom Kindergarten abholen oder den Haushalt erledigen kann. Die Arbeitszeiten bleiben regelmäßig und werden im Voraus mit dem Arbeitgeber vereinbart. Eine Teilzeitstelle eignet sich besonders für Arbeitnehmer, die 30 oder 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Bei einer Teilzeitbeschäftigung von 30 Stunden pro Woche wird von einem Arbeitnehmer erwartet, dass er täglich sechs Stunden arbeitet. Ein Teilzeitbeschäftigter kann auch eine 20-Stunden-Woche arbeiten. Bei einer Teilzeitbeschäftigung werden vier Stunden pro Tag gearbeitet, die gleichmäßig auf fünf Wochentage verteilt sind. Ein Arbeitnehmer in dieser Position hat jeden Tag vier Stunden mehr Freizeit als ein Arbeitnehmer in einer Vollzeitstelle.

Sind Überstunden bei Teilzeitarbeit zulässig?

Die Arbeitszeiten eines Teilzeitbeschäftigten können je nach Arbeitsvertrag variieren. Sind Überstunden bei einer Teilzeitbeschäftigung möglich? Auch für die Arbeitszeiten gibt der Arbeitsvertrag Richtlinien vor. Darüber hinaus müssen Sie alle im Vertrag festgelegten Überstundenanforderungen erfüllen, z. B. wöchentliche oder monatliche Überstunden.

Die Festlegung von Überstunden im Tarifvertrag oder in einer anderen Betriebsvereinbarung ist notwendig, wenn der Arbeitsvertrag sie nicht regelt. Wenn der Arbeitgeber keinen triftigen Grund hat, kann er Sie nicht zur Leistung von Überstunden zwingen. Bei einem akuten Notfall ist die Situation anders. In dieser Situation muss jeder Arbeitnehmer Überstunden machen. Das kann zum Beispiel bei Naturkatastrophen der Fall sein.

In diesem Fall werden die Überstunden zu Ihrem regulären Stundensatz vergütet, auch wenn Sie sich bereit erklären, mehr Teilzeit zu arbeiten. Sie arbeiten zwar weniger Stunden als ein Vollzeitbeschäftigter, aber wenn Sie die durchschnittliche Wochenarbeitszeit überschreiten, erhalten Sie zusätzliche Leistungen.

Kann ich einen Antrag auf eine Teilzeitstelle ablehnen?

Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Ein Arbeitgeber kann den Antrag eines Arbeitnehmers auf Teilzeitarbeit nur dann ablehnen, wenn betriebliche Gründe dies erschweren oder unmöglich machen, z. B. wenn das Unternehmen in Schwierigkeiten ist.

Dies hat zur Folge, dass Arbeitsabläufe gestört werden, die Betriebssicherheit der Bediensteten beeinträchtigt wird, wenn sie ständig über die Schulter schauen müssen, und der Arbeitgeber einen unangemessen hohen Betrag zahlen müsste.

Beispiel: Es ist dem Arbeitgeber nicht zuzumuten, einen weiteren Vollzeitbeschäftigten einzustellen oder das Arbeitspensum so zu verlagern, dass andere Beschäftigte dauerhaft mit Überstunden belastet werden.

Wenn Ihr Unternehmen keine Teilzeitarbeit zulassen will, sollten Sie diese Gründe konkret und nachvollziehbar darlegen können. Anstatt Arbeitnehmer zu verpflichten, 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, sollten Arbeitgeber versuchen, eine 35-Stunden-Woche auszuhandeln. Wenn Sie eine Teilzeitbeschäftigungen anstreben, sollten Sie diese ohne Wenn und Aber annehmen.

Checkliste: Wichtige Punkte für einen sinnvollen Teilzeitprozess

Teilzeitbeschäftigte in Ihrem Team können eine große Bereicherung sein - sie sind oft motivierter und effizienter als ihre Vollzeitkollegen. Das ist nur möglich, wenn Sie einen klaren Plan haben und mit allen Beteiligten kommunizieren. Diese Checkliste wird Ihnen dabei helfen.

