Ein Arbeitszeitrechner hilft Unternehmen dabei, Arbeitszeiten korrekt zu erfassen, Pausen gesetzeskonform abzuziehen und Überstunden nachvollziehbar zu dokumentieren. Besonders in Branchen mit Schichtarbeit wie Gastronomie, Einzelhandel, Pflege oder Logistik ist eine präzise Arbeitszeitberechnung essenziell für Lohnabrechnung, Compliance und Mitarbeiterzufriedenheit.
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- Ein Arbeitszeitrechner berechnet die Nettoarbeitszeit aus Startzeit, Endzeit und Pausen.
- Er unterstützt die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) und des BAG-Urteils zur Zeiterfassung (2022).
- Digitale Systeme reduzieren Fehler, sparen Zeit und erhöhen die Rechtssicherheit.
- Besonders relevant für Schichtarbeit, Teilzeit, Minijobs und mehrere Standorte.
Was ist ein Arbeitszeitrechner?
Ein Arbeitszeitrechner ist ein digitales oder manuelles Werkzeug zur systematischen Berechnung von Arbeitszeiten. Er erfasst:
- Arbeitsbeginn
- Arbeitsende
- Pausenzeiten
- Sonderzeiten (z. B. Nachtarbeit, Bereitschaft)
Aus diesen Daten wird die Nettoarbeitszeit berechnet. Diese bildet die Grundlage für Gehaltsabrechnung, Überstundenkontrolle und gesetzliche Nachweispflichten.
Warum ist ein Arbeitszeitrechner für Unternehmen unverzichtbar?
Arbeitszeiten sind rechtlich sensibel. Fehler können zu Nachzahlungen, Bußgeldern oder Konflikten mit Mitarbeitenden führen. Ein Arbeitszeitrechner sorgt für:
- Rechtssichere Dokumentation
- Transparenz für Mitarbeitende
- Nachvollziehbarkeit bei Prüfungen
- Planungssicherheit im HR-Alltag
Gerade bei wechselnden Schichten, Teilzeit oder Rufbereitschaft steigt ohne digitale Unterstützung die Fehleranfälligkeit deutlich.
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- Max. 8 Std. pro Tag (bis 10 Std. mit Ausgleich)
- Pausenpflicht ab 6 Std.
- Mind. 11 Std. Ruhezeit
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Seit dem Urteil vom 13. September 2022 sind Unternehmen verpflichtet, Arbeitszeiten vollständig, objektiv und systematisch zu erfassen.
Was zählt zur Arbeitszeit – und was nicht?
Gehört die Pausenzeit zur Arbeitszeit❓
Gesetzlich vorgeschriebene Pausen gemäß § 4 ArbZG zählen nicht zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit. Dazu gehören:
- Mindestens 30 Minuten Pause bei mehr als 6 Stunden Arbeit
- Mindestens 45 Minuten Pause bei mehr als 9 Stunden Arbeit
Wie sieht es mit Bereitschaftszeit oder Rufbereitschaft aus❓
Bereitschaftszeit kann ganz oder teilweise als Arbeitszeit gelten, abhängig von vertraglichen Regelungen. Rufbereitschaft zählt nur dann als Arbeitszeit, wenn ein vom Arbeitgeber bestimmter Aufenthaltsort vorgeschrieben ist.
Ist der Arbeitsweg mit einzuberechnen❓
Der reguläre Arbeitsweg zählt nicht zur Arbeitszeit. Dienstreisen hingegen gelten häufig als Arbeitszeit, sofern sie im Auftrag des Arbeitgebers erfolgen und arbeitsbezogen sind.
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Arbeitszeit korrekt berechnen – Schritt für Schritt
- Arbeitsbeginn erfassen (tatsächlicher Start der Tätigkeit)
- Arbeitsende dokumentieren
- Pausen abziehen
- Nettoarbeitszeit berechnen
- Überstunden separat ausweisen
--> Typische Zeitkonstellationen im Überblick
| Rolle | Start | Ende | Pause | Nettozeit | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Pflegekraft (Frühdienst) | 06:00 | 14:30 | 30 Min. | 8 Std. | Übergabe enthalten |
| Teilzeit Verkauf | 09:30 | 15:00 | 30 Min. | 5 Std. | Tarifabhängig |
| Nachtschicht Logistik | 22:00 | 06:00 | 45 Min. | 7 Std. 15 Min. | Nachtzuschlag |
Beispielrechnung
Arbeitszeit von 08:00 bis 17:00 Uhr mit 45 Minuten Pause:
- Bruttoarbeitszeit: 9 Std.