Ansprüche prüfen

Was sind die Hauptgründe für die Notwendigkeit, Teilzeitkräfte einzustellen? Welches sind die Haupthindernisse bei der Einstellung von Teilzeitkräften? Wie können wir diese Hindernisse überwinden? Was sind unsere Ziele und Erwartungen? Welche Risiken sind mit der Einstellung von Teilzeitkräften verbunden? Wenn es sich um einen Notfall handelt, sollten wir die Entscheidung verschieben und warten, bis wir alle Informationen haben?

Klären Sie Hindernisse:

Wie werden wir "Nein" definieren, wenn es keine klare Antwort auf unsere Frage gibt? Ist es notwendig, Teilzeitkräfte einzustellen oder nicht? Wird es uns helfen, unsere Produktivitätsziele zu erreichen oder nicht? Haben wir ausreichend recherchiert, ob die Einstellung von Teilzeitkräften für uns rentabel ist oder nicht?

Legen Sie die Rahmenbedingungen fest:

Haben wir das Gehalt und die Leistungen für Teilzeitbeschäftigte festgelegt? Haben wir angemessene Schichtzeiten festgelegt, um eine optimale Produktivität zu gewährleisten? Müssen wir Meilensteine oder Leistungsstandards für Teilzeitbeschäftigte festlegen?

Erfüllen Sie die Formalitäten:

Gibt es in unserem Zuständigkeitsbereich relevante Vorschriften oder Gesetze, die sich auf die Einstellung von Teilzeitkräften auswirken? Gibt es bestehende Richtlinien, die mit der Neueinstellung in Konflikt geraten könnten, oder müssen sie entsprechend angepasst werden? Stehen wir im Einklang mit den Arbeitsschutzstandards und anderen geltenden Gesetzen?

Diskutieren Sie Organisation und Struktur:

Haben wir die Auswirkungen von Teilzeitkräften auf unsere bestehende Teamdynamik berücksichtigt? Müssen organisatorische Änderungen vorgenommen werden, um den neuen Mitarbeitern gerecht zu werden? Wird es formelle oder informelle Schulungen für Teilzeitbeschäftigte geben?

Anpassung von Urlaubsansprüchen und Gehalt:

Müssen wir die Urlaubsansprüche oder die Gehälter der Teilzeitbeschäftigten anpassen? Gibt es andere Vorteile, die wir ihnen anbieten können?

Teammitglieder informieren:

Informieren wir die derzeitigen Teammitglieder über die Neueinstellung? Gibt es Einwände oder Bedenken seitens des bestehenden Personals, auf die eingegangen werden muss?

Richtlinien entwickeln:

Haben wir Richtlinien für die Einstellung und Beschäftigung von Teilzeitbeschäftigten entwickelt? Haben wir diese Richtlinien mit allen Beteiligten (einschließlich des vorhandenen Personals) besprochen?

Urlaubsanspruch von Teilzeitbeschäftigten: Wie wird er berechnet?

In der Regel richten sich die Urlaubstage nach der Anzahl der Arbeitstage, die jedes Mitglied Ihres Teams in einem Jahr gearbeitet hat. Zwei Teilzeitbeschäftigte, die 30 Stunden pro Woche arbeiten, können einen unterschiedlich hohen Urlaubsanspruch haben.

Sie können jeweils 30 Tage Urlaub pro Jahr erhalten. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, die 40 Stunden pro Woche arbeiten, arbeitet Mitarbeiter A fünf Tage pro Woche. Die Arbeitszeit von Arbeitnehmer B verteilt sich auf drei Tage. Das Kalenderjahr umfasst 30 Urlaubstage für Arbeitnehmer A, aber nur 18 für Arbeitnehmer B.

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