- Pausenzeit: 45 Min.
- Nettoarbeitszeit: 8 Std. 15 Min.
⏱️ Arbeitszeitrechner
Berechne Brutto-Arbeitszeit, Pausenzeit und Netto-Arbeitszeit (Stunden/Minuten + Kommaschreibweise).
Arbeitszeitrechner manuell oder digital nutzen?
| Manuelle Berechnung (Excel, Papier) | Digitale Lösungen (z. B. Shiftbase) |
|---|---|
| Vorteile | Vorteile |
| Schnell verfügbar | Automatische Arbeitszeiterfassung |
| Keine Softwarekosten | Effiziente Schichtplanung |
| Keine technische Einrichtung nötig | Transparente Überstundenkontrolle |
| Export für Lohn- und Gehaltsabrechnung | |
| Zentrale Übersicht über alle Mitarbeitenden | |
| Nachteile | Warum digital langfristig sinnvoll ist |
| Fehleranfällig bei manueller Eingabe | Reduziert Fehler und Nachberechnungen |
| Zeitaufwendig für HR und Führungskräfte | Spart Zeit im HR-Alltag |
| Kaum rechtssicher bei Prüfungen | Unterstützt gesetzeskonforme Dokumentation |
| Keine automatische Auswertung | Ideal für mehrere Standorte & wechselnde Teams |
Kurzfazit für Arbeitgeber
Während Excel oder Papier für einfache Fälle ausreichen können, stoßen manuelle Arbeitszeitrechner bei Schichtarbeit, Teilzeitmodellen oder mehreren Standorten schnell an ihre Grenzen. Digitale Lösungen wie Shiftbase bieten hier deutlich mehr Übersicht, Rechtssicherheit und Effizienz im Arbeitsalltag.
Warum digitale Arbeitszeitrechner überlegen sind
- Weniger Fehler bei Berechnung und Abrechnung
- Höhere Rechtssicherheit bei Prüfungen
- Bessere Planbarkeit von Personalressourcen
- Skalierbar für mehrere Standorte
Fazit
Ein moderner Arbeitszeitrechner ist kein optionales Tool mehr, sondern eine zentrale Grundlage für gesetzeskonforme, effiziente und transparente Personalarbeit. Besonders Unternehmen mit Schichtarbeit profitieren von digitalen Lösungen wie Shiftbase, die Berechnung, Planung und Compliance in einem System vereinen.
Häufige Fragen
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Ein digitaler Arbeitszeitrechner ermöglicht es, wechselnde Schichtzeiten, Pausen und Überstunden automatisiert zu berechnen – ideal für Betriebe mit Schicht- oder Wochenenddienst. Die Zeiterfassung kann per App, Terminal oder Browser erfolgen.
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Laut Arbeitszeitgesetz (ArbZG) sind Pausen und maximale Tagesarbeitszeiten zwingend einzuhalten. Seit dem BAG-Urteil von 2022 besteht zudem die Pflicht zur vollständigen, systematischen Zeiterfassung. Digitale Lösungen helfen, diese Vorgaben einzuhalten.
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Moderne Tools wie Shiftbase lassen sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren – z. B. über Schnittstellen zur Lohnbuchhaltung oder durch automatische Schichtübernahme aus dem Dienstplan.
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Excel ist fehleranfällig und nicht revisionssicher. Ein professioneller Arbeitszeitrechner bietet automatische Berechnungen, Nutzerverwaltung, rechtssichere Dokumentation und mobile Erfassung.
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Ja. Mit Shiftbase können z. B. Zuschläge für Sonntagsarbeit, unterschiedliche Schichtmodelle oder tarifliche Vorgaben pro Mitarbeitergruppe definiert werden.

